Richard Burns Rally

Genre
Rennspiele
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Ubisoft
Erscheinungsjahr
2004.10
Systeme
PC, Playstation 2, Xbox
System im Test
PC
Kurzbewertung
Anspruchsvolle Rally-Simulation
Screenshot 2

Was unterscheidet ein Ralley-Arcade-Rennspiel von einer Rallye-Simulation?
Im ersten Fall handelt es sich um ein actionorientiertes Rennspiel, bei dem der unmittelbare Spiel- und Fahrspaß im Vordergrund steht und beides möglichst effektvoll in Szene gesetzt wird. Eine Rallye-Simulation hingegen zeichnet sich dadurch aus, dass sie möglichst realistisch das Fahrgefühl und die Rennsituation eines Rallyefahrers simuliert. Dazu gehört natürlich, neben den eigentlichen Rennen, die Wartung des Boliden, der nahezu in jedem technischen Detail verändert werden kann. So auch in dieser Simulation.

Die Spieler müssen sich u. a. mit Telemetriedaten und anderen Einstellungsoptionen am Fahrzeug auseinandersetzen. Vom Luftdruck der Reifen bis zum veränderten Anpressdruck durch Spoilervergrößerung, alles muss bedacht und eingestellt werden. Die vielfältigen Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten setzen im Bereich der Rennsimulationsspiele nicht nur neue Maßstäbe, sondern bieten auch informative und abwechslungsreiche Herausforderungen.

Die jungen Tester jedenfalls waren beeindruckt:
„So realistisch reagierte bislang kein Rallyefahrzeug auf die Strecken- und Witterungsbedingen“ (Phillip, 12 Jahre). Doch um überhaupt erst einmal die wichtigsten fahrerischen Voraussetzungen erfüllen zu können, muss man zunächst die Fahrschule besuchen. Hier kann der Spieler alles erfahren und lernen, worauf es beim Rallyesport ankommt, um erfolgreich zu sein.

„Richard Burns Rally” ist eine äußerst anspruchsvolle Rallyesimulation, in der es nahezu unmöglich ist, ein Rennen erfolgreich zu fahren, ohne vorab intensiv das Fahrverhalten der Autos in der Fahrschule studiert zu haben. Zu hoch ist der Simulationscharakter und damit der Schwierigkeitsgrad. Wer sich auf das Spiel einlässt, der benötigt ein hohes Maß an Eigenmotivation, Konzentrationsfähigkeit und Durchhaltevermögen. Auch die Frustrationstoleranz wird auf eine harte Probe gestellt, da die erfolgreiche Bewältigung einer Rennstrecke bis ins kleinste Detail erarbeitet werden muss.

Technik begeisterte Rallyefans ab 12 Jahren können mit den grundlegenden Spielforderungen klar kommen.
Doch der rechte Spielspaß erschließt sich erst dem, der bereit ist sich alle Handlungs- und Fahrmöglichkeiten mit Geduld und Ausdauer zu erarbeiten.