Q.U.B.E.

Genre
Denken / Geschick
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Toxic Games
Erscheinungsjahr
2012.01
Systeme
PC, Mac
System im Test
Mac
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Kniffliges Rätselspiel aus der Ego-Perspektive
Gruppenleiter
Tobias Hübner
Georgs-Gaming-Group
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Zu Beginn des Spiels findet sich der Spieler ohne einführende Worte oder Vorgeschichte in einem riesigen Würfel, bestehend aus verschiedenen Kammern, wieder. Die Spielwelt besteht größtenteils aus vielen weißen und einigen farbigen Blöcken und dunklen Passagen. Der Spieler kann hierbei lediglich mit den bunten Objekten interagieren. Um die verschiedenen Kammern zu durchqueren, müssen immer schwerer werdende Rätsel gelöst werden. Zu Beginn sind die Aufgaben noch leicht zu bewältigen, werden jedoch mit der Zeit komplexer, da immer neue Elemente in das Spiel integriert werden. Um die Rätsel zu lösen, muss der Spieler die verschieden farbigen Blöcke kombinieren, die allesamt verschiedene Funktionen haben. Den roten Block kann er beispielsweise nach oben und unten verschieben, der blaue Block lässt den Spieler sehr hoch springen während sich die gelben Blöcke, die immer im Dreierpackt auftauchen, zu einer Treppe ausfahren lassen. Die grünen Blöcke hingegen lassen sich nur mit anderen Blöcken verschieben, um an entsprechenden Stellen an das Ziel zu kommen. Ein zusätzliches Spielelement sind die Pfeile, die einen bestimmten Teil der Wand komplett drehen. Es gibt noch weitere Rätsel bei denen man beispielsweise einen Ball zum Ziel bewegen muss. Gegen Ende von "Q.U.B.E. " wartet das Spiel jedoch noch mit einigen Überraschungen auf.

Pädagogische Beurteilung:
Herausfordernde Rätsel
"Q.U.B.E." ist ein spannendes Rätselspiel mit kniffligen Aufgaben, die selbst erfahrene und ehrgeizige Spielerinnen und Spieler vor Herausforderungen stellen. Die Spieletester empfanden den Anspruch besonders der späteren Level als sehr komplex, wodurch gerade jüngere Spieler schnell den Spielspaß verlieren können. Die Tester, die Fans von kniffligen Rätselspielen sind, hatten daher allgemein mehr Spaß an "Q.U.B.E." Unabdingbare Voraussetzung für Spielspaß ist jedoch ein hohes Maß an Geduld. Die einzelnen Rätsel im Spiel dauern jedoch in der Regel nur einige Minuten, so dass man das Spiel nahezu jederzeit unterbrechen kann. Zwar mussten die Spieler das jeweilige Level dann von vorne beginnen, dies war jedoch kein größeres Hindernis, da es immer darum geht, eine bestimmtes Problem zu lösen. „Wenn man raus hat, wie es geht, ist es ganz leicht“ (Tester 15 Jahre).

Ego ohne Shooter
Im Gegensatz zu anderen Spielen aus der Ego-Perspektive enthält "Q.U.B.E." keinerlei digitale Gewaltdarstellungen und ist daher unbedenklich für Kinder jeden Alters. Aufgrund der Schwierigkeit der Rätsel kann das Spiel jedoch erst mit acht oder neun Jahren richtig verstanden und auch erfolgreich gespielt werden. Im späteren Verlauf ist zudem nicht nur das räumliche Vorstellungsvermögen gefragt, sondern auch die Geschicklichkeit. Die Steuerung ist hierbei sehr einfach gehalten. Die Tasten WASD werden zum Laufen verwendet, die Leertaste zum Springen und die Linke/Rechte Maustaste zum Ein-/Ausfahren bzw. Aktivieren der farbigen Blöcke. Die Bewegung ist recht flüssig und auch im Menü unter dem Punkt Optionen anpassbar. Doch selbst die Tester, die mit dem Umgang mit den Steuerelementen vertraut waren, erlebten bei den kniffligen Passagen frustrierende Momente. Allgemein erinnerte das Spiel die Tester hierbei an Portal (Beurteilung zu Portal), welches ebenfalls aus der Ego-Perspektive gespielt wird und in dem komplexe Rätselaufgaben gelöst werden müssen.

Minimalistische Inszenierung
Die äußere Darstellung wurde von den jugendlichen Testern als „sehr vereinfacht“ und „zweckmäßig beurteilt“. Auf aufwändige Texturen wurde größtenteils verzichtet, dafür sind die Lichteffekte jedoch sehr schön inszeniert. Auch die Soundkulisse wurde von den Spielern als „eintönig“ und „nicht sehr abwechslungsreich“ beschrieben. Da es kaum Hintergrundmusik gibt, fallen die Töne hier besonders auf. Diese hören sich sehr maschinell und futuristisch an, was zur kühlen und sterilen Atmosphäre passt. Die Tester empfanden die minimalistische Inszenierung jedoch keineswegs als Nachteil, sondern als stimmiges Stilmittel für die Atmosphäre.

Fazit:
Die Tester empfanden "Q.U.B.E." gleichsam als herausfordernd und unterhaltend. Vor allem das räumliche Vorstellungsvermögen der Spieler wurde hierbei stark gefordert. Obwohl die Rätsel teilweise „zu physikalisch“ waren, sind alle mit ein wenig Überlegung und Übung gut lösbar. Innerhalb der Gruppe halfen sich die Tester gegenseitig bei kniffligen Rätseln und waren gewillt, die Aufgaben gemeinsam zu lösen. Allerdings empfanden die Tester die Langzeitmotivation und vor allem den Wiederspielwert als eher gering, da das Spiel sehr kurz ist, sofern man die Rätsel zeitnah löst. Auch für Einzelspieler kann das Spiel viel Spaß, Begeisterung und Zeitvertreib bringen, vorausgesetzt der Spieler bringt das nötige Interesse und die Fähigkeit des räumlichen Denkens mit. Für sehr junge oder ungeduldige Spieler kann "Q.U.B.E." allerdings auch schnell zu Frustration und Demotivation führen.  

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Spieletester
Georgs-Gaming-Group
Bocholt
Bewertung Spielspass