Mario Party Island Tour

Genre
Gesellschaftsspiele
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2014.01
Systeme
Nintendo 3DS
System im Test
Nintendo 3DS
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Ableger der Mario Party-Reihe, diesmal auch für unterwegs
Gruppenleiter
Niko Boßmann
Ü12 Lise-Meitner-Gesamtschule
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Der italienische Klempner Mario ist seit seinem ersten Auftauchen im Jahr 1981 der Dauerbrenner in der Spielelandschaft. Um den Lieblingshelden zahlreicher Kinder, Jugendlicher und Erwachsener hat sich im Laufe der Zeit eine ganz eigene Welt entwickelt. Neben seinem Bruder Luigi sind beispielsweise die Sympathieträger Prinzessin Peach, Toad und Yoshi sowie die Bösewichte Bowser oder Wario Kultfiguren, die teilweise auch Helden ihrer eigenen Videospielserien geworden sind. All diese Figuren tauchen in diversen Partyspielen auf (Test zu Mario Party 8, Test zu Mario Party 9), die für gesellige Runden mit mehreren Mitspielern sorgen sollen – so auch in „Mario Party Island Tour“.
Nun zum Spiel: Als ein in einer Luftblase gefangener Brief im Pilzkönigreich eintrifft und Mario und seine Freunde zu einer Party in den Wolken einlädt, beginnt der abwechslungsreiche Spaß. Bis zu vier Spieler können sich hier eine Figur aus dem Mario-Repertoire auswählen. Der Ablauf entspricht dabei einem Brettspiel. In verschiedenen Themenwelten mit ganz eigenen Herausforderungen wird gewürfelt und die Figuren anschließend bewegt. Landet man auf einem Ereignisfeld, gilt es verschiedene Minispiele zu absolvieren. Diese reichen von Reaktionstests, Merkaufgaben über Knobel- und Geschicklichkeitsspiele bis hin zu eigenständigen Puzzles. Oft kommen Funktionen wie die Neigungssensoren, Touchscreen, Mikrofon oder Kamera zum Einsatz.

Pädagogische Beurteilung:
Verschiedene Schwierigkeitsgrade ermöglichen ein individuelles Spielerlebnis
Insbesondere für jüngere Spieler ist es wichtig, dass sie nicht überfordert werden. Besonders die bei Videospielen wichtige Hand-Auge-Koordination ist nämlich häufig erst in der Entwicklungsphase. Natürlich gibt es aber auch schon Kinder, die auch schon etwas höheren Anforderungen diesbezüglich gewachsen sind. Bei Mario Party Island Tour kommen alle Spielerinnen und Spieler auf ihre Kosten, denn der Schwierigkeitsgrad ist individuell einstellbar. Mit „schwach“, „normal“, „stark“, „extrem“ und „meisterlich“ kann der Computergegner in fünf verschiedenen Stärken auftreten. Allerdings muss angemerkt werden, dass die Gegner ab der Schwierigkeitsstufe „stark“ auch durchaus erwachsene Gegner vor Probleme stellen können.

Mehrspieler-Modus
Wie in so vielen Party-Spielen machte der Wettkampf gegen den Computer im Test nur anfangs Spaß, verlor allerdings schnell seinen Reiz. Zur Freude der Kinder war es hier möglich, seine Fähigkeiten gegen bis zu drei Mitspieler unter Beweis stellen zu können. Für den Wettstreit wird nur ein Spielmodul benötigt. Die Freunde können sich die Inhalte kostenlos herunterladen und anschließend mit von der Partie sein. Die Tester verstanden allerdings nicht, weshalb sie nicht via Internet mit anderen Fans aus aller Welt um die Wette würfeln konnten.
Ein weiterer Aspekt der auffiel: Beim klassischen Partyspiel an stationären Konsolen haben die einzelnen Mitspieler in der Regel nur einen Controller in der Hand und teilen sich einen gemeinsamen Bildschirm, etwa einen Fernseher. Dies ist beim Mehrspielermodus auf dem Nintendo 3DS in der Form natürlich etwas anders: die Spieler benötigen alle ihre eigene Konsole. Dieser Unterschied, so geringfügig er auch erscheinen mag, hat im Spiel aber seine Auswirkungen: gucken sie an der stationären Konsole noch in eine Richtung und haben ein gemeinsames Blickfeld, ist es am Nintendo 3DS möglich, sich von den anderen abzuwenden und etwas individueller zu spielen. Hierdurch geht das gemeinsame Erlebnis, was Mario Party Island Tour eigentlich ausmacht, etwas verloren. Allerdings kommt es natürlich darauf an, wie alle diesen Aspekt ausleben und wo die individuellen Präferenzen liegen.

Wahnsinnig viele Minispiele, Glück als zentrales Element
Die Minispiele sind sowohl willkommene Abwechslung als auch belebendes Element in diesem Spiel. Umso toller ist es daher, dass es insgesamt 80 neue Spiele gibt - hier fanden alle Tester ihr persönliches Lieblings-Minispiel. Im Wesentlichen sind zwei Elemente entscheidend für den Erfolg: das Geschick, was an sich selbsterklärend ist. Weiterhin kommt auch dem Glück eine zentrale Rolle zu. Einerseits können schwächere Spieler so auch zu Erfolgserlebnissen und in den Genuss des Sieges kommen. Andererseits werden stärkere Experten, die sich geschickt anstellen, wegen einer Pechsträhne gegen schwächere Gegner verlieren. Dass hierin auch ein gewisses Frustpotential verborgen liegt ist selbsterklärend und kam im Test öfters zum Ausdruck.

Ansprechende Grafik, plätschernder Sound
Generell haftet den sogenannten mobilen Handheld-Konsolen - also Spielgeräte, die nicht an einen externen Bildschirm angeschlossen werden müssen - ein wenig der Ruf an, dass die Grafik im Vergleich zu „normalen“ Konsolen eher schwach und unscharf wirkt. Allerdings ist der Vergleich mit Konsolen wie der Playstation 4, der Wii U oder der Xbox One auch ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen, denn das Einsatzgebiet und damit auch die Anforderung sind völlig andere. Nüchtern betrachtet ist die Grafik aber bei den meisten Spielen auf mobilen Konsolen schwächer. Dass die Grafik aber nicht zwangsläufig schlecht sein muss, zeigen neuere Spiele wie „Mario Party Island Tour“. Insbesondere im Vergleich zu anderen Spielen, die in den letzten Jahren auf dem Nintendo DS erschienen sind, liefert das Partyspiel laut Tester eine „wirklich schöne Grafik“ ab. Der Sound wurde hingegen als belanglos und langweilig, allerdings auch nicht als störend beurteilt.

Fazit:
Mario Party Island Tour ist ein weiterer Ableger der beliebten Partyspiel-Serie um den sympathischen Klempner Mario. Und wie gehabt macht die Party im Mehrspielermodus am meisten Spaß. Zunächst fiel den Kindern die wirklich schöne und gelungene Grafik ins Auge. Auch die vielen Minispiele bieten reichlich Abwechslung und fordern Merkfähigkeit und Geschick. Leider spielt das Glück eine etwas zu große Rolle, so dass die Fähigkeiten leicht in den Hintergrund rücken. Durch individuelle Schwierigkeitsgrade ist das Spiel aber auch für jüngere und unerfahrenere Spieler durchaus interessant.

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Spieletester
Ü12 Porz
Köln
Bewertung Spielspass