NBA Live 16

Genre
Sport
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Electronic Arts
Erscheinungsjahr
2015.09
Systeme
Playstation 4, Xbox One
System im Test
Playstation 4
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Sportspiel für Basketballfans
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Basketballfans, Sportspielfans
Sprache
Englisch mit deutschen Bildschirmtexten
Grafik
Realistisch, Stadionatmosphäre
Sound
Englischer Kommentator, Atmosphärische musikalische Untermalung

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Verschiedene bekannte Basketballspieler und Mannschaften
Mehrspielermodus
Lokaler und Onlinemehrspielermodus
Spielforderungen
Taktisches Geschick, gute Reflexe, Grundkenntnisse in der Sportart
Zusatzkosten
Spielinterne Währung kann mit Echtgeld gekauft werden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Gruppenleiterin
Katrin Schmidt
Luna Sennestadt, HoT Schildesche
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Seit 1995 erscheint regelmäßig ein neuer Titel der NBA Live-Reihe. "NBA Live 16" ist bereits der zweite Teil für die PS4. In dieser Version stehen dem Spieler verschiedene Spielmodi zur Auswahl. Zum Beispiel ist möglich, als eigens kreierter Nachwuchsstar eine Karriere zu durchlaufen, die Highlights der NBA-Saison nachzuspielen, im Onlinemodus gegen andere anzutreten oder sich in den Trainingsmodus zu begeben und sich adäquat auf das Spielerlebnis vorzubereiten. Die unterschiedlichen Spielvarianten bieten Abwechslung und versprechen Lust auf mehr. Allen Spielmodi ist gemein: der Ball muss in die Körbe befördert werden und die Spieler_innen treffen altbekannte Teams wie die Chicago Bulls oder Golden State Warrior wieder.

Pädagogische Beurteilung:
Der Spielstart
Gleich zu Beginn des Spieles wird man aufgefordert, sein Gesicht einzuscannen. Dafür soll man den QR-Code auf dem Bildschirm einscannen und sich die dazugehörige App herunterladen. Diese Option weckte Neugier bei den Spieletester_innen vom LUNA Sennestadt und vom HoT Schildesche. Allerdings bestand jeweils keine Internetverbindung, sodass dies nicht getestet werden konnte.
Dennoch konnte die Spielfigur im weiteren Spielverlauf weiter ausgebaut werden. Es folgte eine große Gesichtsauswahl, verschiedene Frisuren, Bärte, Outfits und Körpertypen. Außerdem konnte ein ganzer Steckbrief erstellt werden, samt Name, Land, Alter, Schule, Team usw. Dies machte allen gleichermaßen Spaß und die fehlende Option, das Gesicht zu scannen, war schon vergessen. Aber auch Kritikpunkte kamen hierbei zum Vorschein: Zum einen war es nicht möglich, Frauenmannschaften zu wählen, was besonders den Testerinnen aus dem LUNA Sennestadt sauer aufstieß, und zum anderen wurde die Spielergestaltung eingeschränkt, denn die Frisuren sind inklusive der Haarfarben voreingestellt und lassen sich nicht individuell verändern: „Hä, wieso kann ich die Haarfarbe nicht verändern?“ (Mary, 12 Jahre, Luna Sennestadt).

Grafik, Sound und Sprache
Gleich zu Beginn fiel auf, dass die Grafik sehr schön und real gestaltet ist und man in den Videosequenzen sogar die Schweißperlen auf der Stirn erkennt. Auch die Geräuschkulisse erinnert durch den Zuschauerjubel und den Spielekommentator an reale Basketballerlebnisse.
Schwachpunkte finden sich jedoch in der sprachlichen Umsetzung. Diese ist nicht konstant ins Deutsche übersetzt worden, was vor allem für diejenigen, die sich nicht in der Basketballszene auskannten, problematisch war. Die Menüführung ist auf Deutsch, die Spielanzeige innerhalb des Spiels auf Englisch, die eingeblendeten Tipps wieder auf Deutsch. Am meisten fühlten sich die Tester_innen jedoch davon gestört, dass der Spielekommentator nicht ins Deutsche übersetzt wurde. „Wenn man nicht so gut Englisch spricht, versteht man gar nicht, was der sagt. Das ist bei FIFA besser“ (Felix, 14 Jahre, HoT Schildesche).

Die Steuerung
Die Steuerung scheint zunächst recht intuitiv erlernbar zu sein zu sein: Die Spieler wechselt man mit X, mit dem Stick kann man tricksen, aber es fällt auch direkt ein Unterschied zur Vorversion auf: „Hä, wie greif ich an?“ (Felix, 14, HoT Schildesche) „Hier kann man nicht angreifen, wie beim 2015er!“ (Finn, 14, HoT Schildesche)
Die Mädels hatten es hierbei jedoch etwas schwerer die Playstation-Steuerung zu handhaben, da sie eher mit Nintendo-Produkten vertraut sind. So empfanden sie die Steuerung als schwer erlernbar.

Spielerische Umsetzung
Das Spiel überzeugt mit den angebotenen Spielmodi. Darunter gibt es das „Zentralspiel“ mit „Tip off“ und „Head2Head“, die „BIG Moments“, um die Highlights der NBA Saison nachzuempfinden, das „NBA Rewind“, um eine Saison nachzuspielen, die „Karriere“, um entweder als „Rising Star“ eine Einzelkarriere zu machen oder als „Dynasty“ im Team Karriere zu machen. Im „Live Learn“ kann zudem ein Tutorial gespielt werden, das die Übungen für die Grundsteuerung und Trainingsspiele beinhaltet. Selbstverständlich ist auch ein Onlinemodus vorhanden, um die eigenen Fähigkeiten mit anderen Spielern aus aller Welt zu messen.

Es muss nicht immer FIFA sein
Nach anfänglicher Orientierung zeigten die Tester aus dem HoT Schildesche sichtlich Spaß an dem Spiel und zogen zudem direkte Vergleiche zu der Fußballspielereihe "FIFA". Zum Beispiel fiel beim Anspielen direkt auf, dass es im Gegensatz zum Fußball mehr Halb- und Auszeiten gibt, bei denen zudem keine Seitenwechsel stattfinden. „Das find ich gut, damit man nicht durcheinander kommt“ (Felix, 14 Jahre, HoT Schildesche). Was jedoch den Spielspaß etwas bremste war, dass die Bot-Mitspieler alleine weiterspielten, dabei aber nicht nur dem Ball hinterherliefen, sondern direkt ins Spielgeschehen eingriffen – „Das ist vor allem für Neulinge unfair“ (Finn, 14 Jahre, HoT Schildesche). Dennoch versprach das Spiel Lust auf mehr: „Ich glaub, ich kauf mir das auch“ (Finn 14 Jahre, HoT Schildesche).
Die Testerinnen aus dem LUNA Sennestadt zeigten jedoch nicht die gleiche Euphorie. Ihnen machte die Spielergestaltung mehr Spaß, als Basketball miteinander bzw. gegeneinander zu spielen. Als Grund nannten sie auch gleich: „Wir sind halt keine Basketballfans“.

Fazit:
Wie auch schon in den vorherigen Teilen, kann man hier mit seinen Lieblings-NBA-Teams und Spielern die NBA-Saison nachempfinden. Außerdem hat dieses Spiel einige Neuerungen parat. So wurden einige Spieltechniken überarbeitet, was hier vor allem bei Angriffstechniken auffiel. Außerdem ist es nun möglich, das eigene Gesicht mithilfe der dazugehörigen App und einer Internetverbindung zu implementieren. Hier stellt sich allerdings die Frage, ob man diese Option nutzen möchte. Jüngere Spieler_innen verfügen in der Regel noch nicht über genügend Reflektionsvermögen, die eventuellen Gefahren einzuschätzen.
Die Grafik wurde gut ausgearbeitet, die Spieler sehen realistisch und das Setting ansprechend aus. Dennoch befindet sich die grafische Ausgestaltung nicht auf dem gleichen hohen Niveau wie FIFA, was jedoch nicht zu Lasten des Spielspaßes ging. Das einzig Störende war, dass die Sprache im Spiel nicht konstant ins Deutsche übersetzt wurde, was am meisten jedoch beim Kommentator auffiel.
Alles in Allen wurde das Spiel von den Spieletester_innen im Alter von 11 bis 15 Jahren in den Punkten Grafik, Sound, Steuerung und Spielspaß überwiegend gut bewertet. Für Sportspielefans und Basketballfans empfehlen sie das Spiel klar weiter, für andere dagegen weniger, da sie sich wahrscheinlich nicht direkt in das Spielerlebnis einfinden können und sich erstmal mit dem Thema Basketball auseinandersetzen müssten.

Beurteilung der Spieletester zuklappen
Spieletester
LUNA Sennestadt
Bielefeld
Bewertung Spielspass

„Wenn man nicht so gut Englisch spricht, versteht man gar nicht, was der sagt. Das ist bei FIFA besser.“ (Felix, 14 Jahre, HoT Schildesche)

„Hier kann man nicht angreifen, wie beim 2015er!“ (Finn, 14 Jahre, HoT Schildesche).

„Ich glaub, ich kauf mir das auch.“ (Finn, 14 Jahre, HoT Schildesche).

„Es muss nicht immer FIFA sein! Auch Körbe werfen kann Spaß machen.“