nickelodeon Teenage Mutant Ninja Turtles

Genre
Beat 'em Up
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Activision Blizzard
Erscheinungsjahr
2013.10
Systeme
Xbox 360, Wii, Nintendo 3DS
System im Test
Xbox 360
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Relativ eintöniges Mehrspieler-Prügelspiel zur Fernsehserie
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Ninja Turtles Fans
Sprache
Grafik
Sound
wurde teilweise als nervig empfunden

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Die bekannten Charaktere der Teenage Mutant Ninja Turles
Mehrspielermodus
bis zu 4 Spieler möglich!
Spielforderungen
Zusatzkosten
Problematische Aspekte
fehlerhafte KI und zu leichte Gegner
Gruppenleiter
Niko Boßmann
Ü12 Lise-Meitner-Gesamtschule
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Die Straßen von New York brauchen wieder einmal Helden. Seit Jahrzehnten kämpfen die grünen, menschenähnlichen Ninja-Schildkröten - die Teenage Mutant Ninja Turtles - mit Anführer Leonardo, dem erfindungsreichen Donatello, dem leicht cholerischen Raphael und dem clownesken Michelangelo für die Sicherheit in der Großstadt am Hudson River. Angeleitet wird die ungewöhnliche Truppe von ihrem Meister Splinter, einer menschenähnlichen Ratte. Nicht nur im Fernsehen und in Comics konnten die Fans das ungleiche Team verfolgen, es gibt neben einigen Kinofilmen mittlerweile auch eine stolze Anzahl an Videospielen, die einige Abenteuer der Schildkröten erzählen (Beurteilung zu TMNT).
Ein Ableger im Videospielformat ist das vom Rechteinhaber nickelodeon herausgegebene "Teenage Mutant Ninja Turtles". Der Bösewicht Shredder, der Erzfeind von Splinter, dem Meister und Trainer der Ninja Turtles, ist aufgetaucht und bedroht wieder einmal die Sicherheit und das Gute in New York. Aber als ob die Bedrohung durch den Bösewicht nicht schon groß genug wäre, hat dieser natürlich auch noch Verstärkung mitgebracht: eine eigene Armee aus Ninjas und einige andere aus der Comicwelt der Ninja Turtles bekannte Unholde. Selbstverständlich stellen sich die vier grünen Kämpfer der Herausforderung und nehmen den Kampf gegen Shredder und seine Ninja-Schergen auf. Der Spieler schlüpft in die Rolle von einem der vier Schildkröten. In insgesamt fünfzehn Levels prügelt man sich durch bereits aus der Fernsehserie von nickelodeon bekannte Schauplätze, wie zum Beispiel das Hauptquartier der grünen Helden in der Kanalisation.

Pädagogische Beurteilung:
Spielspaß für bis zu vier Spielern gleichzeitig
Videospiele führen zum Teil immer noch ein gesellschaftliches Schattendasein. Eines der am meist verbreiteten Vorurteile ist die soziale Vereinsamung der Spieler, die tagelang nicht das Haus verlassen und sich auch sonst ungern unter andere Menschen begeben. Dabei ist meist das Gegenteil der Fall. Viele Spiele verfügen mit ihren Mehrspieler-Modi über eine soziale Komponente, die die Spieler und Freunde zusammenbringt. Auch "Teenage Mutant Ninja Turtles" bietet die Möglichkeit, mit mehreren Spielerinnen und Spielern an einer Konsole anzutreten. Bis zu vier Personen - entsprechend der Anzahl der Schildkröten - können in die Haut von Leonardo, Donatello, Raphael oder Michelangelo schlüpfen und das Abenteuer erleben. In der Spieletester AG ergab sich so ein sehr belebtes Spielerlebnis, von dem sich die Tester und Testerinnen einig waren, dass es zu viert am meisten Spaß gemacht hat: „Alleine würde ich das Spiel nicht spielen. Aber mit vier Spielern kann mit sich absprechen und mit Freunden macht es viel Spaß zu spielen.“ (Spieletester, 12 Jahre).

Einfache Steuerung, die mit Hinweisen auf dem Bildschirm ergänzt wird
Die Steuerung von "Teenage Mutant Ninja Turtles" ist für Anfänger durchaus geeignet. Sie ist schnell zu erlernen und wird durch explizite Hinweise während dem Spielgeschehen unterstützt. Der Fokus liegt eindeutig nicht auf komplizierteren Tastenkombinationen, was einerseits gut ist, da so ein schneller Einstieg ins Spiel gelingt. Andererseits fehlen durch den geringen Schwierigkeitsgrad belebende Momente, die Spieler auch nach einiger Zeit noch ermutigen würden, sich mit dem Spiel auseinanderzusetzen.

Langweilige Gegner, fehlerhafte künstliche Intelligenz
Sind aber mal nicht gleich drei Freunde anwesend, die die restlichen Spielcharaktere steuern könnten, werden diese durch eine künstliche Intelligenz geführt. Die Konsole übernimmt also die Steuerung der Charaktere, für die keine menschlichen Spieler vorhanden sind. Dies funktioniert von Spiel zu Spiel mal gut, mal weniger gut. "Teenage Mutant Ninja Turtles" reiht sich leider bei Letzteren ein. Eine wirkliche Hilfe stellen die computergesteuerten Schildkröten nämlich nicht dar. Im Vergleich zu menschlichen Mitspielern sind diese bedeutend schwächer. Mitunter agieren sie auch komisch oder halten sich gänzlich aus dem Geschehen heraus, so dass der Spaßfaktor darunter leidet. Auch die Gegner werden von der Konsole gesteuert. Die Vielzahl der Gegner verdient den Namen eigentlich nicht. Die Abläufe in den einzelnen Kampfsequenzen sind sehr linear, nur selten passiert etwas Außergewöhnliches.

Soundtrack entnervt die Spieletester aus der Spieletester AG
Musik, Geräusche, sprechende Charaktere und andere hörbare Elemente sind neben den visuell wahrnehmbaren Ereignissen auf dem Bildschirm das zentrale Moment, um eine Spielatmosphäre zu erzeugen. Daher ist der Soundtrack sehr zentral für Videospiele, auch wenn man beim Spielen vielleicht nicht unbedingt den Fokus hierauf legt. Eine gute Musikuntermalung fällt als solche gar nicht großartig auf, sondern untermauert vielmehr das Spielgeschehen und sorgt für ein gelungenes Spielerlebnis. Der Soundtrack und die Geräuschkulisse bei "Teenage Mutant Ninja Turtles" fallen auf, allerdings nicht im positiven Sinne. Vielmehr erinnern sie an Spiele aus „längst vergessener Zeit“. „Mir geht die Musik ganz schön auf die Nerven“, war der Kommentar eines Spieletesters aus der AG (12 Jahre).

Grafik ist nicht zeitgemäß
Der Ton des Spiels ist eher nervig, die Grafik macht es aber nur bedingt besser. Positiv formuliert kann man sagen, dass die Grafik versucht, die Zeichentrickserie möglichst authentisch darzustellen. Allerdings muss man auch ganz klar festhalten, dass Spiele im Jahr 2013 einem deutlich höheren grafischen Standard gerecht werden können. Daher ist die recht schwache Grafik ein Minuspunkt, für den hartgesottene Fans der Serie ein Auge zudrücken müssen.

Fazit:
"nickelodeon Teenage Mutant Ninja Turtles" ist ein weiteres Spiel um die beliebten Schildkröten. Leider konnte das Spiel die Spieletester aus der AG aber nicht wirklich überzeugen. Die grafische Umsetzung ist nicht zeitgemäß und der Soundtrack geht auf Dauer ziemlich auf die Nerven. Auch der Spielmodus überzeugt nicht vollauf. Als Einzelspieler muss man mit computergesteuerten Mitspielern vorlieb nehmen, die menschliche Mitspieler nicht ersetzen können. Bei dem Mehrspielermodus für vier Spieler sehen die Spieletester aus der AG aber deutlich mehr Potential als beim Einzelspielermodus. Die pädagogische Altersempfehlung liegt bei „8 Jahren“.

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Spieletester
Ü12 Porz
Köln
Bewertung Spielspass