Xtreme Legends Dynasty Warriors 8

Genre
Action-Strategie
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Koei
Erscheinungsjahr
2014.04
Systeme
Playstation 3, Playstation 4, Datenimport zur PS Vita
System im Test
Playstation 3
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Eigenwilliger Japano Hack and Slay mit monotonem Gameplay
Gruppenleiter
Florian Rüther
ASGSGames Marl
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
"Xtreme Legends Dynasty Warriors 8" ist ein ein- bis zwei Spieler Hack and Slay. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines teils fiktiven, teils historischen Kriegers der späten Han-Dynastie und mäht sich Waffen-wirbelnd und Effekte-sprühend durch ganze Gegnerhorden. Um das zu garantieren geben die Entwickler den Spielern über 70 spielbare Helden und Heldinnen, mit einer Vielzahl unterschiedlicher Waffen und Kampftechniken an die Hand, mit denen man den gegnerischen Truppen ordentlich einheizen kann.

Pädagogische Beurteilung:
Asiatische Geschichte mal anders
Im Grunde ist die Geschichte des Spiels komplexer Natur, begeben wir uns allerdings in das Spiel, fällt schnell auf, dass die historischen Hintergründe des alten Chinas eher weniger interessieren. Im Grunde geht es doch nur um das eine: Gegnermassen auf möglichst spektakuläre Weise aus der digitalen Welt zu befördern. Durch die immense Zahl der zu besiegenden Gegner fiel es den Spielern schwer, sich in die gewollte Atmosphäre hineinzuversetzen. Sie konzentrierten sich zu sehr darauf, die Masse an Gegnern mit ihren Waffen niederzustrecken und die hohe Tastfrequenz des Daumens aufrechtzuerhalten. Als wirklich schwer entpuppt sich das Spiel nicht, es bietet den Spielenden zwei Knöpfe, mit denen sie durch einfaches Button-Mashing (Schnelles Drücken der Tasten) verheerende Techniken entfesseln konnten. Auch die verschiedenen Modi bieten keine große Abwechslung zu der restlichen Klopperei. Die Tester konnten darüber hinaus jedoch etwas beobachten: „Ich fühl mich wie ein übermächtiger Held, keiner der Gegner kann mir das Wasser reichen“ (Tester 14 Jahre). Dieses Gefühl übermächtig zu sein kann zwar durchaus verlocken und Spaß machen, ließ dennoch schnell nach und begründete sich nach kurzer Zeit in Langeweile. 

Darf’s ein bisschen mehr sein?
Der Zweispieler-Modus unterscheidet sich nicht sonderlich vom Einspieler-Modus, die Aufgabe bleibt gleich: so viele Gegner erledigen wie der Spieler kann und das Missionsziel erreichen. Allerdings können hier Wettkämpfe darüber entstehen, wer mehr Feinde schlägt, Festungen einnimmt oder schneller das Missionsziel erfüllt.

Grafikmatsch überzeugt nicht
Wer sich eine gute Grafik wünscht, wird bei "Dynasty Warriors 8" leider enttäuscht. Zwar sind Filmsequenzen und die Hauptfiguren ansehnlich modelliert, alles darüber hinaus wirkt aber matschig und untexturiert. Die Gegner sind eine Klon-Armee, Bäume, Burgen, Flüsse und Brücken nicht gerendert und der Umgebung fehlt es allgemein an Texturen. So entsteht keine gute Atmosphäre in die der Spieler einfach abschweifen will - aber darum geht es wie oben erklärt ja auch gar nicht. 

Wie die Axt im Wald
Im Vordergrund bei "Dynasty Warriors 8" steht das massenhafte Besiegen von computergenerierten Feinden. Dieser Fakt setzt die Spieler einer andauernden Gewalt aus, in der sie das Gefühl von Übermenschlichkeit suggeriert bekommen. Hervorzuheben ist allerdings, dass das Besiegen der Gegner nicht auf eine besondere Art inszeniert oder durch Gewaltdarstellungen hervorgehoben wird - besiegte Gegner verschwinden sofort und es sind keine Bluteffekte zu sehen. Zum Teil muten die Angriffe auch comichaft an, beispielsweise wenn der Held auf einem Gegner surft oder einen anderen an einem Bein drehend Richtung Horizont schleudert. Wenn ein Gegner besiegt wurde, wird an der rechten unteren Ecke mit einem K.O-.Zähler angezeigt, wieviele Gegner der Spieler besiegt hat. 

Fazit:
Die Spieletester schlossen sich bei der Bewertung des Spieles ganz der gesetzlichen Alterskennzeichnung der USK an und bewerteten das Spiel ab 12 Jahre. Die Themen Rauferei und der Stärkere sein zu wollen sind in dieser Altersgruppe durchaus präsent und fördern den Spielspaß. Auch die Spielmechanik und das Gameplay sind für Kinder ab 12 Jahren angemessen - die Tester merkten hierbei sogar an, dass das Spiel so einfach wäre, dass es auch Jüngere spielen könnten, es aber aufgrund der Thematik nicht angemessen wäre. Wer Spaß an atmospährisch geladenen Spielen mit spannenden Geschichten und fesselnden Charakteren hat, wird an "Xtreme Legends Dynasty Warriors 8" auf Dauer keinen Gefallen finden. Die Tester sahen es eher als ein Spiel für zwischendurch, das kurzweilig gegen Langeweile hilft.

Text: Ike Markus Bernard

Beurteilung der Spieletester zuklappen
Spieletester
ASGSGames Marl
Marl
Bewertung Spielspass