Pro Evolution Soccer 5

Genre
Sport
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Konami
Erscheinungsjahr
2005.10
Systeme
PC, Playstation 2, Xbox
System im Test
PC
Kurzbewertung
grafisch gelungenes und unterhaltsames Sportspiel
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Beschreibung des Spiels:

Fast jedes Jahr kommt eine neue Version der bekannten Fußballsimulation auf den Markt. Da der Hersteller mit dieser Serie schon seit Jahren versucht, ein möglichst perfektes und komplexes Spiel zu produzieren, das den Ballsport so realitätsnah wie möglich simuliert, sind, abgesehen von der grafischen Präsentation, wirkliche Neuerungen zumeist nur im Detail zu entdecken.


Unseren Spielestern fielen im Vergleich zum Vorgänger „Pro Evolution Soccer 4“ vor allem die wesentlich verbesserte künstliche Intelligenz der Computerspieler auf, die Torregen eher zur Seltenheit werden lässt. Darüber hinaus ist ein dynamisches Wettersystem hinzu gekommen, in dem beispielsweise Regen auch tatsächliche Auswirkungen auf die Spielbarkeit des Platzes hat. Einige spektakuläre Tricks, wie beispielsweise der bekannte „Übersteiger“ runden die Neuerungen ab. Nach wie vor sind viele Vereine und auch die Nationalmannschaften nicht von der FIFA lizensiert, so dass Fantasienamen für reale Spieler herhalten müssen. Diese lassen sich in mühsamer Kleinarbeit mit einem Editor jedoch auch von Hand in die richtigen Namen ändern.

Pädagogische Beurteilung:

Wenn man Kinder und Jugendliche nach ihrer Meinung und Erfahrung fragt, welches das beste Fußballspiel auf dem Computer oder der Konsole ist, dann wird neben „Fifa“ auch immer wieder „Pro Evolution Soccer“ genannt. Und wie bei der „Fifa“-Reihe, erscheint auch zu dieser Simulation regelmäßig ein Nachfolgeprodukt.


Wer bereits die Vorgänger gespielt hat, wird mit der Spielsteuerung schnell zurecht kommen, da sich wesentliche Tastenbelegungen nicht verändert haben. Für Genreeinsteiger ist sie anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig. Den vollen Spielgenuss erlangt man allerdings erst, wenn man alle Tricks und Kniffe beherrscht. Dafür gibt es einen Trainingsmodus, in dem man Freistöße, Dribblings, Täuschungen, Torschüsse und noch mehr in unterschiedlichen Variationen erlernen kann. Fingerfertigkeit, eine gute Auge-Hand-Koordination, Reaktionsfähigkeit sowie Durchhaltevermögen und Ehrgeiz werden gefordert, wenn man im Match siegen und eine sich andeutende Niederlage noch abwenden will. Wer dabei seine Gegenspieler reihenweise umgrätscht, findet sich schnell nur noch mit zehn oder neun Spielern auf dem Feld wieder. Fair Play ist also angesagt.


Das grafisch und technisch überzeugende Spiel bietet eine hohe Realitätsnähe zu Sportsendungen im Fernsehen. Die Möglichkeit, aktiv ins Fußballgeschehen einzugreifen, fasziniert sport- und fußballbegeisterte Jungen und in Einzelfällen auch Mädchen ab 10 Jahren. Die Spannung im Spiel entsteht einerseits aus der Ungewissheit, ob die im Trainingsmodus erlernten Fähigkeiten den gewünschten Erfolg im Spiel bringen werden, anderseits aus der Möglichkeit, das Match mit anderen Mitspielern im lokalen Netzwerk oder im Internet zu spielen. Trotz aller Begeisterung für das Spiel, gab es bei den Spieletestern auch nachdenkliche Stimmen. Sie meinten, dass das Spiel im Vergleich zum Vorgänger „nicht wirklich“ soviel Neues bietet und man getrost, bezogen auf den Kaufpreis, ruhig noch eine Weile den vierten Teil spielen kann.