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Hatsune Miku - Project DIVA F 2nd
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Hatsune Miku - Project DIVA F 2nd

Genre
Gesellschaftsspiele
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Sega
Erscheinungsjahr
2014.11
Systeme
Playstation 3, Playstation Vita
System im Test
Playstation 3
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Musik- und Rhythmusspiel im Anime-Stil
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Anime- und Japanfans, Fans von Musikspielen wie Osu, Dancing Stage oder Guitar Hero
Sprache
Englische Untertitel, japanische Lieder
Grafik
3D-Anime-Optik
Sound
Rhythmische japanische Popmusik, Soundfeedback

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Hatsune Miku, eine virtuelle Musikikone der japanischen Popkultur
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
Rhythmus- und Taktgefühl
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
Teilweise freizügiger Kleidungsstil, sexualisierte Darstellung weiblicher Figuren
Gruppenleiterin
Katrin Schmidt
Luna Sennestadt, HoT Schildesche
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Hatsune Miku – Project Diva F 2nd für die PlayStation 3 ist ein weiterer Ableger der Musik- und Rhythmusspielreihe von Hatsune Miku. Das Spiel basiert auf der japanischen virtuellen Figur Hatsune Miku, die 2007 ursprünglich als Maskottchen für die Stimmsynthesizer-Software Vocaloid eingesetzt werden sollte. Mit ihrer künstlichen Stimme hat sie sich seit ihrem Erscheinungsdatum zu einer Musikikone der japanischen Popkultur entwickelt, die auch Konzerthallen füllt. So ist es nicht verwunderlich, dass sie die Hauptrolle diverser Musik- und Rhythmusspiele mimt.
Die Hauptaufgabe des Spiels ist es, der Musik und der im Takt eingeblendeten Tastenbelegungen zu folgen, wodurch die Spieler_innen Divapoints sammeln. Damit können weitere Musiktitel und spielbare Avatare freigespielt werden. Zur Abwechslung ist es auch möglich, die Avatare optisch zu verändern oder ihnen einen Divaraum zu gestalten. Die erspielten Divapoints dienen hierbei als Spielwährung, womit Accessoires und ähnliches im Shop eingekauft werden können. So bekommen die Spieler_innen die Möglichkeit, das virtuelle Popstar-Leben mitzugestalten.

Pädagogische Beurteilung:
Das Spielprinzip
Das Spiel beginnt im Menü und bietet verschiedene Auswahlmöglichkeiten. Optional, und gerade für Anfänger zu empfehlen, kann ein Tutorial gespielt werden, welches das Spielprinzip erläutert. Dieses ist relativ einfach erklärt: es werden nacheinander verschiedene Buttons des Playstation-Controllers angezeigt, die jeweils im Takt gedrückt werden müssen. Weitere Varianten sind das Halten und rechtzeitige Loslassen einer Taste, wenn dies durch eine lange Linie gekennzeichnet ist. Zuzüglich gibt es als Einblendung noch Sterne, die für die Analog-Sticks des Controllers stehen. In welche Richtung diese gedrückt werden müssen, ist irrelevant. Zu empfehlen ist es jedoch, beide Sticks zu benutzen, vor allem wenn mehrere Sterne hintereinander angezeigt werden und der Rhythmus sehr schnell ist. Kurz gesagt: Fingerakrobatik ist gefragt!

Rhythmus- und Taktgefühl
Sobald das Spielprinzip verstanden wurde, kann in den Hauptspielmodus „Rhythm Game“ eingestiegen werden. Dort wählt man ein Lied aus einer Liste und den dazugehörigen Schwierigkeitsgrad (Easy, Normal, Hard und Extreme) aus. Während des Liedes singt und tanzt Hatsune Miku. Die Lieder sind japanisch, die Liedtexteinblendungen auf Englisch. Die Spieler_innen sollten sich davon jedoch nicht ablenken lassen, sondern auf die Tastenfolgen achten. Je nachdem wie genau man die Tasten im Takt drückt, erscheint direkt ein Feedback mit „cool“, „good“, „safe“, „bad“ oder „awful“, woraufhin unterschiedlich hohe Punkte vergeben werden. Innerhalb eines Songs gibt es außerdem die sogenannte „Technical Zone“, während der die Spieler_innen zu einer fehlerfreien Combo animiert werden. Ist dies bestanden, wird ein Bonus-Event am Ende eines Songs freigeschaltet. Nach jedem Liedende kommt eine Einschätzung und Endbewertung, wie gut der Song gespielt wurde und wie taktsicher man war, z.B. „Perfect“. Es können außerdem je nach Können pro Lied DivaPoints freigeschaltet werden.

Gestalterische Möglichkeiten bieten Abwechslung
Die gestalterischen Fähigkeiten können in den Varianten „Customize“, „DivaRoom“ und „Studio“ ausgelebt werden. Bei „Customize“ lassen sich bei den Charakteren beispielsweise Veränderungen und Anpassungen vornehmen, die dann für jeweils einen Song gespeichert werden. Dafür benötigt man allerdings die erspielten DivaPoints, die als Währung im Shop für Gegenstände, Stimmen, Skins und ähnliches eingesetzt werden. Im „DivaRoom“ leben die verschiedenen Charaktere. Auch hier können die Avatare verändert werden. Außerdem ist es möglich, eigene Divaräume zu gestalten, in denen neue Tische, Betten oder andere Möbel gekauft und die Räume dekoriert werden können. Im „Studio“ gibt es die Auswahl zwischen Live Studio und Photo Studio. Im Live Studio ist es möglich, sich die Bühnenpräsenz von Hatsune Miku zu Gute führen zu können. Sie tanzt und singt auf einer Bühne, die Konzertbesucher werden gezeigt und zum Mitsingen wird noch der Songtext eingeblendet. Im Photo Studio können die unterschiedlichen Avatare in Pose gesetzt, ihre Mimik verändert, ihr Outfit angepasst, ein Hintergrund eingestellt werden, um das Ganze schließlich als Bilddatei auf der Playstation zu speichern. 

Network-Modus vorhanden, aber nicht als Mehrspieler-Modus
Das Spiel ist für Einzelspieler ausgelegt, sodass sich die Spieletesterinnen abwechseln mussten. Das war schade, da sie gerne beispielsweise via Splitscreen gegeneinander angetreten wären. Auch gibt es keinen Onlinemodus, um sich mit anderen Spieler_innen messen zu können. Der Menüpunkt „Network“ dient lediglich als Austauschplattform, um die eigenen „Custom“-Videos hochzuladen oder diese von anderen Spielern herunterzuladen und auszuprobieren.

Fazit:
Hatsune Miku – Project Diva F 2nd ist ein Musik- und Rhythmusspiel, das vor allem Japanfans anspricht, da die Spielcharaktere im Stil von japanische Zeichentrickfiguren dargestellt sind und auch die Musik überwiegend japanisch ist. Der Titel zielt außerdem auf diejenigen ab, die nicht nur Spaß an Musikspielen haben, sondern auch daran, Charakteren ein Make-Over zu verpassen, sie also mit Accessoires auszustatten oder die Kleidung zu wechseln etc. Obwohl die Testerinnen das Spiel durchgehend als „lustig“ empfanden, bekam es aufgrund der englischen Sprache und dem Fehlen von bekannten Songs Abzüge im Punkt Übersichtlichkeit. 
Insgesamt wird das Spiel von den Spieletesterinnen im Alter von 11 bis 14 Jahren in den Punkten Grafik, Sound, Steuerung und Spielspaß mittelmäßig bewertet, mit dem Hinweis, dass vor allem Animefans von dem Spiel begeistert sein könnten. 
Trotz des leichten Spielprinzips ist Hatsune Miku – Project Diva F 2nd wegen der kurzen Kleidung und der englischen Sprache allerdings erst für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Auch die Darstellung der weiblichen Figuren sollte kritisch betrachtet werden. 

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Spieletester
LUNA Sennestadt
Bielefeld
Bewertung Spielspass

„Wir wären gerne im Splitscreen gegeneinander angetreten.“ (Finja und Jasmin, 12 Jahre)