Die Legende der Wächter

Genre
Action-Adventure
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Warner Interactive
Erscheinungsjahr
2010.10
Systeme
Playstation 3, Xbox 360, Wii, Nintendo DS
System im Test
Playstation 3
Kurzbewertung
Flug-Abenteuer nach dem gleichnamigen Kinofilm
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
"Die Legende der Wächter" ist die Spielumsetzung des gleichnamigen Animationsfilms. In einem fiktiven Eulenkönigreich verkörpern die Wächter als Verteidiger des Guten die geheime Armee, welche gegen die Mächte des bösen kämpft. Man steuert im Spiel eine junge Eule und muss unterschiedliche Missionen abschließen. Nach und nach entwickelt sich so die Geschichte weiter, indem man durch verschiedene Welten fliegt, Kameraden befreit, seine Heimat verteidigt oder feindliche Lager angreift. Auffällig ist hierbei, dass sich das komplette Spiel in der Luft abspielt. So muss man alle Aufgaben wie Kämpfe austragen, Verbündete retten oder feindlichen Eulen unauffällig folgen fliegend absolvieren.

Pädagogische Beurteilung:
Erster Sprung/Flug in die kalte Nachtluft
Der Einstieg fiel allen Testern leicht. Zu Beginn darf man sich eine Eule aussuchen, wobei jede andere Grundfähigkeiten besitzt. Während der Bartkauz besonders stark im Kampf, im Flug jedoch eher langsam ist, hat der Fleckenkauz eine zügige Geschwindigkeit aber niedrige Angriffskraft. Nach einigen Diskussionen wurde sich für den Uhu entschieden: „Der ist bei allen Fähigkeiten ganz gut" (Tester 10 Jahre). Sobald der Einführungsfilm beendet ist, findet sich der Spieler mit seiner Eule direkt im Geschehen wieder. Man fliegt mit Anderen durch die Nacht und muss den großen Baum, die Heimat der Wächter-Eulen, verteidigen. Nach und nach wird einem in dieser ersten Mission die Steuerung beigebracht. Die Tester konnten so Schritt für Schritt üben und die neuen Fähigkeiten immer wieder trainieren. Neben der Flug-Steuerung lernt man Dinge zu greifen und zu werfen. Doch ganz so einfach war dies nicht, wie die Tester schnell bemerkten.

Gekonnt Fliegen ist schwieriger als es aussieht
Zu Beginn hatten die Kinder deutliche Schwierigkeiten mit der Steuerung. Die meiste Zeit landeten sie im Wasser und konnten Ziele nicht richtig ansteuern. Anders als die Tester es aus anderen Flugspielen kannten, flog die Eule nach unten, wenn der Joystick nach unten bewegt wurde. „Das ist doch normalerweise andersrum, da muss man sich erstmal dran gewöhnen" (Tester 11 Jahre). Die voreingestellte Grundsteuerung der Querachse lässt sich jedoch im Menü umstellen. Nach den ersten Schwierigkeiten hatten die Tester dann auch keine Probleme mehr. Nur beim Abwechseln fiel auf, dass der aktive Spieler immer einige Zeit brauchte, um sich wieder mit der Flugsteuerung vertraut zu machen. Doch wer die Steuerung beherrschte, hatte keinerlei Schwierigkeiten, bei Kämpfen oder Verfolgungsflügen die Oberhand zu behalten. Allgemein ist der Schwierigkeitsgrad nie wirklich überfordernd.

Nicht ganz so wie der Film
Auffallend bei der Geschichte war, dass diese eher wenig mit der Filmhandlung zu tun hat. Die Welt und das Umfeld sind gleich, jedoch sind die Aufgaben und Ziele der Missionen andere als die Bekannten. Nach und nach bereisten die Tester verschiedene Orte in der Fantasy-Welt, wie eine große Wüste oder eine karge Eiswelt. Es gibt allerdings noch die Möglichkeit, zu bereits besuchten Orten zurückzukehren und dort Zusatzmissionen zu meistern. Je nachdem wie schnell man eine Aufgabe löst oder wie viele Punkte man bekommt, winken Medaillen als Belohnung. Auch wenn die Grundstory bereits durchgespielt ist, kann man so immer noch neue Herausforderungen auswählen. Allerdings war dies bei den Testern nicht sonderlich beliebt, da „sich die Missionen alle immer wieder wiederholen" (Tester 11 Jahre).

Aufleveln
Nach und nach erlernt man in "Die Legende der Wächter" neue Fähigkeiten mit seiner Eule, welche man durch bestimmte Tastenkombinationen im Kampf verwenden kann. Die stärkeren Angriffe verbrauchen Fähigkeitsenergie, welche man jedoch ständig durch rasante Sturzflüge wieder auffüllen kann. Die Gegner in Form von feindlichen Eulen, Raben oder Fledermäusen lassen sich stets anvisieren und per Knopfdruck konnten die Tester ausweichen oder angreifen. Es gibt auch die Möglichkeit seine mitfliegenden Kameraden auf die Gegner anzusetzen. Hierdurch entstand bei Kämpfen oft ein lautes Durcheinandergerufe, was denn gerade die beste Strategie sei.
Doch auch wenn ein Kampf mal zu kräftezehrend war, hatten die Tester noch immer die Möglichkeit sich neue Rüstungsgegenstände im Menü zu kaufen. Als Währung fungieren goldene Münzen, welche man in den Leveln oder nach Kämpfen einsammeln kann. Neue Ausrüstungen machen die Eule schneller oder widerstandsfähiger gegenüber feindlichen Angriffen. Dadurch kann man die Nachteile, welche die Eulengattungen haben durch das Anlegen entsprechender Rüstung ausgleichen oder Stärken noch verbessern.

Fazit:
"Die Legende der Wächter" hat den Testern nach einigen Anfangsschwierigkeiten Spaß gemacht. Vor allem die Kämpfe und die rasanten Flüge waren laut der Tester am spektakulärsten und erforderten Geschick und Reaktionsschnelligkeit. Besonders an den rasanten Sturzflüge hatten die Spieler aufgrund der schönen Ebenen und der guten Grafik viel Freude. Allerdings bemängelten sie nach einiger Zeit, dass sich die Aufgaben doch stark ähneln und auch öfters wiederholen: „Das ist ja immer das Gleiche" (Tester 10 Jahre). Ein Mehrspielmodus hätte den Langzeitspaß noch erheblich steigern können.

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass