Cooking Mama: Bon Appétit!

Genre
Simulation
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 4 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2015.03
Systeme
Nintendo 3DS, Nintendo 2DS
System im Test
Nintendo 3DS
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Bewältigung von Kochaufgaben durch Bedienung des Touchscreens
Redaktion
Karolina Kaczmarczyk
Spieleratgeber-NRW
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Spielbeschreibung:
Bei dem fünften Teil der Reihe "Cooking Mama" geht es wie immer darum, den Anweisungen von „Mama“ zu folgen und mithilfe des Touchscreens Gerichte zu kochen und im Haushalt zu helfen. Hierbei ist Geschick gefragt, denn „Mamas“ Aufgaben sind gar nicht so leicht. Das Spiel bietet eine Auswahl von 6 Spielmöglichkeiten, die vom Kochen, über das Helfen im Garten oder in „Mamas“ Laden, bis hin zum Lernen (beispielsweise Englisch oder Gedächtnistraining) reichen. Die Aufgaben erfolgen innerhalb von Minispielen. Dabei variiert der Schwierigkeitsgrad. Die Schnelligkeit im Spiel und die Ergebnisse sind demnach von den Fähigkeiten der Spieler abhängig. So sind einige besonders gut in Minispielen, bei denen schnelle Reaktion gefragt ist und einige in Aufgaben, bei denen Geschicklichkeit gefordert wird.

Pädagogische Beurteilung:
Lernen durch Wiederholen
Die Minispiele müssen entweder innerhalb eines bestimmten Zeitlimits absolviert oder es muss eine gewisse Anzahl an Items erfolgreich gesammelt werden. Dazu gehört z.B. das Aufspießen einer gewissen Anzahl an Gemüse. Einige Aufgaben, beispielsweise in dem Modus „Mama“ im Garten zu helfen, werden mit Punkten belohnt.
Durch kleine Symbole, die während des Spiels eingeblendet werden, weiß der Spieler, wie er die Aufgaben zu erledigen hat. Zusätzlich wird am Anfang des Spiels eine kurze schriftliche Einleitung gegeben. Die einzelnen Spieltaktikten und Aufgabenstellungen wiederholen sich während der verschiedenen Spiele immer wieder. Durch diese Wiederholungen kann der Spieler den Grad der Schwierigkeit einschätzen und aus dem bereits Erlernten Folgen für das weitere Spiel ziehen. Die Minigames werden aufgrund der erzielten Ergebnisse mit einer Bronze-, Silber- oder Goldmedaille bewertet, wobei „Mama“ den Spieler unabhängig vom Ergebnis immer verbal belohnt und dementsprechend motiviert.

Digitales Kochen
Auch das Zubereiten der Rezepte ist in Form von Minispielen verpackt. Nach dem Kochen eines Gerichts wird den schon vorhandenen Rezepten jedes Mal ein neues hinzugefügt, sodass über 60 verschiedene Rezepte zum Ausprobieren bereitstehen. Durch die Varietät an unterschiedlichen Rezepten, lassen sich diese ebenfalls spezifischen Ländern oder Kulturen zuordnen. Die einzelnen Rezepte können dann geübt werden, sodass der Spieler schneller und besser spielt und gleichzeitig seine Fähigkeiten verbessert. Zusätzlich wird durch lustige Passagen die Stimmung nach einem möglichen schlechteren Ergebnis aufgelockert, indem beispielsweise die Zutaten durch die Gegend fliegen oder sogar auf „Mama“ landen. Der Spieler kann sich auch mit anderen Spielern verbinden, um gemeinsam oder gegeneinander zu kochen. Dies erhöht den Spielspaß noch zusätzlich und der Ehrgeiz wird erhöht. Außerdem können alltagsbezogene Taktiken für das Kochen und für den Haushalt auch ins echte Leben leicht übertragen werden, da die Gerichte gemeinsam mit den Eltern nachgekocht werden können.
Die auffälligste Werteform, die in "Cooking Mama" thematisiert wird, ist die Tatsache, dass man sich gegenseitig helfen soll, auch wenn es sich um Kleinigkeiten im Alltag beziehungsweise im Haushalt handelt. Natürlich lernt der Spieler durch die Nähe zum Alltag Taktiken und Methoden im Haushalt und in der Küche. 

Spieleinstieg und -atmosphäre
Aufgrund der beschriebenen Anweisungen wird dem Spieler schnell klar, was zu tun ist. Trotzdem gehören anfängliche Schwierigkeiten dazu, da sich erst einmal an die Bedienung über das Touchpad gewöhnt werden muss, um später schneller und effizienter zu agieren. Aufgrund des Zeitdrucks sowie „Mamas“ Hilfe und deren Motivation findet der Spieler sehr schnell Zugang zum Geschehen und möchte die Aufgaben so flott wie möglich erledigen.
Die comichafte, typisch Manga-mäßige Grafik zieht sich durch die gesamte Spielreihe von "Cooking Mama" und wirkt sehr fröhlich und aufgeweckt. Diese positive Atmosphäre wird zusätzlich durch die auditive Ebene verstärkt. Die Musik erinnert an typische japanische Casual Games und zeichnet sich durch die hohen klavierlastigen Melodien aus. Außerdem werden alle aktiven Vorgänge durch Geräusche untermalt, wie Töne beim (Nicht-) Schaffen bestimmter Aufgaben (z.B. verbrannte Crepes), emotionale Aufschreie oder die Akzentuierung von Bewegungen. So befindet sich der Spieler in einer sehr lebhaften Umgebung und fühlt sich zum Spielen animiert.

Fazit:
Das Spiel "Cooking Mama" bietet aufgrund des generations- und altersunabhängigen Themas Spielspaß für Jung und Alt. Die einfachen Aufgaben fordern die Spieler heraus, ohne die Freude an „Mamas“ Aufgaben zu verlieren. Insgesamt ist das Spiel pädagogisch ab 4 Jahren zu bewerten, da eine gewisse Hand-Auge Koordination und ein Verständnis für die Bedienung (des Touchpads) vorhanden sein muss.