Guild of Dungeoneering

Genre
Strategie
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Versus Evil
Erscheinungsjahr
2015.07
Systeme
PC, Mac, iOS, Android
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Steam
Kurzbewertung
Kurzweiliger Spaß, aber eher ungeeignet für jüngere Kinder
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Interessant für
Fans von Dungeon Crawlern, Kartenspielen
Sprache
Englisch mit leicht verständlichen piktografischen Symbolen
Grafik
Zeichentrickoptik mit wenigen farblichen Akzenten
Sound
Minimalistische musikalische Untermalung

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Verschiedene Held_innen
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Englische Sprachkenntnisse, strategisches Denken
Zusatzkosten
Kostenpflichtige Erweiterungen, die nicht zwingend notwendig sind
Problematische Aspekte
Keine langanhaltende Unterhaltung
Gruppenleiter
Sven Bartel
Spielhaus in Bielefeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
"Guild of Dungeoneering" ist ein ab 6 Jahren freigegebener Titel, welcher zurzeit ausschließlich auf Englisch spielbar ist. Hier finden sich die Spielenden als Verliesmeister wieder. Die Aufgabe ist es, nach und nach die eigene Gilde zu Ruhm und Ehre zu führen. "Dungeoneering" lässt sich dabei am ehesten als Kartenspiel einordnen. Anstatt hier die Heldengruppe selbst zu steuern, wird in einem rundenbasierten Verlauf nach und nach ein Verlies errichtet. Um dies zu tun, muss man mit den eigenen Monstern gegen computergesteuerte Gegner kämpfen. Nach jedem gewonnen Kampf haben die Spielenden die Möglichkeit, per Zufallsprinzip Spielkarten aus einem Deck zu erhalten. Auf diesen befinden sich unterschiedlichste Zeichen abgebildet, welche den Spielenden mehr Schutz, einen besseren Angriff oder auch Monster und Fallen zugänglich machen, mit Hilfe derer sie ihre Gilde verbessern können. Die Verliesmeister entscheiden hierbei eigenständig über die Gegner, was dazu beiträgt, dass jeder Kampf neue Spannung bereithält.
Das Spiel folgt keinem roten Faden in Form einer Geschichte, doch kommt es durch eine stetige Steigerung der Kräfte und dem Ausbau der Guilde früher oder später zu einem Endboss - dem „Herrscher des Verlieses“. Sollte dieser den Spielenden besiegen, gilt es sich darum zu bemühen, beim nächsten Aufeinandertreffen noch stärker als vorher zu sein. Doch beinhaltet "Guild of Dungeoneering" nicht nur das Kämpfen gegen Feinde, sondern auch ein Verwaltungssystem. Neue Räume müssen gebaut werden, um Abenteurer anzulocken und somit neue Karten für das eigene Deck oder besondere Gegenstände zu erwirtschaften. Auch geht es darum,  die Persönlichkeiten und Eigenschaften der eigenen Held_innen kennenzulernen, sie zu verbessern und weitere Held_innen zu finden. Mit diesen verlangt es nach einer Strategie, sie von Kampf zu Kampf vor ihrem vorzeitigen Verderben zu bewahren.
Die Währung ist hier der durch Kämpfe erhaltene „Ruhm", welchen man sparen und für einen Levelaufstieg und das Freischalten von Räumen und Ausrüstung nutzen bzw. ausgeben kann.
Die grafische Darstellung aus der Vogelperspektive, die sich nur an drei Farben bedient, kommt mit einem Bleistift-Look richtig gut zur Geltung. Passende Musik und eine Sprachausgabe untermalen das Geschehen und tragen dazu bei, sich noch besser in das Spiel hineinversetzen zu können. Durch ausgefallene Fantasienamen oder Dialoge findet sich in "Guild of Dungeoneering" von Zeit zu Zeit auch ein kindlicher Humor wieder.
Das Spiel ist sowohl für den Computer, als auch für iOS und Android erhältlich, was sich auch in der Steuerung äußert. Hier wird zurückgegriffen auf das simpele „Drag and Drop“-System. Da hier nur die Maus Verwendung findet, ist das Spiel hinsichtlich der Steuerung geradezu selbsterklärend.

Pädagogische Beurteilung:
Leicht verständlich
Positiv aufgefallen ist eine deutliche und übersichtliche Visualisierung. Dadurch war es auch Kindern möglich, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, das Spiel nach kürzester Zeit zu verstehen. Um ein Beispiel zu nennen verstehen sie vielleicht das englische Wort für Schutz nicht, sehen jedoch ein Schild und assoziieren dies richtig mit diesem Begriff. Die Namen und eine dazu passende Zeichnung der unterschiedlichen Fantasiecharaktere sorgten für immer wiederkehrende Belustigungen.

Für Anfänger und Neulinge
Da das Kämpfen bei "Guild of Dungeoneering" einen großen Teil einnimmt, ist es auch das, was den Kindern am meisten Spaß bereitete. Das System, immer wieder neue Karten im Kampf verwenden zu können, zeigt sich als bewährt, da es einen langes Spielerlebnis durch das stetige Sammeln suggeriert. Des Weiteren betonte die Testergruppe die einfache Handhabbarkeit des Spieles als sehr positiv.

Grafische Aufmachung
Dadurch, dass die Farbwahl sehr begrenzt ist, sprach es die Jungen und Mädchen aus der Testergruppe nicht sonderlich an. Hier würde sich eine buntere Gestaltung besser anbieten. Wenn das Spiel als Ganzes betrachtet wird, fällt ein weiteres Manko auf. Es gibt keine richtige, sich entwickelnde Story oder einen Ausblick, was den Spieler im weiterem Verlauf erwarten wird. Die Sprachbarriere lässt jedoch auch Fragen offen, wie bspw. die Sinnhaftigkeit des Sammelns von Items.

Fazit:
"Guild of Dungeoneering" ist ein strategisches Aufbaurollenspiel. In diesem müssen die Spieler_innen als Meister das eigene Verlies auf- und ausbauen und mit verschiedenen Karten Kämpfe gegen Monster bestreiten. Die Kinder würden das Spiel nicht zwingend weiterempfehlen. Es machte ihnen nur kurzweilig Spaß, konnte sie aber nicht auf lange Sicht begeistern.

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Spieletester
Spielhaus in Bielefeld
Bielefeld
Bewertung Spielspass