Sudeki

Genre
Rollenspiele
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 14 Jahre
Vertrieb
Microsoft
Erscheinungsjahr
2005.03
Systeme
PC, Xbox
System im Test
Xbox
Kurzbewertung
Rollenspiel-Adventure im Mangastil
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Im Lande Illumina kämpft das Gute gegen das Böse. Invasoren ziehen plündernd, raubend und mordend durch das Land. Königin Lusica führt einen verzweifelten Verteidigungskampf und benötigt jede Hilfe. Da schließen sich vier Freunde zusammen, die der Königin zu Hilfe eilen.
Zunächst steuert man einen geübten Schwertkämpfer.
Mit ihm gelangt man durch die erste Spielwelt und erhält Einblick in die Steuerungs- und Bedienmechanismen des Spiels.
In den weiteren Leveln stehen dann alle vier mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten (Magie, Heilen, Kämpfen, Klettern und Konstruieren) zur Verfügung. Der Spieler steuert wahlweise die Figur, deren Fähigkeiten in der jeweiligen Situation am effektivsten sind.
Jeder Charakter kann durch Erfahrungs- und Erfolgspunkte noch leistungsfähiger werden. Im Verlauf kann man eine Vielzahl an hilfreichen Heiltränken, Zaubern und Gegenständen erwerben oder finden. Auf Grund des stetig steigenden Schwierigkeitsgrades sollte der Spielstand kontinuierlich abgespeichert werden.

Das Echtzeit-Rollenspiel erinnert vom Spielkonzept an den Nintendo-Klassiker „Zelda“.
Kämpfen, Suchen, Rätsel entwirren, Gegenstände von A nach B transportieren, Zauber finden und anwenden, all das sind Elemente, die vom Abenteuer mit Link zur Befreiung der Prinzessin noch gut in Erinnerung sind.
Auch hier geht es um Bewährung, Durchsetzung, Erfolg haben, Wachsen und Konfliktaustragung. Die grafische und akustische Präsentation des Spiels ist auf dem aktuellen, hohen Niveau der heutigen technischen Möglichkeiten und benutzt den Gestaltungsstil der beliebten japanischen Mangas.
Diese Comicform ist bekannt dafür, dass sie weniger niedlich als vielmehr gewaltvoll und düster daher kommt. So auch in der Spiellandschaft von „Sudeki“. Getötete Einwohner liegen an Wegen, hängen an Galgen oder sind auf Forken aufgespießt.
Die dargestellten Gewaltauswirkungen mögen zur Einkleidung der Spielgeschichte passen, für den Spannungsverlauf sind sie überflüssig.
Eltern und Pädagogen sollten dennoch dieses ansonsten interessante, abwechslungsreiche und komplexe Spiel nicht vorschnell abqualifizieren, sondern vielmehr Kinder und Jugendliche, die sich für Spiele dieser Art interessieren, in ihren Vorlieben ernst und es zum Anlass nehmen, mit ihnen über andere Formen und Möglichkeiten der Gestaltung zu sprechen.