The Legend of Zelda: Four Swords Adventures

Genre
Action-Adventure
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2005.01
Systeme
GameCube
System im Test
GameCube
Kurzbewertung
Abenteuerspiel mit ungewöhnlichem Mehrspieler-Modus
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Dieser Teil der „Zelda“-Serie kommt als Abenteuerspiel im Retro-Look daher. Die durchweg zweidimensionale Grafik entspricht mehr dem Stil der frühen 90er als dem heutzutage üblichen. Die Tester empfanden dies aber nicht als nachteilig, sondern schmunzelten eher wohlwollend über die Niedlichkeit der simpel gestalteten Figuren.
Die Möglichkeit, das Spiel auch mit bis zu 4 Mitspielern erleben zu können, gestaltet sich in der Praxis so, dass eine Person über den Game Cube-Controller spielen kann und alle Anderen einen Nintendo Game Boy Advanced mit einem entsprechenden Verbindungskabel nutzen müssen (das notwendige Kabel liegt dem Spiel bei).

Die Geschichte rankt sich um die Zelda typische Ausgangssituation: Die Prinzessin Zelda wird vom bösen Vaati entführt, diesmal sogar inklusive der sie umgebenden Maiden. Der junge Held Link macht sich auf, sie und das Reich Hyrule zu retten. Helfen soll ihm dabei ein magisches Schwert, das „Schwert der Vier“, welches er mutig an sich nimmt. Allerdings hat dieses Schwert die Eigenschaft, seinen Besitzer in vier Teile zu teilen, so dass es plötzlich vier Links gibt. Außerdem wird ein böser „Schattenlink“ ins Leben gerufen, dessen Bosheiten der viergeteilte Held während des vor ihm liegenden Abenteuers immer wieder ausgesetzt ist.


Im weiteren Handlungsverlauf besteht die Aufgabe darin, die vier Kleinen unbeschadet durch die verschiedenen Level zu bringen und sie gegen alle möglichen kleineren und größeren Gegner kämpfen zu lassen. Zu Hilfe kommt ihnen dabei sowohl ihre Fähigkeit, sich in unterschiedlichen Formationen gemeinsam ihren Feinden entgegenzustellen, um so erfolgreicher kämpfen zu können, als auch verschiedene Gegenstände und Waffen, die sie auf ihrem Weg durch das Land finden. Parallel gilt es möglichst viele Force-Kristalle zu sammeln, die das magische Schwert, das sie führen, nach und nach stärker werden lassen, damit am Ende alle Maiden nebst Zelda befreit und das Land vor großem Unheil bewahrt werden können.

Soweit die zu erledigende Aufgabe, die gleich zu Anfang „sehr langatmig und leider nicht zu überspringen“ (O-Ton Silke) erklärt wird. „Wie das allerdings geschehen soll, das ist nicht so klar.“ Zwar taucht direkt zu Beginn des ersten Levels eine Eule auf und gibt noch einmal eine Kurzfassung der Instruktionen und am unteren Bildschirmrand erscheinen ab und zu für einen kurzen Augenblick Handlungsanweisungen, wie „Sammle die Vier an den Pfeilen, um weiterzukommen.“, was damit aber gemeint ist, das bleibt herauszufinden.
Da aber ohnehin (besonders, wenn alleine gespielt wird) zunächst genug Zeit damit verbracht werden muss, Force-Kristalle zu sammeln, wird im Verlauf dessen dem Spieler nach und nach deutlich, dass jedes Level in verschiedene Bereiche unterteilt ist, in die es hineinzugelangen gilt.


Bei einigen jungen Testern zog sich das erste Level ziemlich in die Länge, da sie vielzählige Versuche benötigten, um den Weg in den nächsten Bereich zu finden. Ihre Geduld und Frustrationstoleranz wurde auf eine harte Probe gestellt. Zumal ihnen nicht ersichtlich war (und auch ein Blick in das Handbuch schaffte keine Abhilfe), wie und wann gespeichert werden kann. Die Lösung gab es nach erfolgreichem Bestehen des ersten Levels in Form der Frage „Speichern? Ja/Nein“.


Wer mit Zelda-Spielen sowie der Lenkung und Handhabung bereits vertraut war, kam dagegen recht schnell weiter.
Das erste Level dient gleichzeitig als Trainingslevel, wobei dem Spieler ein kleines Lenkungs-Tutorial hilfreiche Unterstützung bietet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die vier kleinen Links zu steuern: Im Einzelspieler-Modus kann ein Link gewählt und gesteuert werden, dem die anderen auf Schritt und Tritt folgen, oder aber es wird nacheinander nur jeweils ein Link gesteuert, so dass man sie an verschiedenen Stellen positionieren kann, was im Spiel teilweise erforderlich ist, um Aufgaben zu erfüllen. Im Mehrspieler-Modus steuern die einzelnen Spieler jeweils einen Link.


Die Darstellungen auf dem Bildschirm gestalten sich recht unterschiedlich, je nachdem, wo sich die Links gerade befinden. Bewegen sie sich z. B. auf der Oberfläche, ist die normale Bildschirmdarstellung (Ansicht von oben) zu sehen. Betreten sie Höhlen oder Gebäude, wechselt die Darstellung in den Game Boy Advanced-Modus, der entweder auf dem jeweiligen externen Game Boy oder im Einzelspieler-Modus auf einem gesondert auf dem Bildschirm erscheinenden Display erscheint. Dort sind dann kleine Jump&Run-Abenteuer zu bestehen, wie man sie vom Game Boy kennt.


Um die vielfältigen und auch recht spaßigen Handlungsmöglichkeiten im Spiel alle erfahren zu können, bedarf es des Spiels mit Mehreren. Die Mädchen und Jungen jedenfalls erlebten den Einzelspielermodus auf Dauer als recht langweilig, da sie sich lediglich darauf konzentrieren mussten, die vier Links durch das Abenteuer zu lotsen und die anstehenden Spielanforderungen zu erfüllen. In der Mehrspieler-Variante boten sich ihnen dagegen ganz andere Möglichkeiten des Gegeneinander- und Miteinanderspielens. Trotz des gemeinsamen Ziels, die vier Links erfolgreich durch die Level zu führen, das Böse aus Hyrule zu vertreiben, die Prinzessin und die Maiden zu befreien und dem Wissen, dass manche Hindernisse sich nur gemeinsam überwinden lassen, genossen die Kinder die Möglichkeit, sich während des Spiels gegenseitig zu ärgern. Stimmgewaltig und mit jede Menge Spielspaß wurden die Spielfiguren der Anderen durch die Gegend geworfen, gesammelte Force-Kristalle der Mitspieler stibitzt, um so am Ende jedes Levels als Sieger dazustehen. Manche Jungen nutzten auch die Möglichkeit, sich direkt für die „Schattenschlacht“ zu entscheiden. Konnten sie sich doch hier in kämpferischer Form mit Anderen messen.

Neben diesen abwechslungsreichen und spaßigen Anforderungen an Team- bzw. Wettbewerbsgeist fordert „Zelda“ auch lösungsorientiertes und komplexes Denken. Lassen sich so manche Erfahrungen und Kenntnisse auch durch Versuch und Irrtum gewinnen, muss der Spieler auch die Fähigkeit entwickeln Wechselwirkungsprozesse zu durchschauen und strategisches Handeln unter Beweis zu stellen. In den kämpferischen Auseinandersetzungen sind Reaktionsschnelligkeit, Geschick und Ausdauer gefordert. In den Spielegruppen waren die Mädchen und Jungen ab 8 Jahren in der Lage diese Fähigkeiten und Forderungen im Spiel angemessen erfolgreich umzusetzen.