Phineas und Ferb - Quer durch die 2. Dimension

Genre
Jump&Run
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2011.09
Systeme
Playstation 3, Wii, Playstation Portable, Nintendo DS
System im Test
Wii
Kurzbewertung
Lustiger Ableger der beliebten Kinderserie - aufgrund des geringen Schwierigkeitsgrads eher für jüngere Kinder interessant
Gruppenleiter
Niko Boßmann
Ü12 Lise-Meitner-Gesamtschule
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Phineas und Ferb sind die Hauptdarsteller einer bei Kindern beliebten Zeichentrickserie. Phineas Flynn und sein Stiefbruder Ferb Fletcher leben in einer Stadt in den Vereinigten Staaten. Phineas ist sehr kreativ, ein verrückter und kluger Kopf, Ferb ist eher introvertiert und zurückhaltend, läuft aber in den entscheidenden Momenten zur Hochform auf. Gemeinsam erlebt das ungleiche Duo zahlreiche Abenteuer und tüftelt wahrhaft verrückte Maschinen und Pläne aus. Unterstützt werden die beiden hierbei von dem Schnabeltier Perry, dem Haustier der beiden Jungs, der undercover als Geheimagent arbeitet. Die Hilfe von Perry ist auch nötig, denn mit Dr. Doofenshmirtz haben sie ein wahnsinniges Genie als mächtigen Gegner, der Versucht, die Herrschaft in der Region an sich zu reißen.

Auch in „Phineas und Ferb - Quer durch die 2. Dimension" schmiedet Doofenshmirtz wieder boshafte Weltherrschaftspläne. Versehentlich gelangen Phineas, Ferb und die anderen Helden der Animationsserie in ein Paralleluniversum, in dem der Bösewicht eine Roboterarmee aufgestellt hat, um die Welt zu erobern. Spieler können in die Rolle von insgesamt 10 spielbaren Charakteren schlüpfen, um dem boshaften Treiben ein Ende zu setzen. Um wieder in die eigene Welt zurückkehren zu können, bereist man insgesamt 6 Paralleluniversen. Egal ob in einer von Gelatine überzogenen Stadt oder in Doofenshmirtz Roboterfabrik, die Welten sind fantasievoll gestaltet und bieten viele Abwechslungen. Neben den klassischen Jump&Run-Elementen Laufen und Springen muss geflogen, gerutscht, gekämpft, gefahren und gebaut werden, um im Spiel voranzukommen. Besonders die Endgegner bieten eine durchaus humorvolle Abwechslung. Unterwegs werden die Helden immer wieder vor knifflige Herausforderungen gestellt, die teilweise das Entwerfen von neuen und abenteuerlichen Maschinen erfordern. So erfinden oder verbessern die Spieler im Verlauf Gerätschaften wie den Baseballwerfer, den Antigravitationsstrahl oder auch den Ninja-Handschuh.

Pädagogische Beurteilung:
Koop-Modus als zentrales Element des Spiels

Phineas und Ferb sind die beiden namensgebenden Helden des Videospiels. Daher bietet es sich geradezu an, auch im Spielgeschehen beide Charaktere gleichzeitig ins Rennen zu schicken. Auch wenn Spieler die freie Wahl haben, welche Figuren gespielt werden sollen, dürfen immer zwei von ihnen ausgewählt werden. Dies bietet die tolle Möglichkeit, mit einer Freundin oder einem Freund gegen den bösen Dr. Doofenshmirtz anzukämpfen. Dieser Aspekt kristallisierte sich auch im Test in der Spieletester AG als interessantestes Merkmal heraus. Die Möglichkeit, ihre Handlungen am Bildschirm koordinieren zu können, bereitete den jungen Spieletestern sichtlich Freude. Schnell merkten die Kinder, dass sie zusammenarbeiten müssen und die Hindernisse meist nicht alleine überwinden können. Grundsätzlich wird hiermit also auch eine sinnvolle Botschaft vermittelt. Natürlich gibt es aber auch die Möglichkeit, sich ohne einen menschlichen Mitstreiter ins Abenteuer zu stürzen. In diesem Fall übernimmt die Konsole die Steuerung des zweiten Spielcharakters. Dies funktioniert ordentlich, auch wenn die künstliche Intelligenz ein eher schwacher Ersatz für einen echten Mitspieler ist: teilweise wirkt der nicht gesteuerte Charakter etwas planlos und trifft überraschende Entscheidungen. Das Gleiche kann auch über die Gegner gesagt werden, die ja auch von der Konsole gesteuert werden. Hinsichtlich der Computerintelligenz hat das Spiel also durchaus Potenzial nach oben.

Videospiel basiert auf dem Animationsfilm vom Disney Channel
Da das Spiel auf einem Film basiert, sind Querverweise fast schon ein Muss. In der Spieletester AG kannte allerdings nur ein Kind die Vorlage und konnte daher an manchen Stellen mit Anmerkungen weiterhelfen. Grundsätzlich ist es aber ohne die Kenntnis des Films möglich, dem Spielinhalt zu folgen. Spieler, die weder den Film noch die Serie kennen, werden auch einige witzige Situationen nicht verstehen und dem eigenen Charme teilweise nicht folgen können. Dies ist aber natürlich individuell sehr verschieden.

Für die meisten SpielerInnen eher ein kurzweiliger Spielspaß
Die Spieldauer von „Phineas und Ferb - Quer durch die 2. Dimension" ist eher überschaubar. Lustige Minispiele verlängern die Spieldauer zwar, sorgen aber auch nur bedingt für Lanzeitmotivation. Diese dürfte am ehesten noch bei Spieler auftreten, die sich sehr mit den Figuren identifizieren können und auch sonst Anhänger der Animationsserie sind. Phineas und Ferb sind beides Charaktere, in die sich Kinder gut hineinversetzen können: als Heranwachsende sind sie mit allen möglichen Problemen und Herausforderungen konfrontiert, die Kinder haben können und bewältigen sie mit Selbstbewusstsein und einer gehörigen Portion Humor.

Fazit:
„Phineas und Ferb - Quer durch die 2. Dimension" ist ein Spiel, das als Zielgruppe eindeutig jüngere Kinder und Fans der Animationsserie anspricht. Eine lustige, abenteuerliche Geschichte wird untermalt durch kurzweilige Aufgaben, die besonders gut mit einer Mitspielerin oder einem Mitspieler gespielt werden können. Das Spiel war deshalb für jüngere Serienkenner interessant, weil der Schwierigkeitsgrad vergleichbar niedrig ist. Allerdings ist die Spieldauer eher kurz, weshalb das Spiel bei einigen Spielern, die nicht in die Welt eintauchen konnten, bald im Regal verschwinden könnte.

Beurteilung der Spieletester zuklappen
Spieletester
Ü12 Porz
Köln
Bewertung Spielspass