Uncharted

Genre
Action-Adventure
USK
ab 16 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 16 Jahre
Vertrieb
Naugthy Dog
Erscheinungsjahr
2007.01
Systeme
Playstation 3
System im Test
Playstation 3
Kurzbewertung
gelungenes Action Adventure
Gruppenleiter
David Dahlmann
Bürgerzentrum Deutz
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Nathan Drake, ein Nachfahre des berühmten englischen Seefahrers Sir Francis Drake, ist in Südamerika auf der Suche nach dem sagenumwobenen El Dorado. Doch der gut aussehende junge Abenteurer ist nicht der Einzige, der sich für die Stadt und die dort vermuteten Schätze interessiert. Eine Horde skrupelloser Krimineller ist ihm auf den Fersen und macht ihm das Leben schwer. Zum Glück trifft Nathan auf die attraktive Reporterin Elena, die ihn auf der Suche nach El Dorado unterstützt. 
  
Pädagogische Beurteilung:
Der Spieler steuert den Charakter Nathan auf seinem Weg durch den unwegsamen Dschungel Südamerikas. Mal schlittert man per Jeep über Schlammpisten, mal geht es zu Fuß an felsigen Steilhängen entlang oder per Jetski einen Gebirgsfluss hinauf in luftige Höhen. Diese unterschiedlichen Herangehensweisen der Fortbewegung und das Wissen der Spieler um baldige Veränderung, fördern frühzeitig die Motivation sich auch länger mit "Uncharted" zu befassen, das eben nicht nur einem ewig gleichen Muster folgt.
Der Weg Nathans auf unterschiedlichen Pisten ist dabei strikt vorgegeben, heißt, das Spiel folgt linearen Strukturen, die jedoch so abwechslungsreich sind, dass es nie langweilig wird. Immer wieder trifft er auf bewaffnete Widersacher, die meist ohne Unterlass das Feuer auf Nathan eröffnen. Reaktionsschnelligkeit und eine gute Auge-Hand-Koordination sind erforderlich um den Protagonisten zum Beispiel auf einem Motorboot sicher an Ölfässern vorbei zu manövrieren, während er vom Ufer aus beschossen wird. Die eingeforderte Konzentration von Seiten des Spiels kann Stück für Stück und vor allen Dingen bei ungeübten Spielern zu Selbstbewusstseinssteigerungen führen, wenn sie bemerken, dass sie das Spiel langsam unter Kontrolle bringen. Das Erledigen bzw. Erschiessen des Gegners ist nicht selten nur ein aktionsgeladener Nebeneffekt, liegt der Hauptaspekt doch auf der Zielgenauigkeit und Präzision, die es an den Tag zu legen gilt. Wichtig bei ungeübten Spielern ist, dass sie Unterstützung erfahren, sollten sie auf Grund der eingeforderten zielgenauen Auge-Hand-Koordination an Grenzpunkte stossen. Ein Spielen in Gruppen ist in Verbindung mit der spannenden Hintergrundgeschichte von "Uncharted" (die auch Jugendliche zum Zuschauen einlädt) sehr empfehlenswert, sollte man sich in Sachen Steuerung zu sehr mit den eben benannten Grenzpunkte reiben. Aus Erfahrung ist bewiesen, dass Spieler, die selbst nur Zuschauer sind gerne Hilfestellung leisten, wenn davon der Fortschritt des Spiels abhängig ist, dem sie selbst gerne beiwohnen wollen.

Um auch in der Personenbedienung Unterschiede und damit Abwechslung zu schaffen, übernimmt der Spieler auch die Rolle Elenas, die den Jeep steuert, während Nathan damit beschäftigt ist, den aus dem Unterholz angreifenden Gangstern den Gar aus zu machen. Da der Fluss der Spiels schnell und durchgängig ist und die Abwechslung im Vordergrund steht, bereitet es männlichen Spieler auch weniger Probleme, eine weiblichen Charakter zu spielen.
Wird Nathan bei seinem abenteuerlichen Einsatz getroffen, verblasst das Sichtfeld des Fernsehbildschirms, um deutlich zu machen, dass er verletzt ist. Diese eindeutig negative Darstellung von Schmerz und entscheidende Parallele zum wahren Leben, schafft bei den Spielern ein Bewusstsein, dass Verletzungen nicht leichtfertig hingenommen werden können. Gelingt es ihm nämlich nicht in Deckung zu gehen und weiteren Schüssen auszuweichen, dann wird der Bildschirm schwarz und das Spiel startet am letzten sicheren Speicherort. Das relativiert die Gewaltdarstellung, man entfernt sich von einer schießwütigen Glorifizierung von Waffenbenutzung und positioniert "Uncharted" als schlichten Überlebenskampf gegen kriminelle Mächte, denen man eben nur einseitig entgegen treten kann. Denn ohne den Einsatz von Gewalt und Waffen kommt der Spieler nicht weit. Immer wieder muss er in Deckung gehen und aus dem Schutz eines Steines heraus das nächste Wegstück freischießen. Obwohl eine brutale Darstellung der Auseinandersetzung nicht im Mittelpunkt steht, sind diese der Grund für eine Freigabe des Spieles für Jugendliche ab 16 Jahren, die die Inhalte in das gelungene Abenteuer einzuordnen wissen und auf Grund ihrer Reife vor Überforderung und Reizüberlastung geschützt sind. 

Die grafische Darstellung ist sehr gelungen. Die bunten Dschungellandschaften und rauen felsigen Täler tragen mit zu einer Stimmung bei, wie sie in Abenteuerfilmen wie zum Beispiel Indiana Jones erzeugt wird, was ein Mehr an Faszinationskraft verleiht und dem Spieler es leichter macht abzuschalten. Eingeblendete Videosequenzen führen die Story gekonnt in Schlüsselszenen weiter. Manchmal wird die stimmige Geräuschkulisse mit Musik untermalt, um die Aufmerksamkeit des Spielers steigern.

Fazit:
Den jugendlichen Spieletestern ab 16 Jahren fiel es nicht schwer sich auf das spannende Abenteuer einzulassen. Schnell identifizierten sie sich mit dem attraktiven und schlagfertigen Abenteurer und hatten großen Spaß daran Ihn auf der Suche nach El Dorado zu steuern. Auf besondere Zustimmung stießen die Szenen in der Nathan von der schönen Elena unterstützt wird. Aus diesem Grund ist es leicht verständlich, dass ein Held der gefährliche Abenteuer besteht, geschickt kämpft, clever kombiniert und außerdem noch bei Frauen einen guten Eindruck macht, in erster Linie von männlichen Jugendlichen gespielt wird. "Eine gute Story, in der Action und Spannung nicht zu kurz kommen. So muss ein Action-Adventure sein!" (Marcel, 16 Jahre aus der Testergruppe in Deutz).

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Spieletester
Ü16 Bürgerzentrum Deutz
Köln
Bewertung Spielspass