Die Unglaublichen - Der Angriff des Tunnelgräbers

Genre
Jump&Run
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
THQ Entertainment GmbH
Erscheinungsjahr
2005.11
Systeme
PC, Playstation 2, Xbox, Mac, GameCube, Playstation Portable, Game Boy Advance
System im Test
PC
Kurzbewertung
Actionreiches, aber auf Dauer eintöniges Jump&Run
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Beschreibung des Spiels:

Die Superhelden Mr. Incredible und Frozone aus Disneys Animationsfilm "Die Unglaublichen" sind auch die Helden dieses actionreichen Jump&Run-Titels. Um den Schurken namens "Tunnelgräber", der sich anschickt, die Welt zu unterjochen, besiegen zu können, müssen sich die Superhelden Level für Level zahlreichen und mächtigen Gegnern entgegenstellen
Das Spiel verläuft linear in aufeinander aufbauenden Einzelmissionen, die immer wieder von den Superhelden und dem Tunnelgräber kommentiert oder von kurzen Animationssequenzen unterbrochen werden.


Pädagogische Beurteilung:

Die 12-18-jährigen Spieletester hatten mit der Installation des Spiels keinerlei Probleme. Die Steuerung kann wahlweise über die Tastatur oder über Gamepads bzw. Joysticks erfolgen. Fast alle Spieler zogen für sich die Steuerung via Gamepad der Tastatureingabe vor. Die eigenständige Konfiguration der Gamepads im Spiel erwies sich für einige jüngere Spieler jedoch als unüberwindbares Hindernis. Ihnen musste bei der Einrichtung des Spiels geholfen werden.
War dieses einzige Hindernis jedoch erst einmal überwunden, haben alle Spieletester mit großer Begeisterung die ersten Missionen durchgespielt. Auch diejenigen, die bei der Ankündigung des Spiels und angesichts der comichaft bunten Grafik noch laut "So'n blödes Kinderspiel" geschrieen hatten, stellten nach den ersten Minuten fest: "Das macht voll Spaß!".

Zu Beginn des Spiels startet der Spieler als Mr. Incredible oder Frozone. Der jeweils andere Superheld begleitet den Spieler computergesteuert durch das Geschehen, wobei der Spieler das Verhalten seiner Spielfigur jederzeit von aggressiv bis passiv beeinflussen und im Verlauf der Handlung die Spielhelden problemlos per Knopfdruck in der Steuerung austauschen kann. Neben den Jump&Run üblichen Handlungsmöglichkeiten, liegt der Schwerpunkt der Spielforderung eindeutig auf der Vernichtung der Gegner. Wobei für den erfolgreichen Kampf gegen schwierigere Gegner die Fähigkeiten der beiden Helden kooperativ genutzt werden müssen. So lassen sich mit Froozone z. B. die meisten Gegner problemlos einfrieren und kampfunfähig gestalten, so dass anschließend Mr. Incredible die eingefrorenen gegnerischen Maschinen dann gefahrlos mit seiner immensen Kraft zerstören kann.

Abwechslung in dem zum Teil doch recht eintönigen Handlungsablauf bringen einige herausfordernde Geschicklichkeitsaufgaben, in denen die Superhelden beispielsweise zeitgenau über sich bewegende Levelelemente hüpfen müssen, um nicht in den Abgrund zu stürzen. Trotz der Möglichkeit, beim Tod eines der Helden am Levelanfang neu beginnen zu können, kam bei wiederholtem Misserfolg der teilweise kniffeligen Geschicklichkeitspassagen bei einigen Spielern mit niedriger Frustrationstoleranz schnell Unmut auf, der mit Abbruch des Spiels endete. Andere Spieler versuchten hingegen verbissen diese Herausforderung zu meistern.

Spielmöglichkeiten im Netzwerk gibt es nicht, dafür können aber zwei Spieler die Steuerung je eines Helden am gleichen Computer übernehmen und sich gemeinsam dem Tunnelgräber entgegenstellen. Bei den Testern war sowohl dieser Modus als auch die Einzelspielerversion gleichermaßen beliebt. Zur Kommunikation untereinander regten ebenfalls beide Modi an: Hinter nur einem Bildschirm versammelte Zuschauer fieberten mit den Spielern mit und steuerten Ideen zu möglichen Lösungen der Geschicklichkeitspassagen bei. Zudem regte der Mehrspieler-Modus zu kooperativen Verhalten, wie gegenseitigem Erklären und gemeinsamem Vorgehen, an.

Spannungsmomente entstehen vor allem beim Auftreten mächtiger Boss-Gegner am Ende einiger Level. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad gestalten sich diese Herausforderungen als teilweise recht schwierig. Besonders im Mehrspielermodus war dann gut aufeinander abgestimmtes Verhalten der Spieler untereinander gefordert.
Waren die Spieler (ausschließlich Jungen) anfänglich von Spielidee und Spielumsetzung recht angetan, so schwand diese Begeisterung bei längeren Spielverlauf. Trotz auflockernder Animationssequenzen und der Möglichkeit, mit seinen Spielhelden immer neue Superfähigkeiten erlangen zu können, empfanden die Jungen das Spielkonzept und die Spielforderungen auf Dauer als zu einseitig und zu eintönig und die Lust zum Weiterspielen war gänzlich erloschen.