The Munchables

Genre
Action-Adventure
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Bandai Namco
Erscheinungsjahr
2009.06
Systeme
Wii
System im Test
Wii
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Etwas stressiges Actionspiel in skurillen Ambiente
Gruppenleiter
Dirk Poerschke
Game On/Two Kinderhilfezentrum Düsseldorf
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Nach Katamari erscheint mit The Munchables ein weiteres Spiel mit einer etwas verrückten Geschichte. Der japanische Spielzeug- und Trickfilmkonzern Bandai Namco stellt die Fantasie der Spieler wieder stark auf die Probe.
Die Munchables sind kleine und ziemlich verfressene Kugeln namens Chomper und Munchy, die ein wenig an kugelrunde Echsen erinnern und eigentlich ganz niedlich sind. Ihre friedliche Welt namens Hun-Ger wird von einer Ufo-Armee unter Führung des Don Onion angegriffen, einer "außerirdischen" Invasion von Gemüse und anderen Lebensmitteln. Wie zum Beispiel Kakteen, Pilze, Trauben, Kiwis, Brokkoli, Fische und viele andere Lebensmittel, die man nicht unbedingt unter Aliens verbucht. Die Aliens heißen dann Brokko-Lee, Rice Baller oder Big Chocko (etc.). Der einzige Ausweg zur Rettung ihres Planeten für die Munchables ist es, die Invasoren einfach aufzufressen. Je mehr Gegner verspeist werden, desto dicker und größer werden die kleinen Munchables, die mit wirklich großem Appetit an die Befreiung ihres Planeten gehen. Das Spiel ist nur für die Wii-Konsole erschienen.

Pädagogische Beurteilung:

Die Zutaten
Der Einstieg in das Spiel gestaltet sich sehr leicht. Man bekommt vom Chef Hun Gers, einem älteren Herren namens Great Elder, die derzeitige Lage des Planeten erklärt und eine Aufgabe zugewiesen, die man erledigen soll. Das erfolgt in einer technisch anmutenden und unverständlichen Sprache mit deutschen Untertiteln. Mit der Wii-Fernbedienung und dem Nunchuk rollt man sich anschließend in acht Welten durch jeweils drei Level. Dabei sind die Aktionen und die Steuerung der Munchables wirklich sehr einfach gehalten. Ein Druck auf den A- Knopf und das große Fressen geht los. Hält man die Taste gedrückt, sausen die Munchables besonders schnell über den Boden und fressen automatisch. Innerhalb der Levels sind dann noch kleine Extras versteckt, die Chomper und Munchy für kurze Zeit zu großen Staubsaugern mit Riesenhunger oder zu alles platt machenden Kugeln verwandeln. Mit einem kurzen Ruck der Fernbedienung springen unserer hungrigen Helden und mit der B- Taste werden Gegner attackiert. In einem Mehrspielermodus können beide Spielfiguren gleichzeitig übernommen werden.

Die Speisefolge
Die Aufgaben sind sehr linear gehalten. In einer vorgegebenen Zeit muss man einen eingeblendeten Magen mit Gemüse füllen und/oder einen der Hauptgegner besiegen. Dabei kann man nur Gegner fressen, die der Größe den Munchables entsprechen. Größere Gegner müssen erst durch Attacken zerkleinert und anschließend verspeist werden. Zitat: "Wenn der Gegner in einem höheren Level ist, ist es schon etwas schwer, weil man sonst selber flambiert wird." Insgesamt steigert sich allerdings der Schwierigkeitsgrad von Level zu Level wenig. Die Idee, dass Weltraumpiraten Gemüse sind und gefressen werden müssen, kam bei meiner Testergruppe besonders gut an und sorgte für ein ausgelassenes und lautes Spiel.

Das Auge isst mit
Alle Level sind in einem knallbunten Comiclook gehalten und für einige meiner Tester völlig überladen. Unmengen an gegnerischen Gemüse, ständige Blitze und Aktionen, hektisches Herumrasen der Munchables und das überbordende Leveldesign überforderten einige der Tester und sie verloren dabei schon mal die Übersicht.
Zitat: "Man sollte es nicht zu lange spielen, weil es total wüst ist und nach einer Weile in den Augen weh tut." Dazu kommt noch die Soundkulisse. Laute Fress-Geräusche, schnatternde Aliens und die Jahrmarkt- und Spielhallenmusik strapazierten auf die Dauer meine Tester so sehr, dass sich ein Junge weinend vom Spiel entfernte. Die ausgelassene Stimmung in der Testergruppe hatte dabei sicher auch noch seinen Anteil. Das Spiel ist wirklich hektisch. Wir haben uns anschließend immer nur von Hauptgegner zu Hauptgegner gefressen und das Spiel so in kleine Häppchen portioniert.

Fazit:
"The Munchables" macht trotz der Tränen im Test wirklich Spaß, ist aber keinesfalls für Kinder geeignet, die sensibel auf visuelle und akustische Reize reagieren. Die überfordernde Fülle an Eindrücken (grafisch wie akustisch) und die teils fehlende Übersichtlichkeit machten das Spiel zu einem starken Test für die Nerven meiner Tester.
Dass man seine Gegner auffrisst, ist der Tatsache geschuldet, dass es sich um Gemüse handelt und brachte meine Tester dazu, den jeweils erlegten Hauptgegner als Speisewunsch mit nach Hause zu nehmen. Brokkoli, Fisch und Zwiebelsuppe waren in der Zeit zwischen dem Spiel angesagt.

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Spieletester
Ü8 Elsa-Brandström-Schule Düsseldorf
Düsseldorf
Bewertung Spielspass