Rampage: Total Destruction

Genre
Jump&Run
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Midway Games GmbH
Erscheinungsjahr
2006.05
Systeme
Playstation 2, Wii
System im Test
Playstation 2
Kurzbewertung
einfaches Spielprinzip ohne tiefere Bedeutung
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Beschreibung des Spiels:

Dieses Spiel gab es schon vor ca. 20 Jahren für die Spielautomaten in den Spielhallen. Und heute wie damals, nur mit verbesserter 3D-Grafik, lautet das Spielziel: Renne und springe mit verschiedenen mutierten Riesentieren, wie einem Affen, einer Echse oder einer Ratte durch amerikanische und europäische Großstadtbilder und zerstöre sie. Auftretendes Militär sowie wütende Hausbewohner, die die Zerstörung verhindern wollen, gilt es zusätzlich auszuschalten oder ihnen auszuweichen.

Pädagogische Beurteilung:

Die anfängliche Faszination für dieses Spiel liegt in der Einfachheit und Einfältigkeit des Spielziels, das schnell erlernt und mit viel Action umgesetzt werden kann. Und heute wie damals, gibt es viele Spieler, ausschließlich Jungen, die es genießen, "einfach mal alles platt zu machen und dabei noch Spaß zu haben". Die simple Spielidee verkörpert für die Spieler dabei weniger Aggressivität und Zerstörungslust, sondern steht viel mehr für abschalten, austoben und Spaß erleben. Das einfache Spielprinzip kommt diesen Wünschen entgegen und bietet den jungen Spielern neben Action und Spaß zugleich schnelle Erfolgserlebnisse. Durch den Bezug zu Kinofilmen wie Godzilla, gewann das Spiel für einige Tester zusätzlich an Faszinationskraft: "Cool - wie Godzilla durch die Straßen laufen und Häuser platt machen" (Spieler, 14 Jahre).

Dennoch sollte die Thematik der blinden Zerstörung, die diesem Spiel zu Grunde liegt, nicht verharmlost werden. "Rampage: Total Destruction" bietet nicht nur keine positiv zu bewertende Spielformen, sondern sie sind für Kinder unter 12 Jahren in ihren Inszenierungen auch als problematisch anzusehen. Dies gilt insbesondere für die Spielphasen, in denen man mit den Mutanten Menschen verspeisen kann, um so die Lebensenergie der Spielfigur zu stärken. Trotz comichafter Einkleidung könnte es sein, dass besonders die jüngeren Kinder mit solchen und ähnlich gestalteten Spielinszenierungen ihre Probleme haben. Ältere und medienerfahrene Kinder werden dagegen solche Spielangebote eher durchschauen und mit der notwendigen Distanz reflektieren können. So waren es auch die Älteren, bei denen die anfänglich große Euphorie für das Spiel nach relativ kurzer Zeit wieder nachließ. Ihnen bot das simple Spielprinzip auf Dauer zu wenig Abwechselungsreichtum in Bezug auf Gameplay und die daraus resultierenden Handlungsanforderungen. Die einseitigen Tastenkombinationen und Handlungsmuster sind relativ beschränkt und lassen das Spiel nach kurzer Spieldauer langweilig erscheinen. Dieser Eindruck änderte sich auch nicht im Zweispieler-Modus, in dem man gleichzeitig im Wettstreit zwischen zwei Mutanten die Stadt zerstört, oder im Arcade-Modus, wo man die alten Automaten-Klassiker nachspielen kann.