Last Exit Flucht

Genre
Simulation
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
UNHCR (UN Flüchtlingskommissariat)
Erscheinungsjahr
2006.03
Systeme
PC, Mac, Linux
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Spannendes Serious-Game mit angeschlossenem Fakten-Wiki
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Schüler und Lehrer
Sprache
Deutsch, Lesefähigkeit gefordert
Grafik
Comic
Sound
Figuren sprechen in unverständlicher Sprache

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Verschiedene spielbare Charaktere
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Logisches Denken, Empathie
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
Ernste Themen
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Das Thema Flucht ist zurzeit aktueller denn je. Und damit auch die Außeneinandersetzung damit. Dass die Wissensvermittlung nicht nur durch Nachrichten und andere Bildungsformate funktionieren kann, zeigt "Last Exit Flucht", ein Videospiel vom UN Flüchtlingskommissiariat.
In dem Serious-Game werden werden mehrere Stationen eines Flüchtigen durchlebt. Die Reise beginnt im Heimatland bei der eigentlichen Flucht und geht bis in die Integration in dem Zufluchtsland. Der Spieler wird in klassischer Point&Click-Manier durch die Level geführt und muss so zum Beispiel unter Zeitdruck entscheiden, welche Gegenstände er auf der Flucht in seinen Rucksack einpackt.

Pädagogische Beurteilung:
Entscheidungen und Konsequenzen
Zu Beginn wählt der Spieler sein Aussehen und seinen Namen. Das Spiel startet, indem der Protagonist von mehreren brutalen Polizisten verhört wird. Dabei muss der Spieler mit seinem Namen die Abtretung von Menschenrechten sowie der freien Religionsausübung unterschreiben. Hier wird, wie bei den meisten anderen Aktionen im Spiel auch, die Konsequenz kurz erläutert. Für weitere Informationen können die Spieler außerdem jederzeit in ein angeschlossenes Nachschlagewerk schauen.

Soziales Lernen
Die Szenarien sind oft hart, konsequent und nicht immer direkt durchschaubar. Aber genau das zeichnet ja auch die Lebensrealität eines Flüchtenden aus und macht sie für die Spielenden begreifbar. Die Comicgrafik ist zwar zweckmäßig, dafür aber kinderfreundlich und bietet so einen Anschlusspunkt für jüngere Spieler. "Last Exit Flucht" nimmt 30 bis 45 Minuten in Anspruch und füllt damit perfekt eine Unterrichtsstunde. Jedes Level ist zu Beginn bereits freigeschaltet, sodass Spieler einzelne Aufgaben auch überspringen können.

Fazit:
Besonders für Schulklassen, die aktuelles weltpolitisches Geschehen verfolgen, eignet sich "Last Exit Flucht". Hier wird versucht, den Spielern auf einer emotionalen Ebene Anschluss an die Lebenswelt von flüchtenden Menschen zu gewähren. Die ernste Thematik eignet sich allerdings erst für Kinder ab 12 Jahren.