Buzz! Das große Quiz

Genre
Gesellschaftsspiele
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 14 Jahre
Vertrieb
Sony Computer Entertainment
Erscheinungsjahr
2006.04
Systeme
Playstation 2, Playstation 3
System im Test
Playstation 2
Kurzbewertung
Witzige Quizrunde zu Allgemeinwissen
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Beschreibung des Spiels:
Für alle Ratefüchse geht es nach dem ersten Teil "Buzz! Das Musikquiz" mit "Buzz! Das große Quiz" nun in die zweite Runde.
Wie schon beim ersten Teil ist zum Spielen der zusätzliche Buzz-Controller notwendig, für alle Besitzer des ersten Teils, die den Controller bereits besitzen, ist das Quiz aber auch separat erhältlich. Weitere Quizvarianten sind für die Zukunft angekündigt, so dass die vorhandenen Controller auch später weiterbenutzt werden können.

In einem virtuellen Quizstudio treten bis zu acht Spieler (pro Buzz-Controller können vier Spieler am Quiz teilnehmen) unter Leitung des Quizmasters Buzz gegeneinander an.
Das große Quiz beinhaltet ca. 6000 Fragen aus den Bereichen Sport, Kunst, Wissenschaft, Humor und Film. Die Antworten werden oft in Bildform dargestellt, auf Textantworten wird bei vielen Fragen verzichtet. In verschiedenen Spielrunden können die Spieler selber Punkte sammeln, dem Gegner Punkte klauen, allerdings auch Minuspunkte für falsch beantwortete Fragen bekommen. Ein komplettes Spiel dauert zwischen 15 und 30 Minuten und der Sieger darf sich am Ende über einen virtuellen Gewinn z. B. eine Kreuzfahrt freuen und sich mit seiner Punktzahl in eine Highscoreliste eintragen.

Pädagogische Beurteilung:
Seinen großen Reiz bezieht "Buzz! Das große Quiz" aus den nur mit diesem Spiel verwendbaren Controllern, den so genannten Buzzern, die gut in der Hand liegen und die Steuerung des Spiels kinderleicht machen. Jeder, der schon einmal eine Quizshow im Fernsehen gesehen hat, fühlt sich mit dem großen roten Button in der Hand sofort in ein Quizstudio versetzt. Die Spieltester waren von der neuen Steuerungsmethode sofort begeistert. "Die Controller sind eine coole Idee." (Spielerin, 14 Jahre)
Das Spiel bietet sowohl einen Einzelspieler-, als auch einen Mehrspielermodus, wobei der Einzelspielermodus für die Tester aufgesetzt und nicht besonders motivierend wirkte. Richtig Spaß macht Buzz! nur mit mehreren Mitspielern und je mehr Personen an einer Quizrunde teilnahmen, desto lustiger und engagierter ging es vor dem Fernseher zu. Den Gegenspielern Punkte zu klauen oder zu sehen, wie der Führende innerhalb einer Runde vom ersten auf den letzten Platz zurückfällt, machte den Jugendlichen eine Menge Spaß. Der Moderator Buzz unterstützt dieses Erlebnis mit seinen witzigen und gemeinen Sprüchen noch zusätzlich. Niederlagen wurden von den Jugendlichen gut verarbeitet und der Ehrgeiz, die nächste Runde zu gewinnen, war meistens größer, als der Frust über die zuvor verlorene Runde. Die Stimmung war bei den Spielern durchweg positiv und auch die Spieler, die erst kein Interesse gezeigt hatten, wurden nach und nach mit in die Raterunde integriert.
Das Spiel ist im Comicstil gehalten und im virtuellen Studio gibt es viele witzige Details zu entdecken und besonders der Showmaster Buzz und die virtuellen Kandidaten sind mit vielen Bewegungen und Mimiken ausgestattet. Witzig fanden die Spieletester, dass sich jeder Spieler zu Beginn eine der berühmten Karikaturen von Bruce Lee bis Napoleon aussuchen darf, um später von ihr im virtuellen Studio vertreten zu werden. Wenn die Spieler in jeder neuen Runde den gleichen Namen wählen, werden zusätzlich die bisherigen Siege und Niederlagen angezeigt.

Die verschiedenen Mehrspielermodi sind abwechslungsreich gehalten und bieten unterschiedlichste Herausforderungen. In den meisten Spielrunden ist von den Spielern Schnelligkeit gefordert. Reaktionsschnelles "buzzern", das schnelle Auswählen der richtigen Antwort oder das schnelle Zuordnen von Begriffen zu Bildern gehört zu den Aufgaben der Quizkandidaten. Einige unserer jugendlichen Tester empfanden es als ungerecht, dass nicht vornehmlich das Wissen über Sieg und Niederlage entscheidet, sondern der Reaktionsschnellste die besten Chancen hat die Frage zu beantworten. Besonders gut kamen daher bei den Testern die Runden an, in denen man einen Konkurrenten direkt Punkte klauen oder ihn für die Runde aus dem Spiel werfen konnte. So wurden souverän führenden Spielern von den restlichen Mitspielern in diesen Runden gerne so viele Punkte geklaut, dass diese Spieler Mühe hatten, sich dann wieder nach vorne zu arbeiten.
Eine positive Abwechslung bietet die Spielrunde, die die Spieler zur Kooperation zwingt, da der Spieler einschätzen muss, welcher Spieler die angezeigte Frage beantworten könnte und so beide entweder Punkte gewinnen oder verlieren.
Die Fragen sind in ihrem Niveau sehr unterschiedlich und ein Schwierigkeitsgrad ist nicht wählbar. Sehr leichte Fragen, die sich hauptsächlich um die Lebenswelt von Teenagern drehen, wechseln sich mit absoluten Fachfragen ab und sorgen somit für viele Erfolgserlebnisse aber auch Frustmomente. In gemischten Gruppen mit Erwachsenen führte dies jedoch zu einer Ausgeglichenheit der Chancen. Die Frage "Woher soll ich das denn wissen?" wurde von beiden Seiten regelmäßig mit einem Schmunzeln gestellt.
Leider bietet Buzz! Nicht immer eine Textauflösung der Antworten und wer vorher mit den angezeigten Lösungsmöglichkeiten nichts anzufangen wusste, ist nach dem Anzeigen des angeblich korrekten Bildes auch nicht viel schlauer. Buzz! Das große Quiz bietet also leider keinen besonders großen Lerneffekt und ist in erster Linie auf Unterhaltung ausgelegt.

"Buzz! Das große Quiz" richtet sich durch die witzige Aufmachung und die Ausrichtung seiner Fragen an Jungen und Mädchen ab 14 Jahren, lädt jedoch auch Erwachsene durchaus zu einer unterhaltsamen Quizrunde mit den Jugendlichen ein.