Thomas Was Alone

Genre
Jump&Run
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Mike Bithell
Erscheinungsjahr
2012.11
Systeme
PC, Playstation 3, Mac
System im Test
Mac
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Playstation Network, Steam
Kurzbewertung
Minimalistischer Puzzle-Plattformer mit liebevoll gestalteten Charakteren
Gruppenleiter
Tobias Hübner
Georgs-Gaming-Group
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Die titelgebende Hauptfigur Thomas ist ein rotes Rechteck, das sehr einsam und allein ist. Nach und nach findet Thomas allerdings Freunde, mit denen er zusammen einige Abenteuer erlebt. In Jump&Run Manier muss der Spieler die verschiedenen Charaktere durch unterschiedliche Level manövrieren und einige knifflige Rätsel lösen. Hierbei müssen die verschiedenen geometrischen Spielfiguren zusammenarbeiten und ihre spezifischen Fähigkeiten nutzen, um sich gegenseitig zu helfen. Nur durch die Kombination der Fähigkeiten gelingt es das Ende der Level zu erreichen. Das Puzzlespiel "Thomas Was Alone" erzählt hierbei eine liebevolle Hintergrundgeschichte über Einsamkeit und Freundschaft und schafft es den verschiedenen Spielfiguren, trotz der minimalistischen grafischen Darstellung, einen eigenen Charakter zu verleihen. 

Pädagogische Beurteilung:
Minimalistische Darstellung
"Thomas Was Alone" ist ein 2D-Jump&Run mit äußerst reduzierter Grafik. Auf imposante Effekte, 3D-Darstellungen oder auf beeindruckend animierte Orte und Charaktere wurde komplett verzichtet, um das Hauptaugenmerk auf die spielerischen Elemente und die Hintergrundgeschichte zu legen. Durch das Weglassen aller überflüssigen Details gewinnt das Spiel hierbei eine fast schon künstlerische Aura, die durch schöne Lichteffekte noch verstärkt wird. Die Spieletester, die eher an moderne Spiele gewöhnt sind, mussten sich hierbei erst an die minimalistische Darstellung gewöhnen. Durch die einfache Steuerung konnten sie sich jedoch sehr schnell in die Spieldynamik einfühlen. "Thomas Was Alone" ist sehr einfach mit den Pfeiltasten zu steuern, während die Tester die Spielfiguren mit einer weiteren Taste wechseln konnten. „Einfacher geht es nicht“ (Tester 11 Jahre). Hierbei merkt man, dass der Entwickler viel Arbeit in die Präzision der Steuerung gesteckt hat. Die Spieler waren an keiner Stelle frustriert darüber, dass die Spielfiguren sich nicht so bewegten, wie sie es wollten.

Liebevoll gestaltete Charaktere
Neben den namensgebenden Thomas sind auch die anderen Spielfiguren geometrischen Formen mit unterschiedlichen Farben und spezifischen Charaktereigenschaften zugeordnet. So ist der gelbe John ein sehr großes Rechteck, das sehr hoch springen kann und sehr agil und sportlich ist. Während die schüchterne Claire ein großes blaues Quadrat ist, das über Wasser hüpfen kann. Die jugendlichen Spieletester hatten schnell ihre persönlichen Favoriten unter den verschiedenen Vierecken gefunden. Die liebevoll erzählte Hintergrundgeschichte sorgte ebenfalls schnell dafür, dass die vereinfachten Charaktere den Spielern ans Herz gewachsen waren.

Rührende Geschichte
Die liebevoll erzählte Hintergrundgeschichte befasst sich mit den Themen Freundschaft und Zusammenhalt. Sie wird von einem professionellen Sprecher mit sehr angenehmer Stimme in englischer Sprache erzählt. Man kann das Spiel jedoch auch spielen, ohne auch nur ein Wort dieser Hintergrundgeschichte zu verstehen, allerdings kann sich der Spieler in dem Fall nicht so intensiv in die Charaktere hinein fühlen. Die Soundeffekte beschränken sich auf das Nötigste, ein echtes Highlight für die Spieletester war jedoch die Chiptune-Musik, die einige wirklich tolle Kompositionen bietet und das Spielerlebnis entscheidend prägt.

Empfehlenswert aber schwer
Das Puzzlespiel "Thomas Was Alone" beinhaltet keinerlei Gewalt oder anstößige Inhalte, dafür weist das Spiel jedoch einige schwierige Geschicklichkeitspassagen und knifflige Rätsel auf. In diesen Rätseln mussten die Spieler die verschiedenen Charaktere gekonnt kombinieren, um Hindernisse zu überwinden. Aufgrund des knackigen Schwierigkeitsgrads ist es jedoch erst für Kinder ab ca. 8 Jahren empfehlenswert.

Fazit:
"Thomas Was Alone" ist ein Jump&Run mit wunderschöner Musik und minimaler Grafik, das für 3-4 Stunden tolle Unterhaltung bietet. Über den Spielspaß von gab es in unserer Testergruppe geteilte Meinungen, so fanden die einen das Spiel super, die anderen jedoch zu langweilig. Für Spieler die Spaß daran haben, nachzudenken und Rätsel ist das Spiel sehr interessant. Spieler, die einfach gestaltete Spiele, die nur wenige Knöpfe brauchen und eine wenig anspruchsvolle Grafik haben, eher wenig reizvoll finden, sollten sich nicht für diesen Titel entscheiden. Ansonsten bietet "Thomas Was Alone" eine liebevoll erzählte Hintergrundgeschichte mit unterschiedlichen Charakteren, die sich jedoch nur wenn man die englische Sprache versteht richtig entfalten kann.

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Spieletester
Georgs-Gaming-Group
Bocholt
Bewertung Spielspass