Fire Department 2

Genre
Action-Strategie
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Point Soft
Erscheinungsjahr
2004.10
Systeme
PC
System im Test
PC
Kurzbewertung
Anspruchsvolles Strategiespiel für Feuerwehrfans
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Der zweite Teil der "Fire Department"-Reihe greift bekannte Spielszenarien und Handlungsforderungen aus dem Vorgänger auf und verknüpft sie mit einer Mafiageschichte. Auf der Flucht vor der Polizei richtet die kriminelle Bande in der Stadt ein flammendes Inferno an, dass zu Chaos und Panik führt.
Um in dem Echtzeitstrategiespiel die brenzligen Situationen in den Griff zu bekommen, sind Spieler mit Übersicht und taktischer Finesse gefordert. Als oberster Einsatzleiter der lokalen Feuerwehrzentrale befehligt man in 12 aufregenden Missionen über 40 Feuerwehrfachleute und Fahrzeuge. In kurz eingespielten Filmsequenzen werden die jeweiligen Missionen besprochen sowie auf einer Karte die örtliche Umgebung erläutert. Die zahlreichen und unterschiedlichen Lösch- und Rettungsaktionen halten den Spieler in Atem und lassen sich letztendlich nur mit präzisem Vorgehen und vorausschauendem Denken erfolgreich durchführen. Wird die falsche Strategie gewählt und der Einsatz schlägt fehl, dann können die anfänglich kleinen Brände schnell in einem Inferno enden.
Bei allen Einsätzen gilt es vorrangig das Leben von Menschen zu retten. Hierfür lenkt u. a. der Spieler spezielle Einsatzkräfte, die den Weg zu den Opfern frei räumen, damit die Notärzte zur Unfallstelle vordringen können. Um sich bei den Rettungsaktionen nicht unnötiger Gefahren auszusetzen, bietet das Spiel im Tutorial hilfreiches Fachwissen über mögliche Brandursachen, Brennbarkeit von verschiedenen Materialien und die Ergreifung von Präventivmaßnahmen. Ausgestattet mit diesen Kenntnissen erlebten die jungen Spieler jeden Feuerwehreinsatz als abwechslungsreich und aufregend.
Die Gruppe der vorwiegend männlichen Kinder und Jugendlichen ab 10 Jahren jedenfalls war angetan von der Idee, in einem Strategiespiel Leben retten, statt zerstören zu können. Darauf angesprochen, bemerkten sie anerkennend, dass das Spiel trotzdem spannend ist und jede Menge Herausforderung bietet. Positiv beurteilten sie auch die einfach zu handhabende Maussteuerung in Kombination mit den wenigen Tastenkürzeln und die für sie realistisch nachempfundenen Szenarien. Jüngere Kinder (zumeist Zuschauende) dagegen empfanden diese Szenarien oftmals allzu düster und zu bedrohlich und wirkten betroffen, wenn eine Rettungsaktion misslang und Opfer forderte.
Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass während der Erprobung des Spiels bei den Spielern die Idee entstand, doch mal eine richtige Feuerwache in der Umgebung zu besuchen, um konkret vor Ort bei einem Feuerwehrmann einmal nachzufragen, ob die im Spiel benutzen Fahrzeuge und die Einsätze selbst mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Einen Erfahrungsbericht hierzu findet sich im Spieleratgeber unter
Praxis - Projekte - Fire Department.