Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant

Genre
Denken / Geschick
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2013.11
Systeme
Nintendo 3DS
System im Test
Nintendo 3DS
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Professor Laytons neustes Abenteuer mit vielen kniffligen Rätseln
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Knobel und Rätselbegeisterte
Sprache
Deutsch, auch teilweise Vertont. Dennoch gutes leseverständnis vonnöten
Grafik
farbenfroh, im Comic-Stil gehalten
Sound

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Professor Layton und seine beiden jungen Gehilfen bieten eine tolle Identifikationsmöglichkeit
Mehrspielermodus
Spielforderungen
knifflige Rätsel und Knobelaufgaben, logisches Denken und kombinieren eforderlich
Zusatzkosten
Problematische Aspekte
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Wer einen Nintendo DS besitzt und Fan von kniffligen Rätseln ist, wird wahrscheinlich bereits mit Professor Layton in Verbindung gekommen sein. Der sympathische Professor für Archäologie, sein junger Lehrling Luke und die Assistentin Emmy erleben gemeinsam verschiedene Abenteuer, erforschen Mysterien und lösen hierbei hauptsächlich Rätsel. Dieser sechste Teil bildet nun das Finale der Reihe und schließt die Handlungen der vergangenen Titel ab. Wie in den Vorgängerteilen beispielsweise "Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf" (Link zur Beurteilung) oder "Professor Layton und die verlorene Zukunft" (Link zur Beurteilung) bereisen Professor Layton, Luke und Emmy verschiedene Orte der Welt, lernen neue Personen kennen und lösen Rätsel.
Zu Beginn erhält Professor Layton ein mysteriöses Schreiben vom Archäologen Professor Locklair, in dem dieser berichtet, er habe eine lebende Mumie im Eis entdeckt. Professor Layton beschließt samt Anhang den Kollegen im verschneiten Bergdorf Snøborg zu besuchen. Es stellt sich heraus, dass die besagte Mumie ein Mädchen namens Aurora ist. Aurora ist die Gesandte der Zivilisation der Aslant und ist in der Lage den Menschen das Vermächtnis von Aslant zu offenbaren. Doch auch die feindliche Organisation Targent ist hinter Aurora her, um die Geheimnisse zu erforschen. In bewährter Manier muss der Spieler hierbei verschiedene Rätsel lösen, um das Spielgeschehen voranzutreiben.

Pädagogische Beurteilung:
Facettenreiche Rätsel

Die Rätsel bilden den umfangreichsten Teil der Professor Layton Spiele. Egal ob der Spieler Feinden begegnet, ein neues Gebiet betritt oder eine Information erhalten möchte - immer wieder wird er vor knifflige Aufgaben gestellt. Die Tester hatten sichtlich Spaß daran, gemeinsam zu knobeln. Falls ein Rätsel zu schwer war, konnten sie sich auch Tipps für Hinweismünzen kaufen, die es im Spiel ausreichend zu finden gibt. Beispielsweise galt es bei einem Rätsel auszurechnen, wie viele Tassen mit warmem Wasser der Spieler braucht, um einen Eisblock einer gewissen Größe zu schmelzen. Hier führt einen das Spiel manchmal an der Nase herum, da der Eisblock in der warmen Hütte automatisch schmelzen wird und daher die Lösung 0 ist: „Da wäre ich ohne Hinweise nicht drauf gekommen, aber jetzt wo man es weiß, ist es logisch“ (Testerin 11 Jahre). Die Rätsel sind in verschiedene Schwierigkeitsgrade eingeteilt. Neben Rechnen gibt es hauptsächlich Aufgaben, die das logische Denken fordern. So mussten die Tester Objekte zusammensetzen, Puzzle lösen, Charaktere durch einen Parcours lotsen oder Kombinationen herausfinden. Die Rätsel sind allesamt individuell und an die jeweilige Spielsituation angepasst und oft ansprechend in die Geschichte integriert.

Viel zu entdecken
Abseits der Rätselaufgaben sieht der Spieler den jeweiligen Ort durch die Augen von Professor Layton. Auch hier konnten die Tester viel entdecken. Per Touch-Pen durchsuchten sie die Bilder akribisch und fanden so zusätzliche Hinweismünzen, versteckte Rätsel oder Objekte, die sie in dem Street-Pass-Spiel Krempeljagd verwenden durften (dazu später mehr). Die Tester hatten viel Freude am Suchen und ein Erfolgserlebnis, sobald sie geheime Rätsel oder Objekte fanden.  

Zwischen Comic, Cartoon und Anime
Neben dem Lösen von Rätseln liegt das Hauptaugenmerk der Professor-Layton-Spiele auf dem Lesen von Text. Bei allen Dialogen sieht der Spieler die sprechenden Figuren, während der Text in einer Blase erscheint. Hierdurch verbreitet das Spiel einen gewissen Comic-Charme, allerdings gibt es während des Spielverlaufs sehr viel zu lesen: „Müssen die immer so viel reden?“ (Tester 12 Jahre). Die Meinungen zu der Grafik waren unterschiedlich, manche erinnerte Professor Layton an eine Anime-Figur, andere verglichen die Grafik mit Trickfilmen. Allen Testern gefiel jedoch die Darstellung, wobei die Möglichkeit das Geschehen in 3D umzustellen auf gemischte Gefühle stieß. Dies begeisterte alle vorerst, doch nur solange sie den Blick gerade auf den Bildschirm richteten. Sobald sie den Kopf oder den Nintendo 3DS bewegten, wurde die Darstellung unscharf – dies empfanden auch die Tester, die dem Spieler über die Schulter schauten: „Mach den 3D Effekt aus, ich sehe alles nur verschwommen“ (Testerin 11 Jahre).

Krempeljäger aufgepasst
Der StreetPass ist eine Möglichkeit sich mit anderen Nintendo DS Spielern zu vernetzen. Sobald er an dem jeweiligen Gerät aktiviert ist, werden Daten mit anderen DS-Geräten in der Umgebung abgeglichen. Diese Möglichkeit ist die Grundlage der Krempeljagd. Die Spieler können dadurch Aufgaben anderer Spieler empfangen und selbst Aufgaben erstellen. Hierzu wählten die Tester drei Objekte aus, die sie auf ihren Reisen bereits entdeckt hatten. Nun muss der Spieler, der die Aufgabe empfängt, diese Objekte entdecken, um einen zusätzlichen Bonus zu bekommen. Ebenso ist es möglich Aufgaben, die andere Spieler erstellt haben zu empfangen. Hierzu müssen zwei Spieler beispielsweise in der Bahn oder dem Supermarkt ihren Nintendo DS dabei haben, StreetPass aktiviert haben und ein Professor Layton Rätsel erstellen. In unserer Testphase kam dies nicht vor, obwohl der Nintendo 3DS viel herumgetragen wurde.

Fazit:
Bei "Professor Layton und das Vermächtnis von Aslant" stehen die Rätsel im Mittelpunkt des Geschehens. Spieler sollten über eine geübte Fähigkeit zum logischen Denken und Kombinieren verfügen, da das Spiel sonst schnell Frust erzeugen kann. Um die Hintergrundgeschichte zu verstehen, sollte Lesefähigkeit und –bereitschaft vorhanden sein, was i.d.R. erst ab 9 Jahren gegeben ist. Auch die Grafikdarstellung und Sound sind an Trickfilme oder Animes für die entsprechende Altersklasse angelehnt.

Beurteilung der Spieletester zuklappen
Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass