Shrek Smash 'n Crash Racing

Genre
Rennspiele
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Activision
Erscheinungsjahr
2007.02
Systeme
Playstation 2, GameCube, Playstation Portable, Nintendo DS
System im Test
GameCube
Kurzbewertung
märchenhaftes Rennspiel mit Shrek und Freunden
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Beschreibung des Spiels:
Zu Shrek muss eigentlich nicht mehr viel gesagt werden. Jeder Mensch, der in den letzten sechs Jahren einen Blick auf große Kinoplakate geworfen hat, wird die große, grüne und herzliche Ogergestalt aus der animierten Filmmärchenwelt von „Shrek“ kennen. Der erste Teil „Shrek – Der tollkühne Held“ war allerwelts ein Kassenschlager. Nicht umsonst verlieh man der Firma Dreamworks 2002 für Shreck den Oskar für den besten animierten Zelluloidstreifen. Zu seiner Zeit war er der aufwändigste computeranimierte Film überhaupt. Eine Fortsetzung war die logische Konsequenz aus diesem Erfolg. Seit dem Sommer 2007 steht bereits ein dritter Teil in den Startlöchern. Der Computerspielemarkt ist auf diese beständigen Erfolgswelle mit aufgesprungen, und so ist „Shrek Smash n’ Crash Racing“ eine von vielen Computerspieladaptionen zu dem bunten und überaus witzigen Animationsstreifen.

Für dieses Mal hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen. Ein Rennspiel im märchenhaften, mystischen Stil. In und auf den schrulligen Boliden, die durchweg tierischer Natur sind, sitzen all die Protagonisten, die bereits die Kinofilme zum verdienten Erfolg geführt haben: unter anderem der Pfefferkuchenmann, Prinz Charming, Rotkäppchen und der große böse Wolf - nicht zu vergessen Prinzessin Fionna und natürlich Shrek. Jeder Spieler der Spieletestergruppen konnte etwas mit den hier dargestellten Figuren anfangen. Mit der Umsetzung hat man es sich aber nicht einfach gemacht, weshalb die Hauptcharaktere mit ihren abenteuerlichen Wagen nicht bloß auf grauen Asphalt gesetzt wurden. Es sind die Schauplätze, die, schon aus dem Filmen bekannt, das Spiel zu etwas Besonderem machen. Mit viel Detailtreue umgesetzt, konnten sich die meisten Spieletester hier sehr schnell zurechtfinden.

Sechs unterschiedliche Rennpisten bietet das Spiel zu Anfang. Befahren werden können diese mit einer der vier aus den Filmen bekannten Spielfiguren. Im langgezogenen Wettkampf oder im kurzen Pokalwettbewerb wird es dem Spieler möglich sein, insgesamt 18 geheime Strecken freizuschalten. Damit das Spiel mit nur vier Charakteren nicht zu schnell an Abwechslung verliert, werden weitere acht Figuren nach und nach wählbar gemacht. Zusätzlich sind Einzelrennen gegen die virtuelle Gruppe und das Solo-Zeitfahren gegen die eigene Bestzeit in „Shrek Smash n’ Crack Racing“ spielbar.

Pädagogische Beurteilung:
Wieder einmal ist es der Mehrspielermodus, der „Shrek Smash n’ Crash Racing“ zu einer gelungenen Plattform für soziale Verständigung macht. Zwei Spielern ist es möglich gegeneinander anzutreten. Das gemeinsame Entdecken und Auskundschaften der ideenreich umgesetzten Spielwelt verbindet, so dass in den Testergruppen stressfrei und ohne rivalische Zänkereien gemeinsam gespielt wurde. Auch nach dem Spielen von „Shrek Smash n’ Crash Racing“ bot der proppenvolle Inhalt mit allen möglichen Extras Stoff für amüsante Auseinandersetzungen, wortgewaltigen Austausch und Reflexion der gemeinsamen Spielzeit. Witz und Spaß lagen hier eindeutig im Vordergrund des Spielinhalts.
Die beliebteste Spielart des Mehrspielermodus war die „Schlacht“. Das Ziel in der Schlacht ist es, den Gegner auf dem großflächigen Terrain zu suchen und ihm mit vorgegebenen, versteckten Waffen und Zaubern (Pickups) „eins über die Rübe zu geben.“ (Dominik, 12). Dabei bieten die Pickups absolut keinen Stein des Anstoßes. Denn sowohl die Waffen, als auch die Zauber entstammen einer liebevoll in Szene gesetzten Fantasie- und Märchenwelt und liegen fernab von Realität und stupider Aggressionsbewältigung. So finden sich als Schlachtgegenstände vor allen Dingen so wirklichtsfremde Absurditäten wie Froschballons, Feenstaub, Kürbislaternen oder Sumpfgas. Den Testern war es nicht möglich, den Spieleinhalt auf die Realität zu übertragen. Die Hauptmotivation bestand darin, das Spielgeschehen in all seinen Elementen mit Szenen der Filme gleichzusetzen. Sprich: der Wiedererkennungswert ließ den Spaß am Spiel aufblühen. Grafische Schwächen, die in dem generationsbedingten Alter der Spielekonsole Playstation 2 begründet liegen, sowie soundtechnische Belangloskeiten traten völlig in den Hintergrund. Im Gegenteil: In Zeiten teurer Next-Generation-Konsolen ist es immer wieder als positiv zu bewerten, wenn auch innovative und vor allem deutlich preisgünstigere Spiele für die in die Jahre gekommenen Systeme angeboten werden.

Trotz dieser gelungenen sozialen Komponente, bietet „Shrek Smash n’ Crack Racing“ einen entscheidenden Kritikpunkt: eine Hürde, die es erst einmal zu bewältigt gilt. Das Spiel wirkt regelrecht reizüberflutend. Junge Spieler (man beachte, dass das Spiel von der USK ab 6 Jahren freigegeben wurde) werden einem regelrechten Chaos ausgesetzt, wenn sie ihr erstes Rennen angehen. Unbekannte Zauber und Waffen, kantige Geheimwege, eine hohe und manchmal stark ansteigende Geschwindigkeit des fahrbaren Untersatzes und nicht gerade einfache wie zimperliche Gegner können Spielspaß und Motivation bis zur vorzeitigen Aufgabe eindämmen. Jungen und Mädchen ab 10 Jahren dürfte es wesentlich leichter fallen, die Einzelheiten des Spielinhalts in „wichtig“ und „unwichtig“ zu sortieren und ihr Gefährt bei der komplexen Spielgeschwindigkeit mit ausreichendem motorischem Können unter Kontrolle zu halten. Aber auch in diesem Alter empfiehlt sich immer ein wenig Unterstützung von Mitspielern oder gar Eltern.

Fazit:
“Shrek Smash n’ Crash Racing” ist ein abwechslungsreiches Rennspiel der besonderen Art. Angelehnt an die Inhalte aus den bekannten Shrek-Filmen, kommt das Spiel humorvoll und innovativ daher, und richtet sich an Kinder und erwachsene Liebhaber der Filmreihe. Das Spiel machte unseren Testergruppen viel Spaß. Kinder unter 10 Jahren könnten jedoch schnell mit dem Spiel überfordert sein.