Super Mario 3D World

Genre
Jump&Run
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2013.11
Systeme
Wii U
System im Test
Wii U
Kurzbewertung
Klassisches Mario Jump&Run mit räumlicher Tiefe für bis zu 4 Spieler
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von Jump&Run Spielen
Sprache
Grafik
comichaft
Sound

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Mehrspielermodus
bis zu vier Spieler im lokalen Modus
Spielforderungen
Zusatzkosten
Problematische Aspekte
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Super Mario ist einer der bekanntesten Videospielcharaktere und ist das Aushängeschild von Nintendo. Da überrascht es nicht, dass Mario zum Release der Xbox One und PlayStation 4 nach New Super Mario Bros. U (Link zur Beurteilung) seine zweite große Hauptrolle auf der Wii U bekommt. Gegen Ende der 90er Jahre erhielt Mario in Super Mario 64 erstmals Einzug in die dritte Dimension. Ähnlich wie später Super Mario Sunshine (Test: Super Mario Sunshine) oder Super Mario Galaxy (Test: Super Mario Galaxy) bereist der Klempner hierbei verschiedene Welten und muss in diesen diverse Aufgaben erfüllen, um Sterne oder Insignien zu erhalten. "Super Mario 3D World" orientiert sich jedoch eher an den verschiedenen Ablegern der New Super Mario Bros. Spiele für Wii U, Wii (Test: New Super Mario Bros. Wii/WiiU) oder Nintendo DS (Test: New Super Mario Bros. DS). In diesen muss der Spieler Mario über verschiedene Weltkarten steuern, Level anwählen und diese vom Startpunkt bis zur Zielfahne absolvieren. Neu bei "Super Mario 3D World" ist jedoch die Nutzung der räumlichen Tiefe – neben links, rechts, oben und unten kann Mario nun auch nach vorne oder nach hinten laufen. Dadurch eröffnen sich innerhalb der Spielmechanik neue Möglichkeiten, an den Grundelementen hat sich jedoch wenig verändert. Mario muss vom Startpunkt ausgehend das Ziel erreichen, gegen Blöcke springen, Gegenstände (Items) einsammeln und Gegner besiegen. Auch ist Bowser erneut der Bösewicht, hat diesmal jedoch nicht die wehrlose Prinzessin Peach entführt, die stattdessen als spielbarer Charakter zur Verfügung steht. Dafür gilt es nun kleine Feen zu retten, die in den verschiedenen Palästen gefangen gehalten werden. Eine weitere Neuerung sind die verschiedenen Fähigkeiten der Charaktere. Hier wurde sich an Super Mario Bros. 2 (auch spielbar in Super Mario All-Stars) aus den 80er Jahren orientiert und so kann Luigi beispielsweise besonders hoch springen und Peach kurz durch die Luft gleiten. Neben den charakterspezifischen Eigenschaften gibt es auch neue Items zu entdecken wie das Katzenkostüm. Mit diesem können Mario und Co. Wände hinaufklettern und Gegner per Kratzattacke erledigen.

Pädagogische Beurteilung:
Altbekanntes in neuem Gewand
Obwohl die Spieler unserer Testergruppe innerhalb eines eher kurzen Zeitraums bereits New Super Mario Bros. Wii und New Super Mario Bros. U gespielt hatten, freuten sie sich auf das neueste Abenteuer des Klempners. Schließlich ist die Grundsteuerung wohl bekannt und „man weiß direkt wie das geht" (Tester 11 Jahre). Der erste Spieler sieht hierbei das Geschehen auf dem Fernseher und dem Gamepad, während die bis zu drei übrigen Spieler wie sich gewohnt den TV-Bildschirm teilen. Als einen großen Störfaktor bei den New Super Mario Bros. Spielen empfanden alle das ständige ungewollte Anrempeln der Mitspieler – Mario der Luigi versehentlich auf den Kopf springt und diesen dadurch in den Abgrund oder einen Gegner katapultiert. Durch die räumliche Tiefe und die daraus resultierende größere Fläche hatten die Tester direkt viel mehr Platz zum Austoben und diverse unabsichtliche Rempeleien geschahen deutlich seltener: „Endlich springt mir nicht einer dauernd auf dem Kopf rum" (Testerin 12 Jahre). Neben den klassischen Renn und Hüpf Elementen wurden innerhalb der Level auch versteckte Objekte und Rätsel eingebaut. Da manche Objekte und einige versteckte Orte schneller durch Teamwork erreicht werden können, kam schnell ein Gemeinschaftgefühl auf: „Ich aktiviere die Schalter unten und du die da oben" (Testerin 12 Jahre). Wenn es ging wurde selbst darauf geachtet, die Boni fair zu verteilen: „Gib Luigi den Pilz, der ist grade klein" (Tester 12 Jahre). Durch die zusätzliche Dimension und die Neuerungen hatten die Tester sichtlich Spaß die Herausforderungen zu meistern. Unabhängig davon fielen ihnen jedoch auch schnell die Ähnlichkeiten zu der Super Mario Bros. Reihe auf. Positiv empfanden die Tester jedoch, dass zumindest der erste Spieler Mario diesmal frei auf der Weltkarte bewegen konnte, um in ein Level zu gelangen musste dieses jedoch wie gewohnt am Levelpunkt ausgewählt werden. Neben den bekannten Elementen innerhalb der Level bemerkten die Tester allerdings auch schnell die Ähnlichkeiten im Spielablauf: „Jetzt als zweites kommt bestimmt wieder die Wüstenwelt und dann die Eiswelt" (Testerin 12 Jahre).

Viele bunte Feen
Besonders die weiblichen Tester waren froh, dass sie auch mal Prinzessin Peach spielen konnten und diese nicht wieder nur als passiver Part aus Bowsers Klauen gerettet werden musste. Allerdings stellten sich bei den Testern dadurch einige Fragen bezüglich der Hintergrundgeschichte ein. Das Spiel beginnt mit einem gemütlichen Spaziergang von Mario, Luigi, Toad und Prinzessin Peach. Sie treffen auf eine Fee, die um Hilfe bittet und augenblicklich von Bowser entführt wird. Plötzlich taucht eine Röhre auf, in die die Helden hüpfen und sich im Abenteuer wiederfinden. Was es mit all dem auf sich hat, blieb den Testern ein Rätsel: „Ich verstehe das nicht, hätte man die Geschichte nicht etwas logischer machen können?" (Tester 12 Jahre). Auch wenn es diesmal nicht die hilflose Peach ist, bleiben die Mario Abenteuer um den rettenden Klempner stets gleich. Getreu dem Motto „The Princess is in another castle" gilt es hier nach jeder geretteten Fee eine weitere in der nächsten Burg zu befreien. Hier empfanden jedoch besonders die weiblichen Tester die Feen als besonders süß, den kleinen Toad sowieso und auch das neue Katzenkostüm stieß auf durchweg positive Resonanz.

Springen, Gleiten und Klettern
Das neue Katzenkostüm ermöglicht den Figuren an verschiedenen Wänden hochzuklettern und Gegner per Kratzattacke anzugreifen. Durch diese lassen sich außerdem auf dem Boden liegende Blöcke zerstören. Die Reaktionen der Tester reichte von „niedlich" über „cool" bis hin zu „kitschig" beziehungsweise „mädchenhaft". Doch auch altbekannte Items wie die Feuerblume und das Waschbärblatt tauchen wieder auf und bieten Mario und seinen Freunden Abwechslung in der Kleiderwahl. Die Kostüme der verschiedenen Figuren unterscheiden sich hierbei wie gewohnt farblich voneinander. Doch neben den Äußerlichkeiten bietet die Charakterwahl auch unterschiedliche Fähigkeiten. Wie im NES Spiel Super Mario Bros. 2 kann Peach nach dem Sprung einige Sekunden gleiten und Luigi kann sich höher in die Luft rudern. Die Spieler hatten viel Spaß die verschiedene Charaktere anzuspielen und sich den persönlichen Favorit auszusuchen: „Ich nehm Peach, die kann schweben" (Tester 12 Jahre). Neben kleinen Uneinigkeiten darüber wer welchen Charakter haben darf, wurde auch das Wii U Gamepad oft getauscht. In New Super Mario Bros. U konnte der Mitspieler über das Gamepad lediglich Hilfestellungen leisten, indem er Blöcke erzeugte. Bei "Super Mario 3D World" hingegen kann der Spieler mit dem Gamepad aktiv mitspielen, weshalb jeder der Tester mal per Gamepad spielen wollte.

Mario to go
Allgemein wurden viele Möglichkeiten der Wii U genutzt. Neben der Grafik, die gewohnt kindgerecht ist und den Testern gefiel: „Das Wasser sieht voll echt aus" (Tester 11 Jahre), funktioniert die Steuerung mit und auf dem Gamepad ohne Probleme. Selbst wenn man den Fernseher ausschaltet und mit dem Gamepad in den Nebenraum geht, kann man auf dessen Bildschirm noch fehlerfrei weiterspielen. Trotz der Hinweise, dass keine Wände zwischen Gamepad und Konsole sein dürfen, die ab und an aufblinken, funktionierte eben dies fehlerfrei. Auch die Akkulaufzeit wurde als zufriedenstellend beurteilt.

Fazit:
Auch in "Super Mario 3D World" gilt es in einem Level vom Startpunkt ausgehend das Ziel erreichen. Doch anders als in anderen 3D-Abenteuern des bekannten Klempners hat der Spieler hier keine Welt, die er frei erforschen kann oder Level, in denen er verschiedene Missionen absolvieren muss. Allerdings bietet die räumliche Tiefe ein komfortableres Spielen zu mehreren Personen und zusätzliche Möglichkeiten die verschiedenen Abschnitte nach Geheimnissen abzusuchen. Auch wenn den Testern die Hintergrundgeschichte etwas absurd erschien, hatten sie dennoch Spaß, gemeinsam die Comic-Landschaft zu erforschen. Die neuen Items und Fähigkeiten passen laut Tester in die bekannte Spielmechanik und auch Darstellung und Musik sind so, wie man es von den Vorgängertiteln kennt, wodurch die Atmosphäre nie bedrohlich oder düster wirkt. Allerdings ist die dreidimensionale Steuerung für kleine Kinder noch schwierig zu beherrschen. Da gerade im späteren Spiel einige Sprünge genaue Koordination und Abmessung verlangen, da sie sonst in den Abgrund fallen, ist ein wenig Erfahrung mit Videospielen, die Abschätzung von Entfernung und ein guter Blick für räumliche Wahrnehmung hilfreich. Allerdings ist der Unterschied zu Marios Vorgängerabenteuer New Super Mario Bros. U von den Welten und Leveln nicht wirklich groß, weshalb jeder selber entscheiden kann, ob er lieber in 2D oder 3D spielen möchte.

Beurteilung der Spieletester zuklappen
Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass

"Am meisten Spass macht, dass man zu viert gleichzeitig spielen kann." (Zitat Tester 11 Jahre)