Tom Clancy's Rainbow Six: Siege

Genre
Shooter
USK
keine Jugendfreigabe (?)
Pädagogisch
ab 18 Jahre
Vertrieb
Ubisoft
Erscheinungsjahr
2015.12
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
erfordert kostenlosen Account bei Ubisofts Spieleplattform Uplay
Kurzbewertung
Spannender und forderndert Taktik-Shooter in realitätsnahem Setting
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Erwachsene, die mit dem Genre bereits vertraut sind
Sprache
Grafik
realistisch
Sound

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Mehrspielermodus
Online-Multiplayer-Modus
Spielforderungen
Taktik, Reaktion
Zusatzkosten
Problematische Aspekte
explizite Gewaltdarstellung
Redaktion
Spielbar
www.spielbar.de
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Spielbeschreibung:
Im Taktik-Shooter "Tom Clancy's Rainbow Six Siege" wird die Welt von einer neuen, namenlosen Terroreinheit bedroht. Die amerikanische Präsidentin wendet sich daher an das Team Rainbow, einem Zusammenschluss der besten Kämpfer und Kämpferinnen verschiedener Spezialeinheiten, wie des FBI, der Spetsnaz oder der GSG9. Diese Spezialeinheit steht der unbekannten Terroreinheit gegenüber.
Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Online-Multiplayer-Modus. In jeder Runde muss ein Team von fünf Terroristen entweder eine Bombe, einen Giftgasbehälter oder eine Geisel bewachen, während es Aufgabe der fünf Anti-Terrorspezialisten ist, die Bombe zu entschärfen, die Geisel zu befreien oder den Behälter in Gewahrsam zu nehmen. Die Terroristen müssen sich also verteidigen, während die Spezialeinheit das jeweilige Gebäude stürmt und ihre Aufgabe zu erledigen versucht.
Dafür stehen neben den typischen Schusswaffen und Granaten auch andere Hilfsmittel zur Verfügung. Jedes Teammitglied wählt vor einer Partie, welche Rolle und damit verbundenen Spezialfähigkeiten es einnehmen will. Diese reichen von Spezialdrohnen, mit deren Hilfe man Fallen ausschalten kann, bis zu Heilfähigkeiten oder einem Scharfschützengewehr. Die Rollen mit ihren jeweiligen Fähigkeiten kann man erst nach und nach freischalten. Eine Multiplayer-Runde besteht aus mehreren Partien. Beendet ist eine Partie, wenn entweder alle Mitglieder eines Teams besiegt wurden oder die Spezialeinheit ihre Mission erfolgreich abgeschlossen hat. Das Team, das zuerst drei Partien erfolgreich für sich entscheidet, gewinnt schließlich die Runde.
Neben dem Multiplayer-Modus gibt es noch eine Einzelspielerkampagne, die in "Rainbow Six Siege" „Situationen“ genannt wird. Hier lernt man einzelne Spielelemente und Spezialfähigkeiten genauer kennen und bestreitet insgesamt elf Szenarien gegen KI-(also computergesteuerte) Gegner. Der Spielmodus „Terroristenjagd“ dient als Koop-Modus, in dem bis zu fünf Personen in einem zufällig ausgewählten Szenario gegen KI-Gegner antreten.
Um das Spiel zu installieren, benötigt man einen Account bei Uplay, der Ubisoft-eigenen Vertriebsplattform. Dies dient in erster Linie dem Kopierschutz, daneben erhält man durch verschiedene Aktionen innerhalb eines Spiels Uplay-Einheiten und kann damit Boni freischalten. Das Spiel basiert lose auf der Romanreihe Rainbow Six von Tom Clancy, die bereits seit 1998 als Vorlage mehrerer Actionspiele dient.

Pädagogische Beurteilung:

Von Sarah Pützer auf www.spielbar.de

Taktik ist gefragt
"Tom Clancy's Rainbow Six Siege" legt seinen Fokus vor allem auf die taktische Komponente. Gerät man einmal ins Kreuzfeuer der Gegner, segnet man schnell das Zeitliche und scheidet aus der Partie aus. Daher muss jeder Schritt in der Spielwelt wohl überlegt sein, mit blinder Feuerkraft erreicht man nur wenig. Auch Teamplay ist für den Sieg entscheidend. Die Gruppen sind mit fünf Personen relativ übersichtlich, Absprachen und eine gemeinsame Taktik lassen sich daher per Voice Chat gut koordinieren. Die Partien in Rainbow Six Siege sind so sehr intensiv und sorgen für einen besonderen Nervenkitzel.
Dadurch steigt andererseits der Druck für Neulinge. Da man nicht respawnt, also innerhalb einer Partie nicht erneut wiederbelebt wird, gibt es keinen zweiten Versuch. Fehlt eine Person, hinterlässt sie eine Lücke. Wer sich zunächst unsicher fühlt, kann sich erst an der Einzelspielerkampagne versuchen. Diese dient als Training, um mit der Funktionsweise des Spiels vertraut zu werden, richtet sich dabei aber eher an Shooter-Erfahrende. Die Steuerung wird beispielsweise nicht erklärt, zudem heißen die Schwierigkeitsgrade nicht umsonst Normal, Hart und Realistisch. Zwar gibt es auch einen „Tutorial“-Bereich. Hier findet man allerdings nur kurze Erklärvideos zu bestimmten Details des Spiels, eine umfassende Einstiegshilfe wird nicht angeboten.

Stereotypen ohne Hintergrund
"Rainbow Six Siege" greift mit dem Kampf zwischen Terroristen und Spezialeinheit ein sehr aktuelles Thema auf, bricht dies aber auf eine simple Schwarzweißmalerei herunter. Eine komplexe Geschichte ist nicht gegeben – welcher Motivation die Terroristen beispielsweise folgen, bleibt unerwähnt. Das Spiel konzentriert sich ganz auf seine Multiplayer-Gefechte, in denen auch Blut zu sehen ist. Zudem kommen durch die Geiseln Zivilisten ins Spiel, die ebenfalls, ob aus Versehen oder mit Absicht, erschossen werden können. "Rainbow Six Siege" versucht sich möglichst realitätsnah zu präsentieren – und erfordert daher volljährige Spielende, die sich vom gezeigten Inhalt zu distanzieren wissen.

Fazit:
"Tom Clancy’s Rainbow Six Siege" bietet für Shooter-Erfahrene spannende Multiplayer-Partien, welche vor allem taktisch fordern. Der Einstieg für Neulinge fällt dagegen schwer. Aufgrund des realistischen Settings und der gezeigten Gewalt eignet sich das Spiel nur für Erwachsene.