Lords of the Fallen

Genre
Rollenspiele
USK
ab 16 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 16 Jahre
Vertrieb
Square Enix
Erscheinungsjahr
2014.10
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Herausforderndes & kampfbetontes Rollenspiel mit schwächen in der Story
Redaktion
Daniel Heinz
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Der Spieler wählt eine von drei Startklassen für seinen bärtigen Hünen Harkyn aus und begibt sich in eine bedrohliche Fantasywelt. Diese muss der verurteilte Verbrecher - wie sollte es auch anders sein - vor dem Bösen retten. So beginnt eine gefahrvolle Reise in Ruinen, Verliese und andere mysteriös anmutende Umgebungen, in der zahlreiche fordernde Kämpfe mit Waffe, Schild und Magie bestritten werden müssen. Und wie in Rollenspielen üblich gilt es auch besonders mächtige Endgegner zu besiegen. Der Ablauf ähnelt dem bekannten Spiel Dark Souls 2.

Pädagogische Beurteilung:
Forderndes Gameplay
Schon zu Beginn müssen die Spieler taktisches Vorgehen, viel Geduld und gute Reaktionen beweisen, um selbst gewöhnliche Gegner besiegen zu können. An jeder Ecke lauert eine tödliche Herausforderung, was dem Geschehen situative Spannung, aber auch eine bedrückend unheimliche Atmosphäre verleiht. Bei ungeduldigen Spielern kann hier schnell Frust entstehen. Genre-Profis, die eine Herausforderung suchen und sich beweisen wollen, fühlen sich eher angesprochen.

Stimmungsvolle Atmosphäre mit Schwächen
Das Erforschen dieser „Terra incognita“ gestaltet sich durchaus spannend. Die mittelalterlichen Landschaften sind düster und es herrscht ein konstantes Bedrohungsszenario. Auch die komplexen, taktisch anspruchsvollen Kämpfe sorgen für weitere Anspannung. Die etwas platten Dialoge, die wenig reizvolle Geschichte und einige Spielfehler (Bugs) stören diesen stimmungsvollen Eindruck. Auch die verschiedenen Charaktere werden recht stereotyp dargestellt. 

Fazit:
Das Spiel ist interessant für geduldige, spielerfahrene und rollenspielaffine Jugendliche ab 16 Jahren. Das Geschehen besteht hauptsächlich aus kämpferischen Auseinandersetzungen, die recht deutlich dargestellt werden. Beispielsweise bohrt der Held sein Schwert in den Hals von Monstern und es tritt deutlich sichtbar Blut aus. Jüngere könnten hierdurch erschreckt werden. Das deutlich erkennbare Fantasysetting, die übertriebene Figurengestaltung und weitere unrealistisch wirkende Spielelemente ermöglichen es Jugendlichen ab 16 Jahren, einen Abstand zum Spielgeschehen aufzubauen. Auch die Kämpfe bleiben für diese Altersgruppe als Spiel erkennbar.

"Lords of the Fallen" hat den Deutschen Computerspielpreis 2015 in den Kategorien Bestes Deutsches Spiel und Beste Inszenierung gewonnen.