Sonic Generations

Genre
Jump&Run
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
SEGA
Erscheinungsjahr
2011.11
Systeme
PC, Playstation 3, Xbox 360, Nintendo 3DS
System im Test
Playstation 3
Kurzbewertung
Empfehlenswertes Jump & Run für Jung und Alt
Gruppenleiter
Hendrik Schmitz
Ü12 Lise-Meitner-Gesamtschule
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Man könnte bei „Sonic Generations" leicht von einem Nostalgie-Spiel sprechen. Zum 20. Geburtstag des rasenden Igels widmen ihm seine Schöpfer von „Sega" eine Art „Best Of"-Sonderedition mit einer riesigen Auswahl alter, längst lieb gewonnener, aufwendig restaurierter Herausforderungen. Das „Sonic"-Sonderpaket beeindruckt mit einer großen Menge Extras, die jeden erfahrenen Konsolen-Spieler in wahre Verzückungs-Zustände versetzen dürften: Das Originalspiel aus den 80ern ist ,ebenso wie die original japanische Tonspur mit ihren fast unerträglich quietschenden Synchronstimmen, mit im Paket. Dazu gehört natürlich auch das Stelldichein sämtlicher lieb gewonnener Charaktere, dass die treuen Fans an die Spiele-Regale locken soll. Das Spielprinzip von „Sonic Generations" bleibt natürlich, ganz im Sinne des „Never change a running system"-Gedankens, beim Alten, Bewährten, Erfolgreichen.

Für unsere Spiele-Tester spielte der Nostalgie-Aspekt von „Sonic Generations" keine Rolle. Als der blaue Held das erste Mal die Fernsehbildschirme Deutschlands heimsuchte, waren die meisten unserer Jungs und Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren wahrscheinlich noch nicht einmal geplant. Zwar kennen sie alle „Sonic", der neben „Mario" zu einer Ikone der Videospiel-Welt geworden ist, doch schauen sie bei einem neuen Spiel vor allem darauf, dass es den heutigen Ansprüchen junger Spieler entspricht. In diesem Sinne verzichtete der Gruppen-Leiter auf eine nostalgisch verklärte Geschichtsstunde zum Thema Videospiel-Kultur und legte stattdessen die Disc in die Playstation 3 um endlich in ein neues Sonic-Abenteuer zu starten.

Pädagogische Beurteilung:
Sonic war, ist und bleibt ein extrem schnelles, buntes und vor allem kinderfreundliches Spiel. Die Landschaften rasen nur so vorbei wenn der blaue Igel mit Höchstgeschwindigkeit durch Loopings und Schluchten jagt, Gegner werden immer noch mit Sprüngen auf den Kopf bzw. durch grobe Rempler ausgeschaltet und sogar das Geräusch, welches beim Aufsammeln der Punkte bringenden Goldringe ertönt, scheint sich seit dem ersten Spiel vor 20 Jahren nicht geändert zu haben. Beim Beobachten unserer jungen Spieletester wurde schnell klar: Egal, wie viele Jahre Sonic und seine Freunde schon auf dem Buckel haben, die Qualität, die der simplen Grundidee des Spielkonzepts inne ist, hat auch in Zeiten von „World of Warcraft" nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Wer auf Autorennen, Sportspiele und andere wettbewerbsfördernde Zeitvertreibe steht, vorausgesetzt die kindliche Grafik und das Fehlen sämtlicher Gewalt ist nicht per se „uncool", ist bei „Sonic Generations" genau richtig. Das einfach gehaltene Spielprinzip, bei dem ein paar Knopfdrücke ausreichen um die volle Kontrolle über den Helden zu erlangen, erleichterten unseren Spieletestern die Identifikation mit dem blauen Igel und ließen sie innerhalb kürzester Zeit gebannt vor dem Fernseher sitzen. Die Geschichte von „Sonic Generations" ist schnell erzählt. Während eines Festes, zu dem Sonic all seine Freunde eingeladen hat, taucht eine böse Macht auf, entführt die Gefährten und Sonic muss sich auf den Weg machen, um sie wieder zu befreien. Zwar ist dieses Mal keine Prinzessin in die Entführung involviert (wie bei gefühlt 99,9% aller Mario-Spiele), doch bleibt die Geschichte auch beim Spielepaten Sonic nebensächlich. Sobald die wunderschön anzusehenden, doch inhaltlich vollkommen überflüssigen Vorspänne abgehandelt waren, konnten sich unsere Spieletester an die Arbeit machen, die Sieben-Meilen-Stiefel auspacken und einen Gang raufschalten.

Der Bestandteil aller Sonic-Spiele, der die Konsolenfanatiker stets gebannt vor den Bildschirmen gehalten hat war nicht, wie bei fast allen anderen Spielen, der Wunsch nach der Überwindung des digitalen Bösewichtes. Was bei Sonic überwunden werden muss ist man selbst bzw. die menschlichen Mitspieler. Sonic war und ist ein Rennspiel mit „Adventure"-Charakter. Das wichtigste sind die Rundenzeiten am Ende jedes Levels. Umso besser man die Gegenden kennt, durch die man den Helden jagen lässt, umso weniger Zeit braucht man. Umso weniger Zeit man braucht, umso mehr Boni, Extra-Levels und Spielfiguren schaltet man frei. Die Rasanz und die astronomischen Geschwindigkeiten, die unser Igel dabei erreicht, beflügelten dabei die Fantasie unserer Spieletester, die sich unbewusst immer weiter in den Sessel drückten, umso schneller Sonic auf dem Bildschirm war. Der Controller wechselte nach jedem Level bzw. jedem Sturz in einen der diversen Abgründe. Unsere Spiele-Tester variierten von selbst zwischen dem Spiel mit- (zusammen ein Level möglichst gut bestehen und dabei den Controller weitergeben, wenn man stirbt) bzw. gegeneinander (das klassische Rennen um die besten Zeiten) und hatten bei beiden Varianten eine ganze Menge Spaß. Dabei war es egal, dass die Grafik und das Leveldesign nicht unbedingt dem heutigen Standard entsprechen oder sie normalerweise viel zu alt für so ein „Kinderspiel" wären.

Fazit:
Eine Menge Kurzweile und Spaß mit- und gegeneinander verspricht „Sonic Generations", das Geburtstagsgeschenk von„Sega an den rasenden blauen Igel, der sich seit über 20 Jahren auf den Fernsehbildschirmen der Welt tummelt. Und obwohl sich am Konzept des Spiels nichts geändert hat, hüpft und rast sich „Sonic" so frisch und munter in die Herzen unserer Spiele-Tester, als wäre er gerade erst aus dem digitalen Ei geschlüpft. Das Schöne an „Sonic Generations" ist, dass es mehrere Interessengruppen bedient: Die Renn- und Action-Game-Fanatiker, die sich normalerweise mit Sport- und Prügelspielen die Zeit vertreiben, werden vom Wettkampfaspekt angezogen, der es ihnen erlaubt mit Freunden und sich selbst um die besten Zeiten zu sprinten. Die jungen Spieler, die sich eher der „Mario"-Fraktion zugehörig fühlen und sich auf schön designte, bunte Spiele freuen, werden von der Knallbonbon-Grafik und den lustigen, kindgerechten Spielmodi überzeugt. Ein Spiel für Jung und Alt also, das ist „Sonic Generations" und wenn sich sogar der Gruppenleiter nach Ende der Testphase die Playstation 3 mit nach Hause nimmt, um noch einmal das Geräusch der eingesammelten Goldringe zu hören, kann man wohl sagen: Auch nach 20 Jahren und Millionen von verkauften Spielen bleibt eine Idee frisch und unterhaltsam, als wäre es erst gestern erdacht worden.

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Spieletester
Ü12 Lise-Meitner-Gesamtschule
Köln
Bewertung Spielspass