Just Dance 2016

Genre
Sport
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Ubisoft
Erscheinungsjahr
2015.10
Systeme
Playstation 3, Playstation 4, Xbox 360, Xbox One, Wii, Wii U
System im Test
Wii U
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Chart-lastiges, bewegungsintensives Tanzspiel
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Interessant für
Tänzer, Fitnessfans
Sprache
Deutsch
Grafik
Bunte stilisierte Musikvideo-optik
Sound
Originalgetreue Chart-Musik

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
nicht vorhanden
Mehrspielermodus
Lokaler Koopmodus, Online-Mehrspieler
Spielforderungen
Hohes Reaktions- und Bewegungsvermögen
Zusatzkosten
Kostenpflichtiger Streamingservice
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Gruppenleiter
Koray Çoban
Ü8 Elsa-Brandström-Schule Düsseldorf
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4Screenshot 5
Siehe auch

Spielbeschreibung:
Ubisoft stellt mit "Just Dance 2016" den nunmehr siebten Ableger der erfolgreichen Spielereihe ins Verkaufsregal. Und wie der Titel, der seit 2009 jährlich im Herbst erscheinenden Reihe, bereits erahnen lässt – auch in diesem Jahr geht es ums Tanzen.
Bei der von uns getesteten Variante für die Wii U können bis zu vier (bzw. sechs) Spieler_innen gleichzeitig das Tanzbein schwingen. Die Choreographien sind dabei bei einigen der 43 offline verfügbaren Lieder jeweils auf jede Tänzer_in einzeln abgestimmt. Wie gewohnt nimmt die Wii-Remote die Bewegungen auf. Durch eine, zumindest für die Wii U, neue App können alternativ bis zu sechs Spieler_innen mittanzen. Das Tablet oder Smartphone dient dabei als Ersatz für den Remote-Controller.
Dance Party, Dance Quest oder World Video Challenge - in drei der fünf angebotenen Spielmodi liefert man sich im Grunde einen klassischen Tanzwettbewerb. Je besser dabei gemeinsam oder gegeneinander die Choreos nachgeahmt werden, desto mehr Punkte können ergattert werden, um seine Off- wie Online-Gegner_innen auf die Plätze zu verweisen und neue Aufgaben oder neue Tracks freizuschalten.
Im Modus Sweat & Playlist zeichnet das Spiel auf, wieviele Kalorien beim Nachtanzen einer Playlist verbraucht werden sollen. In Showtime können eigene Choreographien zu bestehenden Songs kreiert werden. Via Just Dance TV hat man zudem die Möglichkeit, seine besten Moves mit der „Tanzwelt“ zu teilen.

Pädagogische Beurteilung
Bewegungstücken
Das Spielprinzip hinter "Just Dance 2016" könnte in der Theorie einfacher nicht sein, müssen doch lediglich die gezeigten Choreographien nur nachgetanzt werden. Die Praxis hingegen entpuppt sich erneut als Herausforderung. „Stehblues“ oder ähnlich einfach gestrickte Tänze sucht man auf der Spieledisc vergeblich. Nahezu alle verfügbaren Lieder und Tänze sind wohl mindestens als „gehobenes Niveau“ zu betrachten. Ein Großteil der Tanzbewegungen ist damit insbesondere für jüngere Kinder „ein bisschen zu schwierig“. Zudem erweist sich die Bewegungserkennung abermals als lückenhaft und oft zu ungenau. Die Bewegungen mit dem Remote-Controller werden oft verzögert umgesetzt, was nicht selten dazu führt, dass „einfach nur wild rumwedeln“ fast genauso viel Erfolg, sprich Punkte, garantiert, wie der mühevolle Versuch, die einzelnen Bewegungen der Choreographien einzuhalten.

Bewegungsempfehlung
„Wenn man mal 'ne Übernachtungsparty macht, kriegt man so die Kinder müde!“ - trotz aller Tücken der Bewegungserkennung, vielleicht auch gerade aufgrund dieser, stand für die Kinder nach etwa 30minütiger Spielzeit fest, dass das „Rumgetanze“ körperlich „voll anstrengend“ ist. „Boah, ich kann nicht mehr - können wir was anderes spielen?“.

Bewegungsunschärfe
Bei der audiovisuellen Präsentation von "Just Dance 2016" ist man dazu geneigt, ein Prädikat „altbewährt“ auszusprechen. Gerade im Zeitalter von leistungsfähigen Konsolen wirkt insbesondere die Grafik als zu erfüllender Mindeststandard. Quietschbunte, teils schrille, manchmal etwas überladene Hintergründe treffen auf dennoch stets flüssige und nur selten plastisch wirkende Bewegungen der Protagonist_innen. Musikalisch hingegen kommen Chartliebhaber_innen und somit oft ein jüngeres Klientel ‚halb' auf ihre Kosten. „Mir gefällt nicht, dass es keine neue Musik gibt.“ Zwar hat Ubisoft im siebten Tanzspektakel versucht, mit einem eigens eingeführten Streaming-Service dieser, durchaus berechtigten, Kritik mit etwas mehr Abwechslung entgegenzuwirken, nur leider ist der Service mit einem Abonnement und somit mit zusätzlichen Kosten verbunden. Je nach Konsole bedeutet dies letztlich, dass das mindestens 30€ teure Spiel ohne Zusatzkosten nach maximal sechs Monaten im Regal verstauben dürfte.

Fazit:
"Just Dance 2016“ hinterließ beim Test gemischte Gefühle. Kritisiert wurden insbesondere die manchmal ungenaue Bewegungserfassung und die Aktualität der Songs. Als positiv nahm die Testergruppe hingegen den Partycharakter des Titels sowie die damit verbundene körperliche Anstrengung wahr. Das technisch solide Spiel dürfte zumindest Grundschüler_innen und tanzbegeisterte Spieler_innen einige kurzweilige spaßige Mehrspielernachmittage bereiten. Langzeitspaß darf jedoch, zumindest laut der Testergruppe, bezweifelt werden.

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Spieletester
Ü8 Elsa-Brandström-Schule Düsseldorf
Düsseldorf
Bewertung Spielspass

„Wenn man mal 'ne Übernachtungsparty macht, kriegt man so die Kinder müde!“

„Es ist ein bisschen zu schwierig.“

„Mit dem Controller einfach nur wild rumwedeln reicht meistens.“

„Das Rumgetanze ist voll anstrengend.“

„Mir gefällt nicht, dass es keine neue Musik gibt.“