Mario Party 10

Genre
Gesellschaftsspiele
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2015.03
Systeme
Wii U
System im Test
Wii U
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Neuster Ableger der Minispielparty-Reihe
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
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Spielbeschreibung:
Im bereits zehnten Teil der Spielereihe hat sich an dem bewährten Spielprinzip nicht wirklich viel geändert. Diesmal treten bis zu fünf Spieler auf einem digitalen Spielbrett gegeneinander an. Es gilt clever zu würfeln und Minispiele zu gewinnen, um am Ende die meisten Sterne zu besitzen. In der neuen Bowser Party müssen die Spieler zusammenhalten, um Bowser zu besiegen. Dieser wird entweder von einem Spieler oder dem Computer gesteuert. Außerdem gibt es dieses Mal auch die Möglichkeit, mit seinem Amiibo gemeinsam anzutreten, um vom Würfelglück zu profitieren.

Pädagogische Beurteilung:
Mario Party
In der klassischen Mario Party wählt jeder der bis zu vier Spieler zu Beginn seinen Lieblingscharakter, mit dem er an dem Spiel teilnehmen möchte. Zur Auswahl stehen neben Mario und Luigi auch Yoshi, Prinzessin Peach oder weitere Figuren aus dem Super Mario Universum. Die Spielbretter haben verschiedene Themen wie Wolkenfestung, Geisterhaus oder Bowsers Burg. Nachdem sich die Spieler für ein Spielbrett entschieden haben, geht die Party auch direkt los. Nacheinander müssen die Spieler durch Schütteln der Wiimote würfeln und sich um die gewürfelte Augenzahl fortbewegen. Hierbei sitzen alle Spielfiguren im selben Gefährt, die Figuren fahren also gemeinsam über das Spielbrett. Ab und an gibt es Felder, auf denen Bonus-Sterne gewonnen oder abgezogen werden. Außerdem gibt es Chancen- oder Ereignisfelder auf denen Sterne unter anderem auch gestohlen werden können oder die Spieler erhalten zusätzliche Würfel, die beispielsweise nur hohe Zahlen würfeln. Den Hauptaspekt machen jedoch die Minispiele aus, die das Spielgeschehen zwischen den einzelnen Runden unterbrechen. Diese haben das Ziel Sterne zu gewinnen. Sie sind unterteilt in Einzelspieler oder Team-Spiele, es treten also alle Spieler allein oder im in Teams gegeneinander an. Die Mario Party gewonnen hat der Spieler, der am Ende der Runde, sobald das gemeinsame Fahrzeug das Ziel erreicht, die meisten Sterne besitzt.

Bowser Party
In der Bowser Party können entweder alle Spieler gemeinsam gegen Bowser antreten oder ein Spieler übernimmt die Rolle von Bowser. Dieser Modus gefiel den Spieletestern am besten. Im normalen Party-Modus hat sich außer neuen Minispielen und Spielbrettern nicht wirklich viel verändert, weshalb die Spieletester die Bowser-Party als das Herzstück des neuen Titels empfanden. In der Rolle von Bowser gilt es, die anderen Spieler einzuholen, um ihnen Herzen zu stehlen. Meist wurde sich in der Testergruppe gestritten, wer Bowser spielen durfte. Denn dieser bekommt als einziger Spieler das Wii U Tablet und kann damit steuern.
Im Spiel müssen die Spieler zuerst würfeln, um Abstand vor Bowser zu bekommen. Anschließend würfelt Bowser, um die Figuren einzuholen. Sobald ihm dies gelingt, startet ein Minispiel, in dem er gegen die anderen Charaktere antritt. Auch hier muss der Spieler der Bowser steuert auf das Tablet schauen, da er das Minispiel aus einer anderen Perspektive sieht. Außerdem hat Bowser auch auf dem Spielbrett Gelegenheiten, den Spielern Fallen zu stellen oder sie auf die falsche Fährte zu locken. Hierzu mussten die Spieler Anweisungen auf dem Tablet befolgen, um beispielsweise Schatztruhen entsprechend ihrem Inhalt zu markieren: „Ich glaube Bowser will uns nur auf die falsche Fährte locken. Nimm die, die er als schlecht markiert hat“ (Tester 10 Jahre). Die Party endet wenn die Spieler das Ziel erreichen, bevor ihnen Bowser alle Herzen gestohlen hat. Oder aber Bowser gewinnt, weil er die Spieler besiegen konnte. Auch wenn dieser Modus den Testern am besten gefiel, bemängelten sie, dass Bowser in vielen Situationen zu mächtig ist: „Bowser ist voll O.P. (over powered), fast unschlagbar!“ (Tester 11 Jahre).

Amiibo Party
In der Amiibo Party können die Spieler mir ihren Amiibos antreten (mehr zu den Amiibos). Sobald sie die Figuren mit dem Tablet registrieren, erscheinen diese als Spielfiguren auf dem Spielbrett. Allerdings können nur Amiibos registriert werden, die als Spielfiguren für das Spiel vorgesehen sind. In der Amiibo-Party mussten die Tester ebenfalls würfeln, um sich über das Spielbrett zu bewegen und in Minispielen gegeneinander antreten, um Punkte zu sammeln. Zwar konnten auch Spieler ohne Amiibo mitspielen, allerdings haben die Amiibo-Figuren einen klaren Vorteil. Diese können spezielle Gegenstände einsammeln, die einen Bonus verleihen. Spieler ohne Amiibo konnten dies nicht: „Das ist voll unfair“ (Tester 11 Jahre). Dies bewegte die Tester dazu, ihre eigenen Amiibos mitzubringen. Doch auch hier wurde heftig kritisiert. Um den Yoshi-Amiibo einer Testerin registrieren zu können, hätten erst alle anderen Daten, die auf dem Amiibo gespeichert sind, gelöscht werden müssen. Dies betrifft beispielsweise die Daten für Super Smash Bros. Wii U. „Das mache ich nicht. Aber ich kaufe mir doch jetzt nicht extra einen neuen Amiibo“ (Testerin, 12 Jahre). 

Fazit:
Im Grunde hat sich nur wenig zu den vergangenen Mario Party Titeln verändert. Es gibt neue Minispiele, die jedoch in gewohnter Manier Geschicklichkeits-, Glücks-, Schätz-, Reaktions- oder Denkspiele sowie Wettrennen sind. An diesen hatten alle Tester Spaß. Am besten gefiel den Testern jedoch die Bowser Party, in der ein Spieler gegen die anderen antreten muss und in der sogar fünf Spieler gleichzeitig spielen können. Die Amiibo Party ist zwar eine nette Ergänzung, allerdings ist es ärgerlich, wenn man sich hierfür extra einen neuen Amiibo kaufen muss. Auch die Tatsache, dass Spieler ohne Amiibo benachteiligt werden, wurde von den Testern  kritisiert.

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass