Jak 3

Genre
Jump&Run
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Sony
Erscheinungsjahr
2004.12
Systeme
Playstation 2
System im Test
Playstation 2
Kurzbewertung
gelungene Genre-Mischung aus Adventure und Jump&Run
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Auch wenn die Geschichte Bezug nimmt auf „Jak 2“, können die Spielforderungen im dritten Teil auch ohne diese Vorkenntnisse von älteren Kindern problemlos verstanden und gespielt werden. Dennoch soll die Einleitung nicht vorenthalten werden: Nachdem der Elf Jak und sein kleiner Freund, das Frettchen Daxter, im zweiten Teil die Stadt Haven befreit haben, müssen sie nun erfahren, dass einige der „Metal-Köpfe“ überlebt haben. Für diese Unachtsamkeit werden sie vom Stadtrat zur Strafe aus Haven verbannt und in der Wüste ausgesetzt. Eine auszehrende Wanderung beginnt, die sie nur überleben, weil sie in letzter Minute und am Ende ihrer Kräfte von den Bewohnern der Stadt Spargus aufgegriffen werden. Doch bevor sie Spargus wieder verlassen und nach Haven zurückkehren können, müssen Jak und Daxter zuvor eine Reihe von Aufgaben meistern.

So muss sich der comicartig dargestellte Jak u. a. in einer Vulkan-Arena gegen eine Überzahl von bewaffneten Gladiatoren behaupten, auf einem Riesenvogel reitend versprengte Mini-Kängurus einfangen und in einem Strandbuggy ein Wüstenrennen gewinnen. Nach bestandener Aufgabe erhält er neue Fähigkeiten und Objekte, wie Waffen, Fahrzeuge und Steine, die benötigt werden, um sich neuer Gegner zu erwehren und nach Haven zurückkehren zu können. In manchen Wettkampfsituationen ist es auch notwendig, dass Jak seinen Freund als Gegenwert für bestimmte Objekte, die im Kampf gewonnen werden können, einsetzt. Versagt er, ist Daxter verloren.

Die Kinder fanden diese Spielidee recht originell und versuchten hier auch besonders konzentriert ans Werk zu gehen. Doch letztendlich empfanden sie diese Herausforderung wie jede andere auch. Wussten sie doch, dass bei Misserfolg ein neuer Versuch beliebig oft möglich war. Auf Grund ihrer medialen Erfahrungen aus Film, TV und Bildschirmspielen erlebten sie die comicartige Genremischung aus Jump&Run und Action-Adventure als witzig und unrealistisch. Die detaillierte und bunte Grafik der Schauplätze und Städte sowie die passende Audiountermalung trugen ebenso zum Spielvergnügen bei, wie die witzigen Äußerungen des vorlauten Frettchens in Gesprächen mit den Bewohnern der futuristischen Stadt Spargus.

Die einzelnen Aufgabenstellungen empfanden die Kinder als spannend und abwechslungsreich, zumal Reaktionsschnelligkeit, Konzentration und Geduld gleichermaßen gefragt sind. Manche Aufgaben erwiesen sich dabei auch für geübte und ältere Spieler als recht knifflig und konnten erst nach einigen Versuchen von ihnen gemeistert werden. In unseren Gruppen kamen mit den gesamten Spielforderungen zumeist die Jungen ab 8 Jahren zurecht. Sie fühlten sich herausgefordert, sich in Rennen und Wettkämpfen gegen andere zu behaupten und in einer Heldengeschichte die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Obwohl kein Multiplayer-Modus zur Verfügung steht, wechselten sich die Spieler ab und beratschlagten lautstark, wie man im Spiel weiterkommt.