Rabbids Go Home

Genre
Denken / Geschick
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Ubisoft
Erscheinungsjahr
2009.11
Systeme
PC, Wii, Nintendo DS
System im Test
Wii
Kurzbewertung
Skurriles Sammelspiel mit den witzigen Rabbids
Gruppenleiterin
Katrin Schmidt
Luna Sennestadt, HoT Schildesche
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Die aus Rayman Raving Rabbids bekanntgewordenen Hasen erhielten mit "Rabbids Go Home" erneut eine Hauptrolle in einem Spiel. Nach den Abenteuern mit Rayman wollen die Hasen die Erde verlassen und beschließen den Mond zu erobern. Diesmal allerdings ohne Raymans Hilfe, dafür setzt sich der bekannte skurrile Humor fort. „Die Rabbids wirken dumm und geben nur komisches Gebrabbel von sich, trotzdem sind sie auf ihre Weise klug, ideenreich und witzig“ (Ilyas 10 Jahre). So machen sich zwei der Rabbids in einem Einkaufswagen auf den Weg, um möglichst viel Kram einzusammeln. Dazu gehören Möbelstücke, Laptops, Getränkeflaschen, Pizzen, Burger, aber auch Hunde. Diese Sachen werden bei Lumpensammlerhasen in einer Tuba zwischengelagert, um wieder Platz für Neues zu schaffen. Von ihnen erhalten die Spieler verschiedene Geschenke, um neben dem Hauptabenteuer weitere Spielmodi freizuschalten.
Am Ende eines jeden Levels werden alle Gegenstände in einer Toilette aufgesogen, samt den Rabbids durch die Kanalisation geschleudert und zum Stapelplatz befördert. Ziel ist es so viele Gegenstände aufzutürmen, bis die Rabbids letztendlich den Mond erreichen.

Pädagogische Beurteilung:
Auf in den Sammelwahnsinn
Das Spiel startet mit einer kurzen Videosequenz, in der ersichtlich wird, wohin die Reise gehen soll: zum Mond. Und schon gleich beginnt das Abenteuer auf dem Einkaufswagen mit einer kurzen Erklärung der Steuerung. Im weiteren Verlauf des Spiels finden sich weitere Hinweise, welche Aufgaben erledigt werden müssen.
Gespielt werden kann alleine oder zu zweit. Wird zu zweit gespielt, steuert einer den Einkaufswagen in besagte Sammelgegenstände hinein und der andere kann als Kanonenkugelhase weitere Gegenstände durch Kanonenschüsse einsammeln. Dabei müssen die Spieler Hindernissen und Gegnern ausweichen. Je fortgeschrittener der Spielverlauf ist, desto kniffliger wird es, das Ende des Levels zu erreichen. Insgesamt gibt es 15 Level und 150 Rätsel, die vollendet werden müssen.

Ausschöpfung der Wiimotion
Gesteuert wird mit der Wii-Fernbedienung und dem Nunchuk. Wie gewohnt wird mit dem Control-Stick gelenkt, der Z-Knopf dient dazu, Kanonenkugeln abzufeuern, mit A wird beschleunigt und B sorgt für einen Super-Boost. Das Schütteln der Wii-Fernbedienung und des Nunchuks führen zur „Bwaaah-Attacke“, um Gegner anzugreifen. Als nette Spielerei nebenbei kann mit dem C-Knopf ein Schnappschuss gemacht werden, den man später in der Galerie begutachten kann.
Dass die Steuerung voll ausgenutzt wird, betrachteten die Spieletester vom KiJu Brake und die Spieletesterinnen vom Luna Sennestadt zwiespältig. Einerseits lobten sie, dass das Spiel dadurch nicht eintönig wird, andererseits fanden sie es aber schwierig, sich alle Bedienmöglichkeiten zu merken. Das führte dazu, dass „unkontrolliert Bilder geschossen wurden“ (Tasnim 11 Jahre, Claudia 11 Jahre, Ines 12 Jahre). Für Spieletester Ilias (9 Jahre) war das Handbuch ein treuer Begleiter während des Spielvergnügens, da dort sehr anschaulich die Steuerung zusammengefasst ist.

Skurriler Humor
Der skurrile Humor kam bei allen Testern gut an. Sie fanden das Aussehen der Charaktere lustig und freuten sich über nett eingebaute Zusätze, wie die Beatles-Musik aus einem stehenden Bus oder das sämtliche Gewohnheiten auf den Kopf gestellt wurden: eine Tuba als Lagerplatz für alles Gesammelte und eine Toilette als Ort, um das Gesammelte durch die Abflussrohre letztendlich zum Stapelplatz zu führen. Dass neben den Gegenständen auch Menschen entkleidet werden konnten, um die Kleidung ebenfalls einzusammeln, führte bei den meisten Testern zu Gelächter und der nach der Altersfreigabe. „Warum sind die in Unterwäsche? Und das soll ab 6 sein?“ (Tasnim 11 Jahre).

Minigames in der technischen Umsetzung
Neben dem Hauptabenteuer lassen sich in "Rabbids Go Home" weitere Minispiele freischalten. Dazu gehören Extra-Level, ein Level-Editor, um eigene Level zu erstellen und ins Internet hochzuladen sowie ein Rabbid-Creator, um seinen eigenen Rabbid zu gestalten. Dieser konnte in der Testergruppe auch am meisten überzeugen, da dort mit jedem Levelfortschritt weitere Gestaltungsmöglichkeiten freigeschaltet werden können.
Dass diese Minispiele jedoch nicht direkt freigeschaltet waren, fanden die Tester schade, sahen es aber als Ansporn, unbedingt die Level zu schaffen, um die Minispiele ausprobieren zu können. Allerdings war dies nicht so einfach. So war es nicht von Vornherein ersichtlich, ab welchem Punkt ein Level zu Ende war und wann der Spielstand gespeichert ist oder ob zwischengespeichert wurde. Dies führte dazu, dass die Tester, sobald sie zu den Minigames wechseln wollten, wieder von vorne beginnen mussten.

Fazit:
"Rabbids Go Home" ist ein gelungenes Spin-Off eines alten Spieleklassikers. Dass nun die Rabbids die Hauptrolle spielen und Rayman überhaupt nicht mehr auftaucht, fällt durch die gut herausgearbeiteten Spielelemente und den Spielspaß kaum auf, sodass ihn die Tester kaum vermissten. Zwar wurde die Steuerung anfangs teilweise als zu komplex und auch störend empfunden (besonders die C-Taste für Schnappschüsse), jedoch konnte das Spiel durch die witzigen Figuren und Geräusche sowie den Mehrspielermodus überzeugen.
Insgesamt wurde das Spiel von den Spieletestern im Alter von 8 bis 12 Jahren in den Punkten Grafik, Sound, Steuerung und Spielspaß überwiegend gut bewertet und für Freunde und Verwandte weiterempfohlen. Aufgrund der recht schwierigen Steuerung und der Tatsache, dass Gegner geschlagen (jedoch ohne wirkliche Verletzungen) und Menschen entkleidet werden, würden sie das Spiel ab 8 Jahren empfehlen.

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Spieletester
LUNA Sennestadt
Bielefeld
Bewertung Spielspass