Arthur und die Minimoys

Genre
Action-Adventure
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Atari
Erscheinungsjahr
2007.01
Systeme
PC, Playstation 2, Playstation Portable, Nintendo DS, Game Boy Advance
System im Test
PC
Kurzbewertung
niedliches Action-Adventure
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Haben Sie schon mal nachgesehen, welche Wesen außer den bekannten noch so in Ihrem Garten leben? "Arthur und die Minimoys", das Spiel zum phantastischen Märchenfilm von Luc Besson, hält sich eng an seine Vorlage. Der 10-jährige Arthur hat sich in den Kopf gesetzt, das Haus und das Grundstück seiner Großmutter vor Immobilienhaien zu retten. Gerüchten zufolge hat sein Großvater vor langer Zeit einen Schatz im Garten vergraben. Wenn Arthur es in drei Tagen schafft diesen zu finden, wäre das Haus seiner Oma gerettet.

Pädagogische Beurteilung:
Durch einen afrikanischen Zauber schrumpft Arthur auf zwei Millimeter Körpergröße und schließt sich mit der Bitte um Hilfe den ebenso kleinen Minimoys an: einem wuseliges Volk, das im Garten unter der Erde lebt. Dort startet das Tutorial des Spiels. Bétamèche, ein gebürtiger Minimoy, weist den Neuling Arthur in die Miniaturwelt ein. Anschließend treffen sie auf Prinzessin Selenia, Bétamèches Schwester. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Rubinsammlung des Großvaters. Zwischen diesen drei Charakteren kann und muss der Spieler hin und her wechseln um die zu bewältigenden Rätsel und Aufgaben zu lösen. Jede Figur hat andere Fähigkeiten. So kann Arthur gut klettern, Bétamèche Gegner mit Lutschern bewerfen und sich durch schmale Öffnungen zwängen und Selenia als einzige ein Schwert führen. Das Entscheiden, welcher der Charaktere am besten für welche Aufgabe geeignet ist, fordert vorausschauendes und taktisches Denken. Teamwort ist in diesem Spiel auch dringend notwendig, bedenkt man die lauernden Gefahren. Das Volk der Minimoys wird von Seiden, eine Art Mosquitos, angegriffen und einige Bewohner werden entführt. Nur wer die Fähigkeiten der drei Figuren geschickt kombiniert wird Erfolg bei der Rettung haben. Aber diese Welt hat auch eine schöne Seite, die mit viel Kreativität und Liebe zum Detail komponiert wurde. Die kindliche Phantasie wird in diesem Spiel immer wieder angeregt. So dienen z.B. Strohhalme als Brücken über Pfützen, Marienkäfer oder Spielzeugautos als Transportmittel und Pollen als Fußbälle oder Futter. Libelleneier sind gut für die Lebensenergie und mit einem Tausendfüßler als Freund lassen sich Steine aus dem Weg räumen. An manchen Blumen kann man den Spielstand speichern.
Jump-and-Run-Sequenzen, Schieberätsel, Kampfszenen, Geschicklichkeitsübungen und viele weitere Ideen fassen das Spiel zu einem nicht langweilig werdenden Ganzen zusammen. Obwohl die Spieletester den Film nicht gesehen haben, gelang ihnen der Einstieg schnell und auch ihre Motivation hielt lange an. Die kindgerechten Erklärungen sind leicht verständlich. Alleine die quietschigen Stimmen der Figuren gingen manchen Probanden schnell auf die Nerven. Der größte Kritikpunkt der Spieler war definitiv die Steuerung. Diese funktioniert komplett ohne Maus uns wirkt daher auf dem PC etwas ungewohnt. Die ansprechende, bunte Grafik bewirkt eine helle, freundliche und märchenhafte Atmosphäre, die vor allem die Mädchen faszinierte. Die Figuren sind detailgetreu gestaltet und gut animiert. Geübte Spieler können sich auf eine Spieldauer von zwölf Stunden freuen, alle anderen sind sicher sogar länger beschäftigt.

Fazit:
"Arthur und die Minimoys" erlaubt dem Spieler eine andere Sicht auf die Welt, und zwar aus den Augen eines zwei Millimeter kleinen Wesens: Ein faszinierender wie witziger Spaß. Es kommt zwar auch zu Kämpfen in diesem Spiel, diese sind jedoch zurückhaltend bis harmlos. Teambezogenes und taktisches Denken stehen im Mittelpunkt dieses phantastischen Märchenspiels.