Heat Wave

Genre
Rennspiele
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
City Interactive
Erscheinungsjahr
2010.02
Systeme
PC
System im Test
PC
Kurzbewertung
Einfaches aber eintöniges Rennspiel für Spieler ab 6 Jahren
Gruppenleiter
Dean Heap
U12 Bürgerzentrum Deutz
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
"Heat Wave" ist ein Rennspiel, das sich dem sogenannten „Open World"- Prinzip bedient. Dies bedeutet, dass, anders als in anderen Rennspielen, der Spieler nicht einzelne Rennen nacheinander bestreitet, sondern durch eine große Spielwelt reist, in der sich verschiedene Möglichkeiten bieten. So ist es möglich an diversen Orten an unterschiedlichen Rennarten teilzunehmen oder in einer Werkstatt den eigenen Boliden zu tunen. Ziel des Spieles ist es möglichst viele Rennen zu gewinnen und der beste Rennfahrer der Stadt zu werden.

Pädagogische Beurteilung:
Jeder fängt mal klein an
Zu Beginn des Spiels hat der Spieler die Wahl direkt in den Karriere-Modus einzusteigen oder schnelle Einzelrennen zu absolvieren. Im Karriere-Modus startet der Spieler natürlich ganz unten mit einem halbwegs verkehrstauglichen Wagen. Mit gewonnenem Preisgeld lässt sich dieser ein wenig aufpolieren oder beim Gebrauchtwagenhändler ein besserer Bolide kaufen. Jedoch werden im Spielverlauf die verfügbaren Rennen anspruchsvoller, sodass sich später deutlich schnellere Karossen gegenüber stehen.

Ein Spiel vom „Grabbeltisch"
"Heat Wave" ist ein „Budget"-Spiel, also ein Spiel, welches schon bei der Veröffentlichung zu einem günstigen Preis angeboten wird. Im Vergleich zu Spielen zum gängigen Vollpreis von 40 bis 60 Euro (Test: Need for Speed Rivals), steckt hinter "Heat Wave" eine kleine und unbekannte Spieleschmiede, die bei weitem nicht den finanziellen Spielraum von bekannten Spieleherstellern hat. Dies ist dem Spiel auch anzumerken, trotzdem machten unsere Tester große Augen als sie erfuhren, dass "Heat Wave" günstiger als beispielsweise eine Kinokarte ist.
Erwartungsgemäß kann "Heat Wave" besonders in technischer Hinsicht nicht mit vergleichbaren Vollpreis-Titeln mithalten. Grafisch ist es recht ansprechend, doch fiel unseren Testern auf, dass in der Spielwelt „der Bordstein hochgelappt" wurde. Die Straßen sind menschenleer und außer dem eigenen Wagen ist kaum Straßenverkehr vorhanden. Auch die Geräuschkulisse ist wenig spektakulär und schafft es nicht den Adrenalinspiegel hochzutreiben. Jedoch konnten die spielerischen Elemente unsere Tester überzeugen. Das Spiel ist, trotz fehlendem Tutorial, einsteigerfreundlich gestaltet. Ein kurzer Blick in das Steuerungsmenü genügt, um die sehr einfach gehaltene Steuerung zu verinnerlichen, und schon nach wenigen Rennen feierten unsere Tester die ersten Siege. Lediglich die fehlende Unterstützung von Gamepads fiel negativ auf, da mit der Tastatur stufenloses Lenken nicht möglich ist und daher das Fahrgefühl erheblich leidet.
Besonders der oben erwähnte Karriere-Modus konnte bei unseren Testern punkten. Die Möglichkeit nicht nur Rennen nach Rennen zu fahren, sondern auch auf eigene Faust die Landschaft zu erkunden sorgte hierbei für Abwechslung. Der Schwierigkeitsgrad ist besonders für Rennspiel-Neulinge geeignet, da die Rennen fair ablaufen und die Gegner nicht nur Ideallinie fahren, sondern auch Fehler machen. Die Möglichkeit von gewonnenem Preisgeld neue Boliden zu kaufen oder einen vergleichsweise schwachen Wagen ordentlich aufzumotzen, schaffte es Neugier auf das nächste Upgrade zu erzeugen.

Leider kein Dauerbrenner
Der größte Kritikpunkt an "Heat Wave" ist die mangelnde Abwechslung. Zwar motivieren die oben genannten Aspekte, dennoch nutzt sich das Spielprinzip dadurch ab, dass es kaum Variation in den Rennen gibt. Statt ständig gegen drei Gegner eine Anzahl an Runden zu fahren, wäre es wünschenswert andere Rennarten wie zum Beispiel eine Rally fahren zu können. Von einer unserer Testerinnen kam der Rat: „ Eine halbe Stunde spielen und nächste Woche weitermachen." Die menschenleere Spielwelt, zusammen mit dem sich wiederholendem Soundtrack, steigert die aufkommende Langeweile. Zudem wurde das Fehlen eines Online- Mehrspieler-Modus bemängelt. Die Aussicht auf spannende Rennen mit Freunden oder die Möglichkeit Autos untereinander zu tauschen hätte den Spielspaß verlängern können.

Fazit:
"Heat Wave" ist ein Spiel, das trotz zahlreicher Mängel, zu einem gewissen Grad Spaß macht, aber auf Dauer zu eintönig ist. Durch den geringen Preis und die niedrige Schwierigkeit könnte es sich als Einstieg in das Rennspiel-Genre eignen. Erfahrenen Spielern auf der Suche nach einem Rennspiel mit Tiefgang ist definitiv abzuraten.

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Spieletester
U12 Bürgerzentrum Deutz
Köln
Bewertung Spielspass