TRI: Of Friendship and Madness

Genre
Denken / Geschick
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Rising Star Games
Erscheinungsjahr
2014.10
Systeme
PC, Mac
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Mystisches Abenteuer mit einigen Denkaufgaben und kreativem Gameplay
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
In einer fantasievollen, mysteriösen und spirituell angehauchten Welt muss der Spieler in verschiedenen Leveln jeweils drei Fuchs-Statuen sammeln, um das Level zu verlassen. Hierzu müssen Dreiecke geschickt platziert werden, um Abgründe zu überwinden und an hohen Mauern hinaufzukommen. Allerdings fordern die immer komplexer werdenden Levelstrukturen Köpfchen, kreatives Denken, viel Geschicklichkeit und räumliches Vorstellungsvermögen. Die transzendente Spielgeschichte handelt von alten Göttern, Füchsen und geheimnisvollen Kräften und wird zwischen den Level-Abschnitten durch philosophische Phrasen erzählt - ist für das eigentliche Spielgeschehen allerdings nur nebensächlich. Die spirituelle Atmosphäre kommt auch durch die Farbgebung, die verwaschene Optik, die wirkt als wären sie handgezeichnet, und die orientalisch anmutende Musik zur Geltung. 

Pädagogische Beurteilung:
Aller guten Dinge sind drei
Zu Beginn des Spiels muss der Spieler eine Art Parcour durchlaufen, in dem eine geisterhafte Gestalt die grundlegenden Steuerungselemente erklärt. Die Spielfigur wird über die Tasten WASD gesteuert, gleichzeitig wird wahlweise mit der Maus oder den Pfeiltasten die Kamera bewegt. Auch die Befehle Springen, Ducken und Rennen erfolgen über die Tastatur. Anschließend geht es sofort in die Level. In diesen müssen Schalter betätigt, Fuchsstatuen gefunden und auf entsprechenden Sockeln abgelegt werden, um das Level abzuschließen. Bereits nach kurzer Zeit erhält der Spieler die Möglichkeit drei Punkte auf den Boden sowie auf Wänden oder Objekten zu platzieren, um ein Dreieck zu formen, wodurch dreieckige Plattformen entstehen. Über diese können höher gelegene Gänge erreicht und Schluchten passierbar gemacht werden. Die Fähigkeit hilft nicht nur dabei, das Level zu beenden, sondern auch, die goldenen Idole zu sammeln, die in den Levelen versteckt sind.

Mysteriöse Atmosphäre
Die Spielstimmung wirkt sehr mystisch, geheimnisvoll und spirituell. Die tragenden Themen wie Freundschaft, Wahnsinn und der Sinn hinter dem Sein werden auf metaphysischer Ebene behandelt. Die minimalistische Grafik arbeitet mit klaren Farben und geometrischen Formen und die Szenerie wirkt durch kleine Details, wie ein Kirschblütenbaum oder Lampions, asiatisch inspiriert, was an Spiele wie Okami erinnert. Allgemein ist die Atmosphäre ruhig und sehr meditativ, was durch die spirituelle Musik noch unterstützt wird. Da der Spieler die Sicht immer aus der Ich-Perspektive (first-person) sieht, erinnert das Spiel auch an Portal.

Ein wenig Köpfchen
Die Spielmechanik ist besonders interessant für Spieler, die gerne Rätsel lösen und geheimnisvolle Orte erkunden. Gerade im späteren Spielverlauf muss sich auf immer kreativere Art und Weise der Weg gebahnt werden. Dies setzt den Willen Nachzudenken und Auszuprobieren voraus und erfordert Geduld, Geschick und Koordination im dreidimensionalen Raum. Spieler die epische Geschichten, opulente Grafiken und ein actiongeladenes Gameplay bevorzugen könnten jedoch auch schnell von der ruhigen Stimmung gelangweilt sein. 

Fazit:
Jede Menge Action, Spannung und opulente Schlachten sucht man bei "TRI: Of Friendship and Madness" vergebens. Ganz anders setzt das Spiel auf eine ruhige und fast meditative Atmosphäre. Spieler die sich darauf einlassen, die geheimnisvolle Welt zu erkunden und sich auf kreative Art und Weise einen Weg durch diese zu bahnen, können sehr schnell vom Zauber, der von dem Indie-Spiel ausgeht, und dem Ehrgeiz, voranzukommen und womöglich alle versteckten Objekte zu finden, gepackt werden. Der Wille in entspannter Atmosphäre Rätsel zu lösen muss allerdings vorhanden sein.

"TRI: Of Friendship and Madness" hat den Deutschen Computerspielpreis 2015 in der Kategorie Bestes Jugendspiel gewonnen. 

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass