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LEGO Star Wars: Das Erwachen der Macht
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LEGO Star Wars: Das Erwachen der Macht

Genre
Action-Adventure
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Warner Bros.
Erscheinungsjahr
2016.06
Systeme
PC, Playstation 3, Playstation 4, Xbox 360, Xbox One, Wii U, Nintendo 3DS
System im Test
Playstation 4
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Gewohnt unterhaltsame Sammel- und Rätselaction im LEGO Star Wars-Gewand
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
LEGO- und Star Wars-Fans
Sprache
Deutsch, gesprochen
Grafik
Kindlich, LEGO-Optik
Sound
Originalsoundtrack

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Verschiedene Charaktere aus dem Star Wars-Universum
Mehrspielermodus
Lokaler Koopmodus
Spielforderungen
Hand-Augen-Koordination
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Gruppenleiter
Christopher Wandel
Games4Kalk
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Auch wenn es sich bei LEGO Star Wars grundsätzlich um einen alten Bekannten handelt, der die Spieletester_innen der Gruppe Games4Kalk über die Jahre immer wieder erfreute, ruft die Ankündigung eines weiteren Teils jedes Mal aufs Neue die gleiche Vorfreude hervor. Die Gewissheit, in diesem Teil ebenfalls den Millenium Falken fliegen zu dürfen, trug ihr Übriges dazu bei. Aber auch ansonsten hat das Spiel in Sachen Abenteuer- und Actionreichtum einiges zu bieten, schließlich ließen sich die Entwickler von Warner Bros. und Traveller's Tales ein paar geschmackvolle Neuerungen einfallen. Vorab darf noch schnell vermerkt werden: auch in diesem Fall gibt es keinen Onlinemodus und weil es sich hierbei um ein altbekanntes Klagelied der Spieletester_innen handelt, wird darauf im Laufe der Beurteilung nicht noch einmal eingegangen. Das Bedauern darüber ist nach wie vor das gleiche.

Pädagogische Beurteilung:
Back To The 80's auf galaktischem Niveau
Zu Beginn des Spiels geht es erst einmal zurück in die Vergangenheit. Denn hier gilt es, die glorreiche Schlacht auf dem Planeten Endor mit Han Solo, Chewbacca, Luke Skywalker, Prinzessin Leia und weiteren Charakteren zu schlagen. Selbstverständlich sind auch der Imperator und Darth Vader wieder mit dabei, zuletzt genannter ist ebenfalls spielbar. Natürlich ist hierbei das Ziel, den berühmt berüchtigten Todesstern mithilfe des Millenium Falkens, Han Solos Raumschiff, zu zerstören.

Die Nähe zur Kinovorlage...
Mit Blick auf ältere LEGO-Titel ist zu bemerken, dass die bereits in vorangegangenen Beurteilungen gelobten Neuerungen und Trends vergangener Titel konsequent fortgeführt und weiterentwickelt wurden. So werden beispielsweie die originalen Synchronsprecher verpflichtet und die Film-Soundtracks genutzt, um die Abenteuer zu vertonen. Aus Sicht der Spieletester_innen gelingt dies ganz hervorragend, mit Blick auf das Spielvergnügen kommt dabei zumindest kein Zweifel auf. Auch das Humorniveau lässt sich mit dem des Vorgängers vergleichen, ein sonnenbadender Storm Trooper kommt halt immer gut.

Altbekannte Mechaniken
Die Aufgabenbereiche und Spielmechaniken sind altbewährt und finden auch hier ihren Einsatz. Wie eh und je geht es darum, fleißig zu sammeln und zu bauen, diesmal ist es sogar möglich, mit demselben Satz aus Klötzen mehrere Gegenstände zu konstruieren. Diese kommen dann an unterschiedlichen Stellen der jeweiligen Szene zum Einsatz. Oft sind solche Passagen dann auch mit Rätselelementen verbunden, so gilt es beispielsweise bei der Entstehung eben jener Gegenstände eine entsprechende Reihenfolge einzuhalten, was nicht immer eine leichte Aufgabe ist.
Eine tatsächliche Neuerung sind jedoch die Ego-Shooter-Elemente. Die Vorrichtungen dafür müssen ebenfalls von den Spieler_innen erschaffen werden, dann kann die Ballerei aber auch schon losgehen. Auch wenn diese Szenen wie ein Ego-Shooter anmuten, kann man diese nicht mit Vertretern des Genres vergleichen. Einzig die Kamera wechselt in die Ego_Perspektive, Gewaltdarstellungen finden sich jedoch weiterhin nicht. Damit auch jüngere Spieler_innen eine Chance haben, die beweglichen Ziele zu treffen, gibt es eine automatische Zielfunktion, die das Schießen deutlich erleichtert. Zumeist gilt es zwischen zwei Vorrichtungen hin und her zu wechseln, um den gesamten Schauplatz mit Geschossen abzudecken. Ein amüsanter Zeitvertreib auf niederschwelligem Niveau.
Zudem müssen natürlich noch die Stellen im Spielverlauf erwähnt werden, in denen geflogen wird. Hierbei handelt es sich um die wohl abwechslungsreichste und originellste Neuerung innerhalb der LEGO Star Wars-Reihe, da vor allem nicht irgendein Raumgleiter geflogen wird, sondern von X-Wing bis Millennium Falken alles dabei ist. Die Steuerung der Raumschiffe ist nicht schwierig und ging den Spieletester_innen leicht von der Hand.

Nur gemeinsam sind wir stark
Weil nicht jeder in allem ein Experte sein kann, sind die Spieler_innen im Laufe der Geschichte öfters dazu angehalten, die Spielfigur zu wechseln. Dies liegt sowohl daran, dass jeder Charakter mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet wurde, als auch an der Tatsache, dass die Ausrüstung jeder Spielfigur mit einer anderen Waffe versehen ist. Für die Kampfszenen ist dies allerdings wenig von Interesse, vielmehr steht die Zusammenarbeit der Charaktere zum Lösen der Rätsel und Aufgaben im Vordergrund. Während also der eine versucht, den Weg von Hindernissen zu befreien, repariert ein anderer währenddessen die Mechanik, die hoch zur nächsten Ebene führt. Das Lichtschwert hingegen ist nur speziellen Gruppenmitgliedern vorbehalten, um eben jene Stärken-Schwächen-Balance entsprechend authentisch wirken zu lassen. Den Spielspaß trübt die ewige Rotation zumindest nicht. Vielmehr erfreuten sich die Tester_innen an der Vielfalt der Figuren sowie ihrer Talente. „Das macht einfach mehr Spaß, wenn ich nicht das ganze Spiel mit einer Person rumlaufen muss. Der kann ja gar nicht alles können, ist ja im Film auch nicht so" (Josh, 15 Jahre). Tatsächlich aber entwickelt sich das gesamte Ausmaß an Spielvergnügen erst im Zuge des lokalen Koop-Modus, da die vielfältigen Facetten von Spielwelt, Charakteren und Aufgaben vor allem dann harmoniert, wenn die Herausforderungen der Geschichte in Teamarbeit gemeistert werden.

Und noch eine Runde...
Allerdings gibt es - wie so oft bei den LEGO-Spielen - das Problem, dass das Speichern des Spielstandes nicht manuell möglich ist und es innerhalb der Level keine separaten Speicherpunkte gibt. Stattdessen werden die Spieler_innen dazu angehalten, das jeweilige Kapitel abzuschließen, um den bis dato erreichten Spielstand zu sichern. Im Rahmen einer Spieletester-Gruppensitzung ist das nicht weiter schlimm, mit Blick auf die Absprachen zu Spielzeiten innerhalb der Familie kann es allerdings für den einen oder anderen Frustmoment sorgen.

Fazit:
Bei LEGO Star Wars – Das Erwachen der Macht handelt es sich um ein actionreiches Science-Fiction-Abenteuer für Jung und Alt. Die Spielwelt ist der filmischen Vorlage bis ins Detail nachempfunden und die mit Humor und allerlei spielerischem Facettenreichtum gespickten Kapitel garantieren ausgelassenes Spielvergnügen. Der Soundtrack sowie die größtenteils originalen Synchronstimmen tragen noch einmal entsprechend zum Spielspaß bei. Inhaltlich bietet der Titel eine gelungene Mischung aus Altbewährtem und interessanten Neuerungen, wie beispielsweise den Flugpassagen. Bedauerlich jedoch ist, dass innerhalb der Kapitel nicht separat gespeichert werden kann. Je nach vereinbarten Spielzeiten und spielerischem Können muss ein und dieselbe Sequenz dann eventuell mehrfach gespielt werden, was zu Frustmomenten führen kann. Ebenfalls wäre mit Blick auf das Kampfsystem eine Variation des Schwierigkeitsgrades wünschenswert gewesen, da vor allem die älteren Jugendlichen nach größeren kämpferischen Herausforderungen suchen. Dennoch handelt es sich bei diesem Titel um ein sehr gelungenes Spiel, das bedenkenlos von Jugendlichen ab 12 Jahren gespielt werden kann.

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Spieletester
Games4Kalk
Köln
Bewertung Spielspass

„Das macht einfach mehr Spaß, wenn ich nicht das ganze Spiel mit einer Person rumlaufen muss. Der kann ja gar nicht alles können, ist ja im Film auch nicht so." (Josh, 15 Jahre)