Pro Evolution Soccer 6 (PES6)

Genre
Sport
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Konami
Erscheinungsjahr
2006.04
Systeme
PC, Playstation 2, Xbox, Playstation Portable, Nintendo DS
System im Test
Playstation 2
Kurzbewertung
anspruchsvolles, realitätsnahes Fußballspiel
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Beschreibung
Die "FIFA-Alternative" meldet sich im sechsten Teil zurück und bringt nicht nur grafische Neuerungen mit. Ein weiterer Anstieg im Detailreichtum ist im Vergleich zum Vorgänger offensichtlich. Doch hier haben sich noch andere Dinge verändert – Ein Umstand, der selbst geübten PES-Spieler anfänglich eine Umstellung abverlangte.

Beurteilung
Nach wenigen Spielminuten stellten die Jugendlichen fest, dass der Torabschluss erschwert wurde, und das in allen fünf Schwierigkeitsgraden. Einzelleistungen werden in der 06er Version der PES-Reihe nicht mehr so stark belohnt wie Teamwork und taktisches Geschick. Allein die unterschiedlichen Meinungen über Bewährtes und Neues entfachte unter den Testern eine rege Diskussion. Begeistert waren sie von der Grafik und der Dynamik des Spiels, die das Geschehen auf dem Fernseher zeitweise "wie ein echtes Spiel" wirkten ließ (Horst, 14). Tatsächlich sind die Bewegungsabläufe, Dynamik und Artikulation der Spieler in überraschend guter Weise der Realität nachempfunden. Diese wirken bei einem flüchtigen Blick auf den Fernseher oder Bildschirm wie die Fernsehübertragung eines Fußballspiels. Besonders die XBox, die zudem eine HDTV-Darstellung ermöglicht, liefert eine hochwertige Grafik, die selbst im Vergleich zum PC besser abschneidet. Bewährte Spielinhalte, wie die Spiel- und Trainingsmodi, sind in der XBox-Version allerdings abgespeckt worden. Gleich geblieben ist vor allem die PES-Steuerung, die ein wenig Übung erfordert. Eine oberflächliche Umgewöhnung von PES5 auf PES6 gelingt schnell. Doch sind feine Änderungen nicht immer augenscheinlich und benötigen eine längere Zeit der Umgewöhnung. PES-Neulinge sahen sich mit dem Problem konfrontier, "jede kleine Bewegung der Figur steuern zu müssen, gar nicht wie bei anderen Sportspielen" (David,13). Die Jugendlichen ohne "Pro Evolution Soccer" -Erfahrung waren überrascht von den Möglichkeiten und Anforderungen des Spiels. Das erfolgreiche Spiel erfordert das Steuern der Figur mit gleichzeitigem Drücken von zum Teil mehreren Tasten. Ein grundlegendes Fußballverständnis wird ebenfalls vorausgesetzt. Ehrgeiz und Durchhaltevermögen sind wichtige Grundvoraussetzungen für dieses Spiel. Ein grundlegendes Spielgeschick wird am Besten im Spiel gegen den Computer erworden – ein Punkt der Ausdauer fordert. Später bietet sich die Möglichkeit gegeneinander zu spielen, und zwar vor Ort oder über ein kostenfreies Internetspiel-Portal.

Schnell entwickelte sich in den Praxistests eine Gruppendynamik, in der sich die Spieler untereinander anfeuern, Tipps gaben und ohne Aggressivität rivalisierten. Unschön gestaltet sich die Werbung im Spiel. Diese findet sich z.B. an den Werbebandeen platziert, welche in den Wiederholungen und im Menu einen dominanten Charakter einnehmen und störend wirken. Ein anderer Marketingeffekt ist das Fehlen verschiedener Ligen, u.a. der Bundesliga. Außerdem tragen die Spielfiguren oft Trikots eines Sponsors, welcher nicht auch die originalen Mannschaften sponsert. Versierte Nutzer können diesen Umstand jedoch beheben, indem sie Teile der Spieldatei durch eine im Internet herunterladbare ersetzen. Eltern sollten hierbei stets darauf achten, dass ihre Kinder keine hierfür keine kostenpflichtigen Downloadseiten nutzen. Grundlegend stellt ein derartiges Handanlegen

Pro Evolution Soccer 6 bietet im Vergleich zum Vorgänger keine grundlegende Neuerung. Es handelt sich bei der 06er Version nur um eine Weiterentwicklung der Spielereihe, was in diesem Genre allerdings durchaus üblich ist. Für den eingespielten Fan ein "Muss", kann ein Anfänger durchaus zu den kostengünstigen Vorgängerversionen nutzen, wenn z.B. auf aktuelle Spielernamen und Trikotfarben kein Wert gelegt wird.