Dustforce - Collector‘s Edition

Genre
Jump&Run
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Hitbox Team
Erscheinungsjahr
2012.11
Systeme
PC, Mac
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Motivierendes jedoch schwieriges Jump&Run
Gruppenleiter
Dirk Poerschke
Game On/Two Kinderhilfezentrum Düsseldorf
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
In "Dustforce" spielt man eine Reinigungstruppe, die springend und hüpfend unterschiedliche Level von Schmutz befreien soll. Mit Besen, Mopp, Wedel und Staubsauger bewaffnet geht es gegen Staub, Blätter und Müll in den Kampf. Mit jedem gereinigten 2D-Level bekommt der Spieler Schlüssel zum nächsten und in der Regel auch schwereren Auftrag. Die Geschichte der Reinigungstruppe wird hierbei nicht erzählt. Es geht lediglich um gesammelte Punkte und um den Schlüssel zum nächsten Level. Mehrere Auszeichnungen für das Spiel und durchweg positive Kritiken in der Fachpresse lassen einiges hinter dem eher schmalen Spielansatz vermuten.

Pädagogische Beurteilung:
So kurz, so schwierig
Dass mit einer Großreinigung auch immer Schwierigkeiten verbunden sind, hatten unsere Tester schnell raus. Zuerst einmal sollte man für einen Putzauftrag schließlich wirklich motiviert sein. Die Tester schauten erst skeptisch auf den Titel, vor allem, weil die ersten Level leicht zugänglich waren und an Casual Games erinnern, von denen meine Tester auf dem Smartphone schon genügend zur Verfügung haben. Schnell stieg der Schwierigkeitsgrad allerdings an, zumal weitere Level erst nach einer 100%igen Reinigung freigeschaltet werden. Zwischen den vier Charakteren der Putzkolonne, die alle eine unterschiedliche Arbeitsweise haben, konnten die Tester ihre bevorzugte Spielfigur wählen. Der Rentner geht mit einem Laubgebläse, die Jüngste der Charaktere mit einem Staubwedel und die beiden anderen mit dem Besen oder Mopp an die Arbeit. Erschwerend hinzu kommen viele kleine Dornen und Stacheln, die in dem verschachtelten Leveln platziert sind und bei einem Kontakt sofort das Spiel unterbrechen. Außerdem erschweren Sprungeinlagen, bei denen man sehr exakt arbeiten muss und natürlich Gegner den Erfolg des Putzauftrags. In Blätter gehüllte Tiere greifen die eigene Spielfigur an und müssen befreit werden. Kurzerhand bekommen die Störenfriede einen Schlag mit dem Putzgerät, der zudem noch die eigene Sprungfähigkeit kurz erweitert. Die Level-Maps sind schön designt und anspruchsvoll, zum Glück aber nicht so lang. Zusätzlich gibt es in den verschiedenen Leveln Besonderheiten, so wurden wir in der Bibliothek beispielsweise von fliegenden Büchern angegriffen. Die Tester hatten ständig das Gefühl, mit dem nächsten Durchgang doch die angestrebten 100% zu schaffen. 100% bedeuten, dass aller Müll beseitigt sein und der Level ohne einen Stopp durchlaufen werden muss. Die Tester schwankten zwischen „Mist“, „Mist“, „Mist“ und „Hurra“ daher ständig hin und her.

Entspannungsmusik wirkt
Bei diesen vielen Frustrationsmomenten und dem letztendlich hart erkämpften Erfolgen wird "Dustforce" von einer gut gemachten elektronischen Ambientmusik des Musikers Lifeformed gerahmt. Zwischen der Differenz von Anspannung und der beruhigenden, abwechslungsreichen Musik hatten auch meine Tester ihren Frust schnell im Griff. Fast idyllisch schwangen sie in Parks, Gewölben, futuristischen Laboren und Schlössern ihren Besen. Bei der kleinsten Unterbrechung startet man den Level halt neu, zumal in weiteren Durchläufen die Umgebung und die Probleme glücklicherweise die gleichen bleiben und daher schwierige Passagen gekonnter absolviert werden können.

Vernetzung für mehr Abwechslung
Im Lauf der 50 Level wiederholt sich dann nach einer Weile doch einiges. Irgendwie hatten die Tester nach vielen Leveln das Gefühl, diese Passage schon einmal gespielt zu haben. Keine Sorge: das Spiel wird dadurch allerdings nicht im Geringsten leichter.
Als zusätzliches Feature hat das Hitbox-Team noch einen Mehrspielermodus für die Konsolenspieler eingebaut. Bis zu vier Spieler können online oder im lokalen Internet gegeneinander und miteinander kämpfen.
Es gibt einen zusätzlichen Map-Editor, mit dem man eigene Level bauen kann und diese dann für andere Spieler zum Download anbieten und von ihnen bewerten lassen kann. Die Webseite vom Hitbox-Team informiert sehr ausführlich über das Spiel. Die Macher nutzen Twitter, Facebook und Co. vorbildlich für einen Austausch mit den Spielern. "Dustforce" ist doch mehr, als meine Tester am Anfang vermuteten.

Fazit:
Die Motivation hinter dem Spiel "Dustforce" liegt nicht nur in der Herausforderung, die Level zu schaffen, sondern diese perfekt zu lösen. Eingerahmt von einem ansprechenden Design und dem angenehmen Soundtrack, ist das Spiel durchweg motivierend. Die Kämpfe kommen ohne verstörende Gewalt aus und die Möglichkeiten, sich als eigener Spiele-Entwickler zu betätigen, machen "Dustforce" zu einem gelungenen Independent-Titel. Hier funktioniert Saubermachen und dabei Spielen.

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Spieletester
Game On/Two Kinderhilfezentrum Düsseldorf
Düsseldorf
Bewertung Spielspass