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LEGO Dimension - Level Pack - Simpsons
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LEGO Dimension - Level Pack - Simpsons

Genre
Action-Adventure
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Warner Bros. Games
Erscheinungsjahr
2015.10
Systeme
Playstation 3, Playstation 4, Xbox 360, Xbox One, Wii U
System im Test
Wii U
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
Starter Pack benötigt, „Toys-to-Life“-Spiel
Kurzbewertung
Technisch einwandfreie, aber wenig umfangreiche Erweiterung
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
LEGO- und Simpsons-Fans
Sprache
Deutsch, Englisch
Grafik
im Comic-LEGO-Stil
Sound
Teils Originalstimmen aber keine Originalmusik aus der Serie

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Homer Simpson sowie weitere Figuren aus LEGO Dimensions
Mehrspielermodus
Lokaler Zweispieler-Koop-Modus
Spielforderungen
Hand-Augen-Koordination, Vorwissen über die TV-Serie von Vorteil, Lesekenntnisse sind hilfreich
Zusatzkosten
Unter Umständen mit hohen Nachschaffungskosten verbunden
Problematische Aspekte
Regelmäßige In-Game-Werbung für weitere Figuren und Inhalte
Gruppenleiter
Koray Çoban
Ü8 Elsa-Brandström-Schule Düsseldorf
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4Screenshot 5
Siehe auch

Spielbeschreibung:
In dem Spiel LEGO Dimensions lassen sich nahezu alle bekannten Welten aus Film, Fernsehen oder Comic via Story-, Level-, Team- oder Fun-Paket mit unterschiedlichem Umfang erweitern. Eine dieser Erweiterungen ist das Level Pack Simpsons – A Springfield Adventure. Sie eröffnet einem den Zugang zum Level "Die geheimnisvolle Welt des Homers". Die Story des Levels orientiert sich dabei grob an der neunten Episode der achten Staffel der Fernsehserie. Homer ist zu Besuch auf dem jährlichen Chilifest und bekommt nach ein paar zu scharfen Schoten Halluzinationen. Es beginnt eine Suche nach seinem Seelenpartner. 

Pädagogische Beurteilung:
Technisch (nahezu) makellos
Direkt nachdem man die Homer-Figur mitsamt Chip aufs Toypad gestellt hat, kann man das Abenteuer in Springfield starten. Dieses präsentiert sich, analog zum Starter-Pack, von der audiovisuellen Aufmachung des Levels, der Steuerungsmechanik und den Zwischensequenzen bis hin zu den (analogen) Figuren in einem nahezu einwandfreien technischen Gewand. Ein wahrer Genuss für LEGO- wie Simpsons-Fans. Originalstimmen aus der seit Jahrzenten über unsere TV-Bildschirme flimmernden Serie und liebevolle analoge wie digitale Details produzieren ein ungemein stimmiges sowie atmosphärisch dichtes Gewand. Die Lebensanzeige verwandelt sich von Bausteinchen in Homers Lieblingsspeise – Donuts. Homers analoge LEGO-Version hat seine eigene BUZZ-Cola-Dose, aus der digitalen Variante lässt sich auch trinken und wie es sich für Homer gehört dann auch unüberhörbar aufstoßen. Die Steuerung mit Wii-Fernbedienung und Nunchuk oder mit Wii U Gamepad weist keinerlei Verzögerungen auf und geht nach etwas Übung flüssig von der Hand. Einziges kleineres Manko stellt das etwas verwunderliche Fehlen der Originalmusik der Serie dar.

Kontroverses Gesamtbild
Aufgrund der hohen Nachfrage seitens der Tester wurde LEGO Dimension in einem Langzeittest über mehrere Monate in zwei verschiedenen Gruppen (jeweils 8-10jährige) getestet. Dabei ergab sich ein insgesamt kontroverses Gesamtbild mit teils überraschenden Bewertungen.

Kindgerechte Hintergrundstory?!
Allen voran hatten die Kinder immense Probleme mit der erzählten Simpsons-Geschichte. Zum einen zeigten nur wenige Kinder die Muße, die teils drei- bis vierminütigen Videosequenzen zu verfolgen und die Geschichte rund um durch scharfes Chili hervorgerufene Halluzinationen einzuordnen. Dies wiederum hatte zur Folge, dass etliche Quests des Spiels, wenn überhaupt, nur durch Zufall verstanden und gelöst wurden. Auch hatten die meisten Kinder nur wenig Verständnis für die Hilfe- bzw. Hinweistexte, die an manchen Stellen eingeblendet wurden. Nur drei der insgesamt 15 Tester_innen kamen ohne Probleme mit dem Spiel zurecht. Größtenteils lag dies an ihnen selber, da sie mit viel Erfahrung im Bereich Action-Adventure aufwarten konnten. Ohne diese Kenntnisse bleibt es allerdings fraglich, ob man als Grundschulkind mit dem Simpsons-Level zurechtkommen wird. Die Kinder waren sich bereits dadurch einig, dass zumindest die Geschichte des Spiels entweder mit einem Erwachsenen gemeinsam oder ab etwa zehn Jahren greifbar ist. 

Kindgerechter Umfang!?
Wohlwollend könnte man sagen, zumindest die Dauer des Spiels ist als kindgerecht zu betrachten, braucht man doch als geübter Spieler nur etwa 45-60 Minuten zum Durchspielen des Levels. Fraglich ist, ob man bei einem Einführungspreis von rund 30€ (mittlerweile rund 20€) ruhigen Gewissens von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen kann. Aus digitalem Blickwinkel, sprich als Gamer_in, wohl kaum, aus analoger Perspektive ist das Level Pack - mit Homer, dem umbaubaren Fernseher und dem pinken Wagen der Simpsons und etwa 15minütiger Bauzeit - bei näherer Betrachtung allerdings fast schon ein Schnäppchen, kostet doch eine einzelne vergleichbare Homer-Figur bereits rund acht Euro aufwärts.

LEGO: Kindgerecht!?
LEGO weckt wohl nahezu bei jedem Kindheitserinnerungen. Überraschenderweise auch bei beiden Testergruppen. Die Kinder fühlten sich dabei aber eher an ihre Kindergartentage erinnert und zeigten zum Teil wenig Interesse am analogen Zusammenbauen der Bausteine. Wobei man hier gerechterweise festhalten muss, dass dabei eine nicht zu vernachlässigende Portion Gruppenzwang eine Rolle spielte, denn in diesem Fall unterschieden sich die beiden Gruppen stark voneinander. Während in der ersten Gruppe ein einziges von acht Kindern zugab, zu Hause noch LEGO zu spielen, waren es in der zweiten Gruppe immerhin drei (von sieben). So bildeten sich die Gruppen auch jeweils eine eigene Meinung zum etwas anderen ‚Toys-to-Life‘-Prinzip der Marke LEGO. Wenig verwunderlich kam es in der ersten Gruppe zu einer eher negativen Bewertung und das Zusammenbauen wurde gar als lästig empfunden, denn letztlich funktioniert das Ganze „ja auch nur wie bei den Skylanders“ und das macht das Bauen „irgendwie albern“. Die zweite Gruppe hingegen nahm das Analoge des Spiels dankend an und beschäftigte sich teilweise fast lieber mit dem eigentlichen LEGO als mit dem Spiel an sich.

(Kindgerechte?) Werbung, wohin das Auge schaut
Bereits im rund 60€-kostenden Starter Pack offeriert einem das Spiel in häufig aufdringlicher und störender Art und Weise die Möglichkeit, zusätzliche Produkte zu kaufen. Überraschend war es dennoch, dass das Prinzip Werbung auch beim vorliegenden Zusatzprodukt weiterhin Bestand hatte. So waren keine fünf Minuten Spielzeit absolviert, bevor man an einen Punkt kam, der ohne eine weitere Figur nicht spielbar ist. Ja, man kann das Level, ebenso wie das ‚Mutterspiel‘, ohne zusätzliche Käufe abschließen, aber durch die wirklich nicht selten auftretenden Werbe-Hinweise, wird einem mindestens latent suggeriert, ohne weitere Käufe den vollen Spielspaß nicht zur Entfaltung bringen zu können. Bei bereits 80€ Kosten ist das ein Geschäftsgebaren, welches nur schwer zu akzeptieren ist und innerhalb der Testergruppe einigen Unmut hervorrief. Positiv betrachtet bietet es aber immerhin die Möglichkeit, Werbung auf spielerische Art zum Thema zu machen und kritische Diskussionen anzuregen.

Zielgruppe: Kinder!?
Eine Art Gretchenfrage bei der getesteten Simpsons-Erweiterung, wie auch letztlich beim Starter-Pack, ist die nach der angestrebten Zielgruppe. Zumindest innerhalb der beiden Testergruppen war die Diskussion dazu je nach Gesichtspunkt kontrovers. Das ‚echte‘ LEGO, sprich das Zusammenbauen der Spielsteine, wurde von beiden Gruppen als einfach bis mittel eingestuft und dürfte wohl tatsächlich auch ältere Kindergartenkinder vor keine allzu großen Probleme stellen. Das digitale Produkt war da schon schwerer einzuordnen. Hinsichtlich der Geschichte war man sich relativ einig, dass man dem Erzählten ohne Vorwissen nur bedingt folgen kann. Selbst wenn man als Grundschüler_in der halluzinogenen Chilischote folgen konnte, scheiterte die Testergruppe an den Dialogen und beim eigentlich, zumindest aus Erwachsenensicht, wirklich charmanten Wortwitz des Spiels. Die Spielmechanik und das Spielgeschehen wurden, je nach individueller Spielerfahrung, unterschiedlich beurteilt. Erfahrene Zocker hatten, auch ohne der Storyline zu folgen, nur wenig Mühe, sich durch das Level zu bewegen. Eher unerfahrene standen hingegen nicht selten vor einem großen Fragezeichen. Letztlich einigte man sich darauf, dass das Simpsons-Level Pack seinen vollen Spielspaß erst für Kinder ab etwa zehn Jahren entfalten kann. Einige Kinder, meist die etwas erfahreneren, wiesen darauf hin, dass es aber mit einem Erwachsenen gemeinsam auch problemlos vorher gespielt werden kann.

Fazit:
Das LEGO Dimensions Level Pack Simpsons – A Springfield Adventure präsentiert sich in vielfacher Hinsicht zwiespältig. So ist die Technik nahezu in jeder Hinsicht makellos und teils mit liebevollen kleinen Details versehen. Mit diesen ist eigentlich auch die Story der Erweiterung versehen, nur leider kamen sie in der Testergruppe nur bedingt an, weshalb diese das Level auch ab etwa zehn Jahren einstufte. Der digitale Spaß des Pakets ist wahrlich kein Preis-Leistungs-Sieger, der analoge hingegen, immerhin 98 Steine, für LEGO-Verhältnisse fast schon günstig. Die selbst bei einer Erweiterung präsentierte Werbung für weitere Produkte störte den Spielfluss und dadurch den Spielspaß dennoch teilweise immens.

Beurteilung der Spieletester zuklappen
Spieletester
Ü8 Elsa-Brandström-Schule Düsseldorf
Düsseldorf
Bewertung Spielspass

„Boah, ich hab gedacht, das ist schon aufgebaut.“

„Ich hatte früher als Erstklässler LEGO, das ist jetzt nicht mehr so besonders.“

„Man macht mit den Figuren eigentlich ja gar nichts.“

„Warum können denn nur zwei spielen?“

„Wer ist denn bitte Scarecrow?“

„Zehn Minuten gebaut, fünf Minuten gespielt und schon soll ich was Neues kaufen.“