Thief: Deadly Shadows

Genre
Action-Adventure
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Eidos Interactive
Erscheinungsjahr
2004.06
Systeme
PC, Xbox
System im Test
PC
Kurzbewertung
Altes, aber gutes Stealth-Action Spiel mit Meisterdieb Garret in der Hauptrolle
Gruppenleiter
Janosch Kühmstedt
Deutsche Schule Oslo
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
"Thief: Deadly Shadows" ist der dritte Teil der Thief-Serie. Anders als die beiden Vorgänger wurde er vom Entwicklerstudio Ion Storm entwickelt und von Eidos Interactiv herausgegeben. Das Spiel beginnt damit, dass die Hauptfigur Garret einen Tipp bekommt, dass Lord Julian, ein Adliger, im städtischen Gasthaus übernachtet. Der Meisterdieb will sich diese Möglichkeit nicht durch die Finger gehen lassen. Während er also das Gold stiehlt, belauscht er zufällig ein Gespräch zwischen Lord Julian und dem Koch, in dem der Lord von seinem Plan redet, den Blut-Opal zu stehlen. Garret sieht sofort eine Möglichkeit, an noch größere Reichtümer zu kommen und schnappt sich den Opal vor Lord Julian. Was er nicht ahnt ist, dass er damit Teil eines intrikaten Machtspiels wird, bei dem es um politische Machtkämpfe, geheime Rituale und eine böse Hexe geht. Das dunkle Zeitalter naht.

Pädagogische Beurteilung:
Diebesalltag 
Mit List und Tücke, manchmal aber auch mit Einsatz von Gewalt, muss der Spieler mit Garret geheime Verstecke auskundschaften und bestens gesicherte Wertgegenstände entwenden. Dafür nutzt er eine Reihe verschiedener Hilfsmittel und Waffen, wie z. B. Wasserpfeile zum Löschen von Fackeln, Lärmpfeile um Personen abzulenken, Weihwasser um Untote aufzuhalten, Kletterhandschuhe, Dietriche und ein magisches Auge. Letzteres ist hilfreich, wenn man weit entfernte Gegenstände erkennen will oder Personen identifizieren muss, die dem Beutezug im Weg stehen.
Mit Hilfe eines Tutorials wird der Spieler schnell und problemlos in die spannende und von der Atmosphäre her mystisch wirkende Abenteuergeschichte eingeführt. Seine Handlungsschritte verfolgt er aus der Ego- bzw. Third-Person-Perspektive. Die Steuerung erfolgt am PC mit Maus und Tastatur. Grafik, Musik und Sound sind stimmig und unterstützen das Spielgeschehen angemessen. Eine Übersichtskarte bietet jederzeit die notwendige Orientierung.

Stehlen für den guten Zweck
Die mittelalterliche Abenteuergeschichte erinnert ein wenig an Robin Hood und so erhält die Spielfigur, trotz ihrer Diebestaten, ein positives Image. Für die jungen Tester war klar, dass der virtuelle Held Unrecht mit List und Geschicklichkeit bekämpft.
Um im Spiel voranzukommen, sind Orientierungsvermögen, Taktik, strategisches Denken, Kombinationsfähigkeit, Ausdauer und Geschicklichkeit gefordert. Obwohl die Aufgabenstellungen ähnlich sind, gestalten sich die Ausführungen als vielschichtig und abwechslungsreich. Der Spieler befindet sich immer wieder in einer Bewährungssituation, die nur erfolgreich abgeschlossen werden können, wenn alle Unwägbarkeiten vorausschauend berücksichtigt wurden. 

Fazit:
"Thief: Deadly Shadows" eignet sich besonders für Spieler, die Stealth-Action Spiele und lautlose Schleichpassagen mögen. Da man aber Menschen mit Pfeil und Bogen oder mit einem Messer umbringen kann, auch solche die nur in der Stadt wohnen und unschuldig sind, ist die Altersfreigabe ab 12 Jahren gerechtfertigt.

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Spieletester
Deutsche Schule Oslo
Oslo
Bewertung Spielspass

Von Kaspar S. Austeen

Gut gealtert?
Obwohl das Spiel schon relativ alt ist, gefiel uns in der Testergruppe die Grafik recht gut. Das Spiel mit Licht und Schatten wurde dank der Unreal-Grafik-Engine sehr gut umgesetzt. Was allerdings auffiel waren die eingeschränkten Bewegungen der Spielfigur. Man kann sich ducken, springen, an die Wand drücken und um Ecken schauen, aber es wäre oft wünschenswert, wenn man zum Beispiel auch noch liegend kriechen oder seitwärts rollen könnte, da die Bewegungsmöglichkeiten stellenweise doch merkwürdig begrenzt sind. Auch die Möglichkeit auf Dächern, Geländern oder andere Balken balancieren zu können wäre eine Bereicherung.

Schleiche, stehle und erlebe eine mystische Geschichte
Dadurch, dass Garret im direkten Kampf meistens den Kürzeren zieht, ist der Spieler gezwungen, genau zu planen, wie er vorgeht. Man muss sich anschauen welche Wege die Wachen beim Patrouillieren nutzen und den richtigen Moment abpassen, um sich an ihnen vorbeizuschleichen oder sie unbemerkt auszuschalten. Dabei kann die Umgebung und die Ausrüstung kreativ genutzt werden, um eigene Lösungswege zu finden. Um an einer Wache vorbeizukommen können beispielsweise entweder alle Fackeln mit Wasserpfeilen ausgeschossen werden, um sich anschließend im Dunkeln vorbeizuschleichen oder es kann ein Lärmpfeil geschossen werden, um die Wache abzulenken oder sie hinterrücks auszuschalten. Das zeigt wieviele verschiedene Wege es gibt, die Aufgaben im Spiel zu meistern. Genau hier liegt auch die Faszination. Es macht einfach Spaß unbemerkt durch die Stadt zu ziehen, Wachen zu überlisten und Menschen und Häuser auszurauben. Natürlich alles nur im Spiel.