Robots

Genre
Jump&Run
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Vivendi Universal Interactive
Erscheinungsjahr
2005.03
Systeme
PC, Playstation 2, Xbox, GameCube, Nintendo DS, Game Boy Advance
System im Test
PC
Kurzbewertung
Jump&Run zum gleichnamigen Kinofilm
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Der junge Roboter Rodney Copperbottom träumt davon, ein großer Erfinder zu werden. Er macht sich auf in die Stadt, nach Robot City, um sein großes Idol Bigweld zu finden. Sein Motto ist: "Du kannst glänzen, aus welchem Stoff Du auch immer gemacht bist." Auf der Suche nach seinem Vorbild trifft er jedoch auf den Tyrann Rachet, der das Sagen in Robot City übernommen hat. Bigweld ist verschwunden. Mit der Unterstützung seiner Freunde tritt Rodney an, den fiesen Plan von Rachet, alle veralteten Roboter verschrotten zu lassen, zu vereiteln.

"Robots" ist ein solide umgesetztes Jump&Run-Spiel für Einzelspieler. In Anlehnung an den gleichnamigen computeranimierten Film ist die Grafik farbenfroh und kindgerecht gestaltet. Der Einstieg in das Spiel gelingt problemlos und bindet den Spieler schnell in die Spielgeschichte und Aufgabenstellungen ein. In Hinsicht auf PC oder Konsole sind die Steuerungsmöglichkeiten zwar unterschiedlich ausgerichtet, dennoch von ungeübten Spielern leicht zu erlernen.

Zur Überwindung des vielfältigen Jump&Run-Parcours braucht es ein wenig Training, Fingerakrobatik und auch Durchhaltevermögen, denn ein Sprung daneben bedeutet, sich alles noch mal "erhüpfen" zu müssen. Virtuelle Unterstützung erhält man durch Rodneys Vater, der dem kleinen Roboterjungen alles beibringt. Man übt u. a. von Vorsprung zu Vorsprung über Abgründe zu springen, sich hochzuziehen, zu gleiten oder an Hochdrahtseilen zu hangeln.

Rodneys Hauptaufgabe ist es, auf seinen abenteuerlichen Kletterpartien wichtige Gegenstände zu sammeln. Oftmals sind es Baupläne, die es zu suchen gilt. So ist Rodneys erste Aufgabe, die Pläne für den Bau seines Begleiters Wonderbot zu finden. Dieser kann später besondere Fähigkeiten erlernen, hilft beim Einsammeln von Schrott oder betätigt Kurzschlussschalter, um Barrieren auszuschalten. Auch Schrott ist ein bedeutendes Sammelobjekt. Er fungiert nicht nur als Währungsmittel, sondern ist gleichzeitig Munition für den mit Zielmodus ausgestatteten Schrottwerfer. Der mit Altmetall betriebene Schrottwerfer ist wichtig, um fiese Roboter, die unserem Roboterfreund wertvolle Lebensenergie abziehen wollen, in ihre Einzelteile zu zerlegen. Die Tatsache den Schrott als Währungsmittel oder Munition einzusetzen stellt den Spieler vor die interessante Frage, welche Entscheidung ihn letztendlich weiter bringt. Sie sorgt dafür, dass man sein Zahlungsmittel nicht sinnlos verballert. Schließlich kann man dafür nützliche Ausrüstungsgegenstände für Rodney erwerben, z.B. eine Standard-Supersicht, die einzusammelnde Gegenstände im Zielmodus des Schrottwerfers anzeigt oder einen Bodenventilator, der die Spielfigur in die Höhe wirbelt.


"Mit Ballern allein kommst du hier nicht weiter. Du musst auch nachdenken.", bringt es Martin (11 Jahre) auf den Punkt. Um an die jeweiligen Gegenstände zu gelangen, muss man vor allem kombinieren und Wechselwirkungsprozesse verstehen lernen, damit die richtigen Hebel und Aktionsbodenfelder aktiviert werden können. Je weiter der Spieler im Spiel vorankommt, desto mehr Handlungsmöglichkeiten gewinnt er dazu. Neu erlangte Objekte helfen dabei, dass man im Spiel weiterkommt. So lassen sich mit dem Magnostrahler bestimmte Kisten bewegen, die einem sonst den weiteren Fortgang im Spiel versperren würden. Die einzelnen Level sind abwechslungsreich und spannend und bieten jede Menge Herausforderungen, da sich jeder Raum mit einem neuen Lösungsweg erschließen lässt.

Passend zum Spielgeschehen wirken Hindergrundmusik und Klangkulisse. Ein technisches Manko ergibt sich bei der separaten Kamerasteuerung. Sie ist so schlecht eingestellt, dass eine zielgenaue Orientierung mit der Spielfigur oftmals nur schwer möglich ist. Gelungen präsentiert sich dagegen das actionreiche Wettrennen, das Rodney in einer kugelförmigen Transporterkugel bestreitet. Solche Einlagen lockern das ansonsten recht einfache Spielprinzip auf und sorgen für zusätzliche Herausforderungen. Die Tester jedenfalls meinten, dass es ruhig ein paar mehr davon hätten sein können. Einfallsreich und witzig empfanden sie auch die Sprüche der umherstehenden Roboter-Passanten, die man mit der Aktionstaste animieren kann.

Besonders begeistert von "Robots" waren die jungen Spieletester ab 6 Jahren, die auch schon den Kinofilm kannten. Die virtuelle Spielidee mit ihren abwechslungsreichen Spielforderungen sowie ein angemessener Schwierigkeitsgrad und die Möglichkeit Spielstände abspeichern zu können motivierten ihren Ehrgeiz so, dass auch Frustrationstiefs während des Spielverlaufs sie nicht davon abbringen konnten, ein Level erfolgreich abzuschließen.