Donkey Kong Country Tropical Freeze

Genre
Jump&Run
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2014.02
Systeme
Wii U
System im Test
Wii U
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Donkey Kongs erstes Abenteuer auf der Wii U – diesmal mit Verstärkung
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
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Spielbeschreibung:
Erneut muss es Donkey Kong mit fiesen Gesellen aufnehmen, um seine tropische Heimat zu schützen. Dieses Mal haben so genannte Viehkinger – als Wikinger verkleidete Tiere – das Tropenparadies in eine Eislandschaft verwandelt und Donkey und seine Freunde im wahrsten Sinne des Wortes von der Insel geschmissen. Nun gilt es zur Heimatinsel zurückzukehren, alle Inseln auf dem Weg zu erforschen und die fiesen Viehkinger ein für alle Mal zu vertreiben. Anders als im Vorgänger (Beurteilung zu Donkey Kong Country Returns) stehen Donkey neben Diddy Kong dieses Mal auch Dixie und Cranky Kong zur Seite. Jeder der Affen hat hierbei spezifische Eigenschaften, die gekonnt genutzt werden müssen, um die verschiedenen Level zu meistern.

Pädagogische Beurteilung:
Wenig Neues
Auch wenn die audiovisuelle Darstellung auf der Wii U wirklich sehr gut in Szene gesetzt ist und die Affentruppe sowie die Insellandschaften in sehr schöner Grafik erstrahlen, fiel den Testern direkt auf, dass ihnen eher wenig auffiel: „Haben wir das nicht schon getestet?“ (Tester 11 Jahre). Tatsächlich war für alle Tester kein wirklich gravierender Unterschied zu dem zuvor getesteten Vorgänger ersichtlich. „Die Grafik sieht schon ein wenig besser aus, aber sonst wirkt alles gleich“ (Tester 12 Jahre). Auch die Tatsache, dass es dieses Mal keine wild gewordenen Tiki-Musikinstrumente sondern als Wikinger verkleidete Tiere waren, die sich den Affen in den Weg stellten, konnte den ersten Eindruck nur wenig mindern.

Bunte Inselvielfalt
Wie auch die Vorgänger stellen die verschiedenen Inseln unterschiedliche Welten mit spezifischer Thematik dar. So gibt es beispielsweise eine Dschungelinsel, eine Waldinsel oder eine Savanneninsel und auch auf Unterwasser- und Eis-Level braucht der Spieler nicht zu verzichten. Die Level sind hierbei angereichert mit Kong-typischen Elementen wie Fässer-Schießen, Loren-Fahrten, geheimen Bonusräumen und allerhand Bananen, KONG Buchstaben und versteckten Puzzleteilen.

Hüpfen, Rollen, Schweben, Springen
Eine der größten Neuerung in "Donkey Kong Country: Tropical Freeze" ist die Tatsache, dass dieses Mal auch Dixie und Cranky Kong zum Einsatz kommen. Während Donkey und Diddy weiterhin über ihre bekannten Manöver wie Rollen oder Fliegen per Jetpack verfügen, steht die affige Verstärkung mit neuen Aktionen hilfreich zur Seite. Dixie kann mit ihrem Pferdeschwanz über Abgründe gleiten und so präziser landen und Cranky hat die Möglichkeit mit seinem Stock über stachelige Hindernisse zu hüpfen. Zwar steuert der Spieler hauptsächlich Donkey Kong, dieser kann die Kollegen allerdings Huckepack nehmen und von deren Spezialfähigkeiten profitieren. Schnell hatten die Tester so ihre Favoriten gefunden: „Mit Dixie kann man am besten steuern“ (Tester 12 Jahre). „Aber Cranky ist viel witziger“ (Tester 11 Jahre). Im Zwei-Spieler-Modus ist der erste Spieler allerdings immer gezwungen Donkey Kong zu steuern – sehr zum Unmut der Spielertester. 

Prozentjäger haben’s schwer
Schnell kristallisierten sich auch die unterschiedlichen Spielertypen heraus. Während einige der Tester lieber schnell vorankommen wollten, wollten andere Tester lieber bereits besuchte Level erneut erkunden, um alle versteckten Objekte und Bonusräume zu entdecken. Allerdings hatten es unsere Prozentjäger durchaus schwer. Bereits das eigentliche Level zu schaffen kostete die meisten Spieler Zeit und Nerven, da das Spiel „wirklich sehr schwer“ (Tester 11 Jahre) ist. Die versteckten Geheimnisse stellten eine zusätzliche Herausforderung dar und die meisten Spieler waren froh, sobald sie ein Level „wenigstens“ geschafft hatten. Zwar ist zu zweit meist alles leichter, allerdings gab es auch hier wieder das bekannte Problem, dass ein Spieler meist Leben verlor, da der andere Spieler zu schnell voran lief oder der schnellere Spieler immer auf den anderen warten musste – was bei einem dynamischen Spiel wie der Donkey Kong Country Reihe das Spiel meist noch schwerer macht. Zu zweit brauchten die Tester selbst für die ersten Level bereits dutzende Anläufe.

Fazit:
Auch auf der Wii U macht Donkey Kong eine gute Figur. Grafik und Sound passen sehr gut zur Grundstimmung. Allerdings empfehlen wir das Spiel aufgrund des recht hohen Schwierigkeitsgrades erst Kindern ab 8 Jahren und selbst dann sollte es schwer sein, alle Geheimnisse aufzudecken. Auch wenn Mehrspielermodi  in unserer Testergruppe meist sehr beliebt sind, konnte der Zwei-Spieler-Modus bei "Donkey Kong Country: Tropical Freeze" nicht wirklich punkten. Zu Zeiten des Super Nintendo in den 90er Jahren spielten die Spieler die damaligen Donkey Kong Country Spiele zwar ebenfalls zusammen, allerdings war ein Spieler immer erst an der Reihe, sobald der andere getroffen wurde. Dies forderte den Teamgeist und die Möglichkeit dem anderen Spieler zuzuschauen und ihn anzufeuern. In den modernen Jump&Run-Spielen von Nintendo wirkt der Mehrspielermodus meist wie ein Wettlauf gegeneinander. Viele Tester sabotierten sich hierbei absichtlich gegenseitig, während andere genervt waren, da sie das Level schaffen wollten.

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass