Pokémon Mystery Dungeon: Portale in die Unendlichkeit

Genre
Rollenspiele
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2013.05
Systeme
Nintendo 3DS
System im Test
Nintendo 3DS
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Einsteigerfreundliches Abenteuer für Fans der Pokémon-Reihe
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Die niedlichen Pokémon tummeln sich mittlerweile schon seit fast 2 Jahrzehnten auf den heimischen Konsolen. Neben der eigentlichen Spielserie, gibt es auch zahlreiche Spin Offs, die andere Aspekte des Pokémon-Universums beleuchten. Zu den erfolgreichsten Ablegern gehört die „Mystery Dungeon"-Reihe. Hier schlüpft der Spieler selbst in die Haut eines Pokémon und muss sich mit Hilfe von befreundeten Monstern durch zahlreiche Höhlensysteme kämpfen.

Pädagogische Beurteilung:
Einstieg
Das Spiel beginnt mit einer Traumsequenz, in der der Spieler sich in ein Pokémon verwandelt. Dabei kann man zwischen 5 verschiedenen Monstern wählen, darunter auch das beliebte Maskottchen Pikachu. Kurz darauf findet der Spieler sich in einem Wald wieder, wo er von einem weiteren Pokémon geweckt wird. Nach einer kurzen Einführung in die Spielwelt macht man sich samt Begleitung des neuen Freundes in Richtung der nächsten Stadt auf.

Klassische Spielmechanik in neuem Gewand
Der erste Dungeon lässt nicht lange auf sich warten. Die Höhlensysteme, durch die sich der Spieler samt Begleiter kämpfen muss, sind komplett zufallsgeneriert. Hier trifft man, abgesehen von wenigen sammelbaren Items, auf wilde Pokémon, welche man in rundenbasierten Kämpfen besiegen muss. Dabei gilt es taktisch vorzugehen. Jede der vier Attacken, die ein Pokémon beherrscht, hat bestimmte Vor- und Nachteile. So sind Feuer-Attacken beispielsweise gegen Pflanzenpokémon besonders effektiv. Innerhalb jeder Runde bewegen sich der Spieler und die Gegner nacheinander durch die Höhle, führt Attacken aus und benutzt Gegenstände, um den Verlauf des Kampfes zu beeinflussen. Das hört sich wesentlich spannender, als es sich im späteren Spielverlauf gestaltet. Vor allem durch den niedrigen Schwierigkeitsgrad fehlt es an Herausforderungen. Erfahrene Spieler langweilen sich evtl. schnell, aber gerade Kinder finden hier einen frustfreien Einstieg in die Welt der Pokémon.

Alle Möglichkeiten des Nintendo 3DS ausgenutzt
Es ist außerdem möglich über eine drahtlose Verbindung mit anderen Spielern zusammen Höhlensysteme zu erkunden und gegnerische Pokémon zu bekämpfen. Mit der Kamera, die sich an der Rückseite des Nintendo 3DS befindet, kann der Spieler zusätzlich seine Umgebung „scannen". Findet man dabei einen runden Gegenstand, öffnet sich in der Spielwelt ein Portal, durch das man weitere Höhlensysteme freischaltet.

Langweilige, dafür kindgerechte Dialoge...
Außerhalb der Dungeons gibt es neben einigen einfachen Aufgaben vor allem lange, textbasierte Dialoge. Da es an komplizierten Vokabular fehlt und das Spielgeschehen sehr detailliert wiedergegeben wird, finden sich dafür besonders Kinder schnell zurecht.

Schöne Präsentation
Besondere Mühe haben sich die Entwickler dafür bei der Gestaltung des Spiels gemacht. Die Spielwelt wirkt wie aus einem Guss und auch die Figuren sind hervorragend animiert. Explizite Darstellungen fehlen vollständig und auch sonst ist der Stil gewohnt jugendfreundlich gehalten. Die Hintergrundmusik fügt sich gut ins Spielgeschehen ein, hebt sich aber nicht von dem durchschnittlichen Videospielsoundtrack ab.

Fazit:
Pokémon Mystery Dungeon richtet sich vor allem an junge, unerfahrene Spieler. Durch eine langsame Einführung und ausführliche Erklärungen zur Spielmechanik finden sich besonders Einsteiger schnell zurecht. Lediglich die langen Textpassagen, die selten Interessantes zum Spielgeschehen beitragen, stören und können den Spieler auf Dauer langweilen.