Blown Away: Secret of the Wind

Genre
Apps
USK
nicht USK geprüft (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Black Pants Game Studio
Erscheinungsjahr
2015.12
Systeme
iOS, Android
System im Test
iOS
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Süßes Jump&Run mit Anspruch
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Jump&Run Fans und Mobile-Gamer
Sprache
Englisch, keine Sprachausgabe
Grafik
Comicartige Darstellung mit Witz, Wasserfarben-Optik
Sound
Keine Sprachausgabe, passende Musikunterlegung und Hintergrundgeräusche

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Hendrik, der Schlimazel
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Schnelle Reaktions- und Taktikfähigkeit
Zusatzkosten
Bei der Android Version müssen Level freigekauft werden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Redaktion
Karolina Kaczmarczyk
Spieleratgeber NRW
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Spielbeschreibung:
”Blown Away: Secret of the Wind” dreht sich um den kleinen Schlimazel (zu deutsch: Pechvogel) Hendrik, dessen einziges Überbleibsel nach einem starken Windstoß seine letzte Haarsträhne ist. Doch Hendrik macht sich nichts aus seiner Notsituation und nutzt seine Teleportier-Fähigkeiten, um die Bruchstücke seines Hauses zu finden, indem er in Jump&Run Manier über Hindernisse hüpft und vor Gegnern geschickt flieht.

Pädagogische Beurteilung:
Jump&Run in einer Wasserfarbenwelt
Hendrik bewegt sich in vier Spielwelten, die aus jeweils 40 einzelnen Leveln bestehen und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade mit sich tragen. Eine Spielwelt ist immer gleich aufgebaut: Wie in einem typischen Jump&Run müssen die Spielenden Hendrik über unterschiedlich lange und komplex ausgebaute Blöcke bewegen, indem sie ihn mit einem Tippen zur gewünschten Stelle teleportieren. Die Wolkenlandschaften, in denen sich Hendrik bewegt, sind je nach Spielwelt mit unterschiedlichen handgezeichneten Elementen passend zur Wasserfarben-Szenerie gestaltet. So ist die Anfangsumgebung „Broken Fields“ ganz schlicht gehalten und spielt mit den klassischen Komponenten von Jump&Run Spielen, wie beispielsweise den Hindernisblöcken in Steinklotz-Optik. Passend zum Titel „Lost Documents“, ist eine andere Spielewelt voller alter Dokumentstapel in Grautönen, die durch geschickte Taktik überquert werden müssen. Das aktuelle Update lässt die Spieler_innen in eine Winterästhetik eintauchen. Hendrik selber ist ein kleines rundes Wesen mit großen Augen, einer Haarsträhne und zwei Füßchen, mit denen er sich fortbewegen kann. Mit einer unaufdringlichen, also nicht ablenkenden Musik, und den akustischen Elementen, die während der einzelnen Aktionen auftauchen, wird die tollpatschige, doch sympathische Stimmung, die durch die Aufmachung des Spiels und durch Hendrik selber transportiert wird, untermalt.

Das Spielprinzip
Ein Element, welches die Klassik des Leveldesigns aufbricht, ist die tolle Funktion des Teleportierens, welche sehr gut auf die Gebrauchstauglichkeit von Touchscreens angepasst ist. Hendrik kann sich mithilfe seiner Teleportationsschuhe von einer Stelle zur anderen beamen. Doch aufgepasst: Nach einer Bewegung ist die Energie der Schuhe verbraucht, sodass die Grenze zwischen Fallen und Teleportieren sehr gering ist. Im Laufe des Spiels entwickeln die Spielenden eine eigene Methode, wie man am wenigsten Energie verbraucht und so schnell wie möglich zum Ziel, einer Wolke mit Zielfahne, kommt und zusätzlich möglichst viele Steine einsammelt. Denn je mehr Steine Hendrik einsammelt, desto mehr Punkte erhält er. Die Spieler_innen müssen ebenfalls zusehen, dass sie schnell weiterkommen, denn neben der schnell verfallenden Energie der Schuhe und der sich bewegenden Spieloberfläche, beinhaltet das Spiel auch viele traurig guckende Monster oder zur Spielwelt passenden Hindernisse, wie beispielsweise Windmühlen, die Hendrik direkt wieder an den zuletzt gespeicherten Ort zurückfallen lassen. Ganz schön tricky also. Um den Spielverlauf aber etwas einfacher zu gestalten, gibt es zwei Elemente, die weiterhelfen können. Zum einen begegnet Hendrik einer süßen Oma, die - während sie auf einer Wolke sitzt - nur darauf wartet, Hendriks Schuhe mit Energie vollzuladen (im Laufe des Spiels wird der Energiepegel der Schuhe aufgestockt). So kann das Männchen schwierige Spielabschnitte gut bewältigen. Zum anderen werden, abhängig von der variablen Länge der einzelnen Level, kleine Fernseher auf die Blöcke platziert, die Hendrik als Speicherstation dienen, sodass er nicht immer an den Anfang des Levels befördert wird.

Fazit:
”Blown Away: Secret of the Wind” ist ein motivierendes Jump&Run, das langanhaltenden Spielspaß bietet. Neben dem schönen und abwechslungsreichen Design in Wasserfarben-Optik, überzeugt das Spiel vor allem durch anspruchsvoll gestaltete Level. Der Levelaufbau bietet einen guten Wechsel zwischen sehr langen und fordernden und einfachen Leveln, sodass die Spieler_innen nicht immerzu unter Anspannung stehen. Taktikfähigkeit und schnelle Reaktionen sind gefragt, sodass Kinder unter 8 Jahren wahrscheinlich etwas überfordert wären. Beim Android-Betriebssystem müssen Level freigekauft werden.