One Piece Unlimited Cruise 2

Genre
Action-Adventure
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2009.09
Systeme
Wii
System im Test
Wii
Kurzbewertung
Um das Spiel in seiner ganzen Breite spielen zu können, wird Manga Vorwissen vorausgesetzt.
Gruppenleiterin
Andrea Krieger
Kulturcafé Siegburg
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Los geht’s mit einer Einstiegssequenz: Gabri, der kleine, mittlerweile kraftlose Retter der Strohhut-Pirate-Bande rund um Ruffy, möchte, dass die Bande ohne ihn flieht. Dies sieht Ruffy nicht ein und möchte seinen Freund retten. Die Piraten segeln mit dem Schiff "Thousand Sunny" zu verschiedenen Inseln, um dort dann die Mission zur Befreiung Gabris aufzunehmen. Auf den Inseln stellen sich eine Menge Gegner in den Weg, die es zu bekämpfen gilt. Im Verlauf der Kämpfe gegen stärkere Gegner sammelt der Spieler Punkte. Wichtig ist auch die Sammlung von Gegenständen, die im Verlauf des Spiels eingesetzt werden, damit die Spielgeschichte voranschreitet. Mit Hilfe einer Landkarte, die den Ausschnitt aufzeigt, auf dem der Spieler sich befindet, wird Orientierung geboten. Die Landkarte vergrößert sich mit zunehmendem Spielfortschritt, so dass größere und neue Gebiete zu erforschen sind. Auf dem Schiff selber können verschieden gesammelte Items miteinander gemischt werden, damit die Gesundheit der verschiedenen Charaktere wieder hergestellt wird. Außerdem können für verschiedene Missionen neue Item-Entwicklungen gestartet werden, um so die Chancen des Weiterkommens im Spiel zu erhöhen. Das Segeln zu anderen Inseln ist genauso möglich, wie das Angeln verschieden großer und wichtiger Fische, die dann im Aquarium ihren Platz finden. Männliche und weibliche Spielfiguren haben auch getrennte Quartiere mit den jeweils unterschiedlich gefüllten Spinden.

Pädagogische Beurteilung:
Der Einstieg in die Spielgeschichte muss, wie bei vielen Konsolenspielen durch Lesen und Schauen erarbeitet werden. Da die Jugendlichen schnell spielen wollten, wurde so manches überlesen und musste sich im Verlauf des Spiels durch "trial and error" mühsam erarbeitet werden. Selber Schuld könnten wir Erwachsenen jetzt sagen. Aber: einer Übersetzung und Vertonung in Deutsch spricht doch nichts entgegen. Und da scheiden sich die Geister. Denn echte Manga-Freaks möchten sicherlich auch den Charme der Manga-Sprache erhalten wissen. Also: die Tester Gruppe des Kulturcafés, allesamt Manga unerfahrenen Spieler, hätte eine Übersetzung gebraucht, damit sie besser ins Spiel finden. So gestaltete sich der Ablauf wie oben beschrieben und die Spielercrew kämpfte sich tapfer durch die Insel, ohne zu wissen, welches Ziel sie denn nun anstrebt. So kam es in der ersten Beurteilung dann auch dazu, dass alle das Spiel als Kampfspiel gut fanden, die Feinheiten des Sammelns von Gegenständen vernachlässigten und so die Lust des Spielens schnell verloren. Erst beim zweiten Hinschauen (und da waren schon einige Spielstunden vergangen) fanden die Jungs den Draht zum Spiel, angelten fleißig Fische, fingen übergroße Insekten und meißelten Schätze frei. Geht doch. Die verschiedenen Missionen, wie z.B. eine Brücke bauen fanden ihren Reiz und so gab es zielgerichtete Wanderungen über die Insel. Auf der Suche nach dem weißen Felsen sind zahlreiche Kämpfe zu führen, die allesamt für kampfinteressierte Jugendliche Spaß machen und den Ehrgeiz herausfordern. Nach so viel Probieren kam dann was kommen musste: "Game Over". Alle Mitglieder der Piratencrew hatten kein Leben mehr. Hierfür hätte die Gruppe dann zurück zum Schiff gehen müssen, um neue Kräfte zu tanken. Im Eifer der Gefechte wurde diese Möglichkeit vernachlässigt, da das Zurückwandern zum Schiff schon einige Minuten in Anspruch nimmt. Die Orientierung per Landkarte gibt hierfür Hilfestellung. Hier stellen sich aber auch Gegner in den Weg. Also, Zwischenspeichern ist wichtig, kostet allerdings auch die Mühe, zurück zum Schiff zu laufen.
Ohne Kenntnisse der Manga Zeichentrickserie "One Piece" fällt das Erarbeiten in die Komplexität des Spiels ungemein schwer. Deswegen werden nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft und das Spiel wird als nettes Kampfspiel angesehen.

Fazit:
Passende Bemerkung eines Jugendlichen (Ömer, 13 Jahre): "Spannend, aber da es japanisch ist, war es etwas verwirrend." Die Sprachkomponente ist also ein wesentlicher Grund dafür, dieses Spiel zuzulegen.

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Spieletester
Kulturcafé Siegburg
Siegburg
Bewertung Spielspass