Schrödinger's Cat and the Raiders of the Lost Quark

Genre
Jump&Run
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Team17
Erscheinungsjahr
2014.09
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One
System im Test
Xbox One
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Xbox Live, Playstation Network, Steam
Kurzbewertung
Plattformer um die berühmte Katze & weitere Teilchenphysik-Themen
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
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Spielbeschreibung:
„Schrödinger’s Katze ist doch was aus der Physik, oder?“ Das berühmte Gedankenexperiment vom Physiker und Wissenschaftstheoretiker Erwin Schrödinger beschreibt die paradoxe Überlagerung zweier Zustände. Um es zusammenzufassen: Sollte sich in einem Raum eine Katze und ein instabiler Atomkern befinden, der innerhalb einer bestimmt Zeitspanne zerfällt und einen Geigerzähler aktiviert, der wiederum durch die Messung Giftgas ausströmen lässt, wäre die Katze gleichzeitig tot und lebendig, solange niemand den Zustand überprüft. Letztlich gestaltet sich das Gedankenexperiment ein wenig komplizierter, erfreulicherweise aber nicht das Spiel "Schrödinger's Cat and the Raiders of the Lost Quark".
Die namensgebende Katze begibt sich in den subatomaren Zoo, um ausgebrochene Partikel einzufangen, die dort Amok laufen. Hierzu stehen verschiedenfarbige Quarks zur Verfügung, die sich immer in Dreierkombinationen verbinden lassen, um spezielle Fähigkeiten zu aktivieren. Außerdem trifft man im Zoo auf verschiedene Teilchen der Atomphysik, mit den sich Dialogsequenzen führen lassen. Das Ganze klingt ein wenig kompliziert? Fanden wir auch!

Pädagogische Beurteilung:
„Was ist das für ein Spiel?“
Die Spielgeschichte wird in englischer Sprache und mit deutschen Untertiteln erzählt. Allerdings zeichnen sich die verschiedenen Dialoge oftmals durch Physik-Anspielungen aus und enden oftmals im völligen Wahnsinn. Meist hatten die Tester daher das Gefühl, in einem Irrenhaus zu sein und wussten oftmals nicht, was sie tun sollten beziehungsweise um was es eigentlich geht. „Was muss man da machen?“ „Vielleicht stellt das den Ort dar, in der sich die Katze aus dem Experiment befindet?“

„Man muss die bunten Dinger kombinieren“
Schrödinger's Katze kann laufen, springen und eine einfache Attacke ausführen, mehr nicht. Allerdings dreht sich die eigentliche Spielmechanik auch um die sogenannten Quarks, die in vier verschiedenen Farben daherkommen. Werden diese in einer Dreierkombination zusammengesetzt, ergeben sich verschiedene Einsatzmöglichkeiten, um im Spiel voranzukommen. Durch drei gelbe Quarks kann die Katze beispielsweise eine gewisse Zeit mit einem Helikopter in der Luft fliegen und höher gelegene Ebenen erreichen oder drei blaue Quarks erzeugen einen Bohrer, der den direkten Untergrund zerstört und so ein Weiterkommen ermöglichen kann. Diese verschiedenen Möglichkeiten werden durch das Spiel nach und nach vorgestellt und die Tester lernten die unterschiedlichen Quarks in Form eines Tutorials kennen und zu steuern.
Der Clou im späteren Spielverlauf ist es, die bunten Kerlchen auch untereinander zu kombinieren. So erzeugt die Verbindung aus roten und gelben Quarks beispielsweise einen Gleiter oder grüne und rote Quarks erzeugen ein Trampolin. So gilt es die Kombinationen zu nutzen um Netze, Bomben, Raketen, Fallen oder einen Fallschirm zu erzeugen. Aber Achtung, dass die Quarks der jeweiligen Farbe nicht ausgehen.

„Ich sammle erstmal die gelben, die sind wichtig“
Nachdem sich die Tester in dem Anfangsbereich des Spiels umgeschaut hatten, entdeckten sie ein Teilchen, das ihnen mitteilte, dass die Partikel ausgebrochen sind und ihr Unwesen treiben. Also nichts wie los, die großen und kleinen Wesen einzufangen. Die Wesen in dem Spiel sind hierbei allesamt in bunter Cartoon-Optik gestaltet.
Die Tester konnten verschiedene Bereiche betreten, die miteinander verbunden sind und sahen an verschiedenen Schildern, wie viele und welche Partikel in dem jeweiligen Gebiet einzufangen sind. Es gibt nämlich Leptonen, Gluonen und Bosonen (also auch wieder Teilchenphysik). Die genannten Wesen lassen sich meist mit einem gezielten Tritt betäuben und durch die Quarks-Kombi in einem Netz abtransportieren. Aus Angst, dass die Quarks ausgehen könnten, waren die Tester jedoch oftmals eher auf Sammeltour: "Guckt mal, wie viele ich schon habe!"

„Was ist der Sinn von dem Spiel?“
Lustigerweise führte das Spiel in der Testergruppe zu einer Diskussion über Sinn und Unsinn von Spielen. „Müssen Spiele denn immer einen Sinn haben?“ Ob Sinn oder nicht, die Tester taten sich bei "Schrödinger's Cat" schwer, eine Meinung zu dem Spiel zu haben. Alleine von der Optik und dem Zuschauen waren die Tester skeptisch. Spielten sie jedoch selber und hatten auch das nötige Interesse, sich auf das Spiel und die ungewohnte Spielmechanik einzulassen, waren sie kaum noch davon wegzubekommen. „Nur noch einen Abschnitt.“ „Ich sammle nur noch die letzten Quarks ein.“ Diese Zitate führten ebenfalls zu einer Diskussion, dass man Spiele nicht immer nur vom ersten Eindruck her bewerten sollte.

Fazit:
Fakt ist, dass das Spiel abseits jeglicher Konventionen sehr zwiespältig betrachtet werden kann. Viele Anspielungen sind vermutlich nur für Physik-Fans zu verstehen und die wahnsinnig anmutende (im wahrsten Sinne des Wortes) Geschichte wirkt, als würde man sich in einem Irrenhaus befinden. Als Plattformer allein ist "Schrödinger's Cat" auch nicht wirklich herausragend, die Spielmechanik rund um die verschiedenen Quarks ist wiederum äußerst gelungen. Die Tester hatten viel Spaß die Kombinationen auszuprobieren, die Spielabschnitte zu erkunden. Leider könnten diese verschiedenen Bereiche mit etwas mehr Liebe zum Detail gestaltet sein, die verschiedenen Figuren und Charaktere sind es aber dafür allemal. Die Reaktionen der Tester in den verschiedenen Phasen zwischen Zuschauen, selber Spielen und Kontroller abgeben reichten hierbei von „Häh?“ über „Versteh ich nicht“, „Das macht Spaß“ bis hin zu „Ein komisches Spiel“.

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass