Tony Hawk´s American Wasteland

Genre
Sport
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Activision
Erscheinungsjahr
2006.04
Systeme
PC, Playstation 2, Xbox, GameCube
System im Test
PC
Kurzbewertung
abwechslungsreiches Sportspiel mit fetziger Musik
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Beschreibung des Spiels:

Einmal mehr steuert der Spieler einen jungen Nachwuchs-Skater, der in die Fußstapfen von Skaterdidol Tony Hawk treten will. In verschiedenen Spielmodi gilt es, die eigenen Skateboardfähigkeiten zu verbessern.

Für Ruhm und Geld im Spiel sind Geduld, Konzentration und vor allem Fingerfertigkeit gefragt, denn einige der Herausforderungen verlangen die schnelle Beherrschung von komplizierten Tastenkombinationen. Ein virtueller Kompass und Karten helfen, sich in den Straßennetzen der Großstädte zu recht zu finden. Innerhalb und zwischen den verschiedenen Leveln verkehren Omnibusse, die der Spieler, um schneller voran zu kommen, beliebig nutzen kann. Wer es lieber etwas langsamer angehen will, für den gibt es die Möglichkeit, das komplexe Spiel auch zu Fuß oder mit dem BMX-Rad zu bewältigen.


Neue Missionen und Levelziele sorgen für Spannung und Abwechslungsreichtum im Spielverlauf und motivieren, im Spiel zu bleiben. Die Spielszenarien erscheinen grafisch realitätsnah und detailreich. „Alles wirkt irgendwie stimmig im Stadtgeschehen und im Spiel wird es sogar Tag und Nacht“ (Lukas, 12 Jahre). Stimmige Geräuschkulissen und eine große Auswahl an Musik unterschiedlicher Stilrichtungen runden das abwechslungsreiche Angebot ab. Je nach System kann man im Multiplayer-Modus oder online gegeneinander antreten. Im Gegensatz zu den Vorgängerspielen sind hier die Missionen wesentlich komplexer und zeitintensiver, dafür hat man mehr Freiheit in der Spielgestaltung.

Pädagogische Beurteilung:

Obwohl die Spielforderungen mit ein wenig Training auch schon von Kindern ab 10 Jahren erfolgreich bewältigt werden können, wurde das Spiel aus unserer Sicht mit Recht von der USK erst für die Altersgruppe ab 12 Jahren freigegeben. Warum in bestimmten Missionen die Spielfigur auch Passanten schlagen, illegale Graffitis sprühen und öffentliches Eigentum zerstören muss, um Erfolg zu haben, mag das Geheimnis der Spielgestalter bleiben. Für die jugendlichen Tester war es jedenfalls unverständlich. Sie beurteilten die zu kritisierenden Spielszenen zwar recht unterschiedlich, von „cool“ über „ist doch halb so schlimm“ bis „muss nicht sein“ und waren letztendlich auch geteilter Meinung, was die gesetzliche Altersfreigabe betrifft. Einig waren sie sich aber darin, dass es genauso ärgerlich ist, dass die Softwareschmieden bei der Festlegung und Gestaltung der Spielabläufe mögliche „Sanktionen“ durch die USK augenscheinlich nicht einplanen oder es ihnen egal zu sein scheint. „Die Spiele-Macher wissen doch, was bei der USK erlaubt ist und was nicht. Schon im Interesse von uns Spielern müssten sie darauf achten, welche Alterskennzeichnung dies zur Folge hat.“ (Mark, 14 Jahre)
Wir schließen uns diesem Fazit der Kinder und Jugendlichen an und meinen, dass das Sportspiel die Zielgruppen auch ohne die erwähnten Inhalte begeistern würde.