Rayman Legends

Genre
Jump&Run
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Ubisoft
Erscheinungsjahr
2013.08
Systeme
PC, Playstation 3, Playstation 4, Xbox 360, Xbox One, Wii U, Playstation Vita
System im Test
Playstation 3
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Kindgerechtes Jump&Run, mit gelungener Mischung aus Handlung & Musikunntermalung
Gruppenleiter
Niko Boßmann
Ü12 Lise-Meitner-Gesamtschule
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Die Anfänge der Videospiele liegen bereits vor etwa 60 Jahren, als insbesondere an Universität erste Spiele entwickelt wurden. Aus anfänglichen, kleinen Projekten entwickelte sich im Laufe der nächsten Jahrzehnte aber eines der einflussreichsten Unterhaltsmedien des noch jungen 21. Jahrhunderts. Zwar erreichen die meisten Filmstudios einen höheren Jahresumsatz als Videospielhersteller, aber auch deren Wirtschaftsstärke kann sich mittlerweile sehen lassen. Der Marktführer im Bereich der Computer- und Videospiele beispielsweise, Activision Blizzard, konnte für 2012 einen Jahresbericht mit stolzen 3,56 Milliarden Euro Umsatz vorweisen. Mit etwas mehr als 1 Milliarde Euro ist die Spieleschmiede von Ubisoft Entertainment auch eines der Schwergewichte der Branche. Ubisoft hat sogar ein eigenes Maskottchen namens Rayman. Rayman ist eine menschenähnliche Comicfigur, die zwar Hände und Füße, aber keine Arme und Beine hat. Bereits 1995 erlebte dieses lustige Wesen seine ersten Abenteuer auf dem Atari, einer Spielekonsole.

Im Laufe der Jahre musste sich der Titelheld zahlreichen weiteren Abenteuern stellen, insbesondere in verschiedenen Jump-'n'-Run-Spielen. 2013 ist der jüngste Titel „Rayman Legends" herausgekommen. Der Spieler findet sich wieder hundert Jahre nach dem Vorgängertitel „Rayman Origins". Rayman und seine Freunde haben ein ausgedehntes Nickerchen gemacht und es so ermöglicht, dass das Böse wieder erstarken konnte und zahlreiche sogenannte Kleinlinge entführt wurden, die Rayman nun selbstverständlich wieder befreien muss. In verschiedenen Levels, die im Menü von Gemälden repräsentiert werden. In diese Gemälde wird der Spieler dann wortwörtlich hineingesaugt. Gespielt werden kann sowohl Rayman als auch einer seiner Freunde, zum Beispiel das blaue, froschähnliche Wesen Globox. In den verschiedenen Levels haben wir es mit typischer Jump'n'Run-Action zu tun: viel laufen, springen und Gegner besiegen.

Pädagogische Beurteilung:
Einer der beliebtesten Jump-'n'-Run-Charaktere überhaupt
Rayman ist wie bereits beschrieben schon ein alter Hase im Geschäft. Neben Sonic, dem blauen Igel und Super Mario, dem sympathischen Klempner, ist er sicherlich der bekannteste Vertreter der Jump'n'Run-Zunft. Rayman ist daher den meisten Kindern bereits ein Begriff. Die Tester der Spieletester AG beispielsweise kannten die Spielfigur allesamt. Mit der Spielfigur verbunden sind daher auch klare Vorstellungen an das Spiel. Rayman verspricht Abenteuer, Spaß und eine ganze Menge Fantasie. Dementsprechend leicht fiel es den Testern in der Spieletester AG, sich mit der Comicfigur zu identifizieren und mitzufiebern.

Musiklevel als absolutes Highlight
Das Spiel an sich ist ansprechend gemacht und stellt eine würdige Fortsetzung der beliebten Reihe dar. Dies liegt insbesondere auch daran, dass die Mischung aus guter Grafik mit toller Musik eine sehr verspielte Atmosphäre bietet. Allerdings macht das Spiel aus dieser Verbindung sogar noch mehr, was bei den Kindern in der AG für große Begeisterung sorgte: es gibt einige Level, in denen die Musik nicht nur gut zum Geschehen passt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes den Takt angibt. Zu abgewandelten Melodien von bekannten Liedern á la „Eye of the Tiger" hüpft Rayman durch die Level, wobei der Rhythmus der Musik den Rhythmus der Aktionen auf dem Bildschirm synchronisiert. Dieser Aspekt ist sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal und bereitete den musikbegeisterten Kindern wirklich Freude.

Verspielte, schön animierte Grafik
Die Grafik ist sehr liebevoll und mit Auge fürs Detail umgesetzt worden. Sie bietet viele Facetten in unterschiedlichen Umgebungen und passt zum Spielkonzept. Den Designern ist es nach Meinung der Tester gelungen, eine Mischung zwischen fantasiereicher Darstellung und einem übersichtlichen Bildschirm zu finden, so dass Rayman Legends nicht überzeichnet wirkt. Auch jüngere Spielerinnen und Spieler dürften nach kurzer Eingewöhnungszeit kaum Probleme haben, die wesentlichen Aspekte auf dem Bildschirm zu erkennen und zu fokussieren.

Schnelligkeit an manchen Stellen kann jüngere Spieler überfordern
Grundsätzlich ist die Steuerung des Spiels auch für jüngere Kinder geeignet. Die Figuren reagieren präzise und ohne große Verzögerung, die Tastenbelegung ist auch nicht kompliziert. Allerdings gibt es einige Stellen, an denen sich die Geschwindigkeit deutlich erhöht und somit auch ein schnelleres Handeln unerlässlich ist. Muss dann auch noch präzise gesteuert werden, weil Rayman ansonsten beispielsweise von einer Feuerwalze überrollt wird, kann dies jüngere Spielerinnen und Spieler, die vielleicht auch noch nicht so viel oder keine Erfahrung mit Videospielen haben, schnell überfordern. Von diesem Aspekt abgesehen ist das Spiel aber vom Schwierigkeitsgrad grundsätzlich auch für Einsteiger interessant. Dies liegt auch daran, dass im Spielverlauf zahlreiche Checkpoints passiert werden, an denen der Spielstand gespeichert wird. Verliert die Figur danach alle seine Leben, wird er lediglich einige wenige Sekunden zurückversetzt und kann einen erneuten Anlauf starten. Dies erlaubt auch spontane Unterbrechungen.

Fazit:
Dies ist eine würdige Fortsetzung der beliebten Videospielreihe. Die Grafik ist sehr liebevoll gestaltet und kann die Fantasie von Kindern anregen. Die Kombination mit der Musik ist in diesem Spiel sehr intensiv, da einzelne Level sehr stark von Hintergrundmelodien beeinflusst werden. Dieser Aspekt fiel den Testern postiv auf und bereitete ihnen sichtlich viel Spaß. Vom Schwierigkeitsgrad her ist der Titel durchaus auch schon für Einsteiger interessant. Allerdings gibt es einzelne Stellen im Spiel, die komplex sind, Geduld und Hand-Auge-Koordination erfordern und für leichte Frustration sorgen können. Insbesondere wenn man versucht, wirklich alle Aufgaben zu meistern und alle Kleinlinge zu befreien. Die Checkpoints (Speicherpunkte) sind aber so engmaschig, dass selbst beim Scheitern lediglich kurze Sequenzen erneut gespielt werden müssen. Insgesamt ist das Spiel durchaus für Kinder ab 8 Jahren interessant, in Begleitung kann man es auch schon etwas früher ausprobieren.

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Spieletester
Ü12 Porz
Köln
Bewertung Spielspass