The Last Tinker: City of Colors

Genre
Action-Adventure
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Mimimi Productions
Erscheinungsjahr
2014.05
Systeme
PC, Playstation 4
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Playstation Network, Steam
Kurzbewertung
Buntes 3D-Action-Adventure mit kniffligen Jump&Run Einlagen
Redaktion
Daniel Heinz
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Koru ist ein affenähnliches Wesen und lebt in Tinkerworld, einer Welt, in der sich die Angehörigen von drei verschiedenen Farben zerstritten haben. Als er den Frieden wiederherstellen möchte, löst Koru versehentlich ein Desaster aus: Die Welt wird mit Bleiche überschüttet und jedes davon getroffene Farbwesen versteinert. Aufgabe des Spielers ist es nun, mit Koru den drohenden Untergang abzuwenden und die Wesen wieder zum Leben zu erwecken. Hierfür gilt es knifflige Jump&Run Einlagen zu meistern und kleinere Rätsel zu lösen. Hierbei sind die Bedeutungen der Farben zu beachten. So repräsentiert Rot den Gemütszustand Wut, Grün hingegen die Angst usw. Im Handlungsverlauf muss Koru Farbbeutel werfen oder die Hilfe von mächtigen Pilzwesen einholen. Nach jeder erfolgreichen Aufgabe bekommt die Figur eine neue Fähigkeit spendiert, die ihn mächtiger und versierter agieren lässt. 

Pädagogische Beurteilung:
Anfängerfreundlicher Spieleinstieg
Der Spieleinstieg in die bunte Welt stellte sich für die Tester besonders einsteigerfreundlicher dar. Die Handlungsforderungen werden zunächst genau erklärt und können gefahrlos erprobt werden. Die Rätsel wurden als simpel erlebt. Dank eines speziellen Schwierigkeitsgrades für Kinder können auch jüngere und genreunerfahrene Spieler Erfolge verzeichnen. Auch mit der Steuerung gab es keine Probleme, sie wurde intuitiv und schnell erlernt.

Bunte Papierwelt
Die Atmosphäre wurde dank Papieroptik und gelungenem Soundtrack als fröhlich, recht entspannend und stimmungsvoll wahrgenommen. Stellenweise mussten die Tester über Gags schmunzeln. Trotz des Bedrohungsszenarios durch die ausgelaufene Bleiche kam es zu keinen Situationen, in der sich Spieler über 6 Jahren ängstigten. Denn in der surrealen Welt wird das Besiegen von Bösewichten nur abstrakt dargestellt.
Im Spiel wird zudem Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe thematisiert. Der Held Koru meint es eigentlich gut und möchte Frieden unter den Bewohner der Fantasiewelt stiften. Für sein Missgeschick steht er gerade und tut alles, um die Welt zu retten.

Fazit:
Das Action-Adventure erinnerte genreerfahrene Jugendliche an Klassiker wie z.B. Jak & Daxter. Ihrer Meinung nach können Kinder ab 8 Jahren das Spiel erfolgreich bedienen. Ab diesem Alter sind eine gewisse Lesefähigkeit und motorische Fähigkeiten vorhanden, die hier gefordert werden. In der farbenfrohen und fröhlichen 3D-Landschaft treffen sie auf keine verängstigenden Elemente.

"The Last Tinker: City of Colors" hat den Deutschen Computerspielpreis 2015 in der Kategorie Bestes Gamedesign gewonnen.