The Amazing Spider-Man

Genre
Action-Adventure
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Activision
Erscheinungsjahr
2012.07
Systeme
PC, Playstation 3, Xbox 360, Wii, Wii U, Nintendo DS, Nintendo 3DS
System im Test
Xbox 360
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Abenteuer des Comic-Helden mit unzähligen Möglichkeiten, sich akrobatisch auszutoben
Gruppenleiter
Christopher Wandel
Games4Kalk
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Egal ob Superman, Batman oder Spider-Man, Superhelden sind bei Kindern und Jugendlichen überaus beliebt. Demnach verwundert es auch nicht, dass es zu den aktuellen Filmen stets eine dazugehörige Videospielumsetzung gibt. Inmitten des Großstadtdschungels von Manhattan startet "The Amazing Spider-Man", das von den Spieletestern der Stadtbibliothek Köln Kalk auf der Xbox 360 getestet wurde. Gespannt freuten sich alle darauf, sich in waghalsige Tiefen zu stürzen und von Hochhaus zu Hochhaus zu schwingen. Das Spiel bezieht sich auf die erfolgreichen Kinofilme. So treffen wir im Verlauf der Geschichte alle uns bekannten Gesichter aus der Welt Spider-Mans, Freund wie Feind. Doch bevor das Abenteuer beginnt, wurde mit einem langatmigen Prolog in den Räumen eines Labors die Hintergrundgeschichte erklärt und die Geduld der Tester auf die Probe gestellt.

Pädagogische Beurteilung:
Einmal Held in blau-rot, bitte!
Eine schreckliche Krankheit bedroht die Einwohner Manhattans, die Zahl der Opfer wird zwischen den Missionen angezeigt und umreißt das Ausmaß der Katastrophe. Dafür, dass es der Stadt und ihren Bewohnern zunehmend schlechter geht, scheint Spider-Man verhältnismäßig gute Laune zu haben. Ein Stückweit zu cool, finden die Spieletester. Hinsichtlich seiner Coolness erscheinen die Missionen verhältnismäßig unspektakulär. Zwar führen unsere Wege durch Kanalisationen, Luftschächte und sonstige Gebäude, doch sind die ewig gleichen Quests, Rätsel und Kämpfe schlichtweg zu einfach und eintönig.

Bud Spencer wäre stolz
Gegen wilde Prügeleien in virtuellen Spielwelten ist ja per se nichts einzuwenden. Schließlich kann hier schadlos ausgelebt werden, was im nicht-virtuellen Alltag nicht möglich ist oder Konsequenzen mit sich bringt. Doch fällt das Kampfsystem im Vergleich zu anderen Titeln sehr dünn aus. Anstatt choreographische Bewegungsabläufe zu skizzieren, haut unser Actionheld, in einem schier ewigen Geklicke auf dem Gamepad, einfach stumpf drauf los. Das Aufleuchten des Spinnensinns verrät uns, wann wir uns vor einer feindlichen Attacke in Acht nehmen müssen. Mehr Abwechslung wird leider nicht geboten, Bud Spencer wäre wahrlich stolz bei einer derart unkoordinierten Klopperei. Unerwartete Attacken oder die Konfrontation mit schweren Waffen kommen ebenfalls vor, sind aber aufgrund ihrer Eindimensionalität gleichermaßen vorhersehbar und werten die Kampfszenen kaum auf. Die seltenen Kämpfe gegen besonders schwere Endgegner erfordern ein wenig mehr Geschick und Einfallsreichtum, sind allerdings ebenfalls mühelos zu bestehen.

Am Netz schwingen
Die Erkundung der Spielwelt am seidenen Spinnenfaden ist hingegen ein beeindruckendes Erlebnis. Vor allem in Manhattans Innenstadt lässt sich das Schwingen in schwindelerregenden Höhen sehr gut zelebrieren. Unbebaute Flächen, wie beispielsweise der Park, sind hingegen überwiegend zu Fuß zu erkunden, Gewässer lassen sich leider nicht schwingend überqueren. Durch den sogenannten „Netzsprint“ können große Distanzen in kürzester Zeit mühelos zurückgelegt werden. Eine Neuerung, die das Erkunden noch spektakulärer gestaltet.

Als Superheld hat man nie Feierabend
Neben der Hauptgeschichte, gibt es in Manhattan allerhand zu tun: Diebe treiben auf den Straßen ihr Unwesen und überfallen immer wieder schutzlose Passanten und auch Straßenkämpfe und wilde Verfolgungsjagden gehören zum Alltag. Auch das Sanatorium hat Schwierigkeiten, so müssen wir im Laufe des Spiels immer wieder ausgerissene Patienten ausfindig machen und sie in die Anstalt zurückbringen. Ebenso helfen wir infizierten Mitbürgern schnell den Weg in eine Klinik zu finden. Zwischendurch gilt es noch einzelne Geschicklichkeitsprüfungen zu meistern, für die der alte Bruce Campbell zuständig ist. Die hierbei zu sammelnden Erfahrungspunkte ermöglichen uns den Levelaufstieg, wodurch neue Moves und Taktiken erlernt werden können.
Als besonderes Extra gibt es während des gesamten Spiels zahlreiche Comicseiten zu sammeln. Durch diese werden die klassischen Spider-Man Comics als Belohnung freigeschaltet, was besonders die Fans unter den Testern begeistern konnte. Zusätzlich zeigt ein spielinternes Soziales Netzwerk (ähnliche wie Twitter) während der Ladezeiten, was die Bürger so beschäftigt, was allerdings nicht immer ganz ernst zu nehmen ist.

Fazit:
The Amazing Spider-Man hat seine Höhen und Tiefen: Immer wenn die Tester gerade sehr fasziniert waren, fing es an ruckeln oder wirkte auf einmal erschreckend plump und langatmig. Dennoch gibt es unzählige Möglichkeiten, sich an den Hochbauten akrobatisch auszutoben und die Höhenangst abzulegen. Die zahlreichen Nebenquests und Gimmicks werten das Spiel in seiner Gesamtheit noch einmal deutlich auf, was vor allem eingeschworene Fans schätzten. Dennoch wurde vieles nicht genug durchdacht, so hätte das Kampfsystem deutlich kreativer ausfallen können und auch die Inszenierung Spider-Mans ist in Anbetracht der Geschichte des Spiels eine Spur zu cool geraten.

Beurteilung der Spieletester zuklappen
Spieletester
Games4Kalk
Köln
Bewertung Spielspass